In den sozialen Medien wimmelt es von überraschenden Beauty-Tipps, und manche gehen innerhalb weniger Tage viral. Der neueste Tipp? … eine Wimpernzange verwenden, um den Wimpernansatz zu verdichten. Ja, das Accessoire, das normalerweise für die Wimpern reserviert ist, hält nun Einzug in die Haarpflegeroutinen einiger Content-Creator.
Die „Root Boost“-Version der Wimpernzange
Der Trick wurde auf Instagram durch Content-Creator wie @makeupbynadi bekannt. Das Prinzip ist einfach: Man verwendet eine herkömmliche Wimpernzange, um kleine Haarpartien am Oberkopf zu formen und so einen leichten Schwung am Haaransatz zu erzeugen.
Durch sanftes Anheben der Haare für einige Sekunden heben sich die Haarwurzeln leicht von der Kopfhaut ab. Das Ergebnis: ein luftigerer Look, wie nach einem voluminösen Föhnstyling. Theoretisch mag die Idee ungewöhnlich klingen. Doch die Logik ist einleuchtend. Dank ihrer gebogenen Form wirkt die Wimpernzange wie ein kleines Styling-Tool, das direkt am Haaransatz für Locken sorgt.
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„Haar-Hacks“ erobern die sozialen Medien.
Dieser Tipp ist Teil eines viel größeren Trends: „Beauty-Hacks“ und umfunktionierte Alltagsroutinen. Auf TikTok und Instagram erzielen Inhalte mit dem Hashtag #hairhack Millionen von Aufrufen. Die Nutzer wetteifern miteinander, indem sie Alltagsgegenstände in improvisierte Haaraccessoires verwandeln.
Essstäbchen für einen Dutt, ein Becher für einen voluminösen Pferdeschwanz oder strategisch platzierte Haarspangen beim Föhnen … an kreativen Tipps mangelt es nicht. Was macht sie so attraktiv? Ihre Einfachheit. Man muss keine zehn neuen Produkte kaufen: Oft geht es darum, das, was man bereits im Badezimmer hat, neu zu erfinden.
Volumen ist keine Voraussetzung
Auch wenn in den Medien und sozialen Netzwerken ständig von „glattem Haar, das man vermeiden sollte“ oder „perfektem Volumen“ die Rede ist, ist es wichtig zu wissen, dass von Natur aus feines oder dünnes Haar absolut kein Makel ist. Manche lieben schwungvolle Frisuren und einen dramatischen Ansatz, andere bevorzugen glattes, fließendes oder gerades Haar. Und beides ist gleichermaßen schön.
Volumen ist kein Schönheitsideal, das um jeden Preis erreicht werden muss. Haare haben unterschiedliche Texturen, Dichten und Eigenschaften – und genau das macht sie so einzigartig. Diese Tipps sollten daher lediglich Anregungen für alle sein, die gerne mit ihren Frisuren experimentieren, und keinesfalls eine Aufforderung, das natürliche Haar zu verändern.
Ein Tipp zum sanften Ausprobieren
Wie jede unkonventionelle Technik erfordert auch diese etwas Vorsicht. Das Metall der Wimpernzange kann bestimmte Haarlängen beschädigen, wenn man sie zu fest zusammendrückt, insbesondere bei feinem, geschädigtem oder brüchigem Haar. Im Idealfall sollte man sehr sanft vorgehen und niemals ruckartig an den Haarwurzeln ziehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Diese Technik sollte nur auf trockenem Haar angewendet werden. Nasses Haar ist viel empfindlicher und bricht leichter. Experten raten außerdem davon ab, eine beheizte Wimpernzange nah an der Kopfhaut zu verwenden. Die klassische Variante ist völlig ausreichend, um den gewünschten Effekt ohne unnötiges Risiko zu erzielen.
Alternativen, die ebenfalls sehr gut funktionieren
Wenn Ihnen diese Technik nicht zusagt, gibt es viele andere Möglichkeiten, die Haarwurzeln zu bewegen.
- Kleine Haarspangen, die beim Föhnen am Oberkopf befestigt werden, sind nach wie vor eine sehr beliebte Methode. Klettwickler, die auf trockenem oder leicht warmem Haar verwendet werden, ermöglichen ebenfalls einen schönen, voluminösen Effekt ohne übermäßige Hitze.
- Das klassische Duo aus Rundbürste und Haartrockner ist nach wie vor eine sichere Wahl für alle, die weiche und schwungvolle Föhnfrisuren bevorzugen.
- Schließlich können einige Volumenpuder, die direkt auf den Haaransatz aufgetragen werden, innerhalb von Sekunden einen volleren Effekt erzielen, insbesondere bei feinem Haar.
Dieser Trend verdeutlicht letztendlich eines: Schönheit kann auch ein kreativer Spielplatz sein. Experimentieren, Gegenstände umfunktionieren und mit den Haaren spielen – all das kann eine unbeschwerte Art sein, die eigene Routine neu zu erfinden, ganz ohne Druck oder starre Regeln.
