Elternschaft
Über die Rubrik Elternschaft
Die Rubrik Elternschaft von The Body Optimist begleitet Mütter, Väter und alle Familien durch den Alltag mit Kindern: Erziehung, Gefühle, Schule, Partnerschaft und Mental Load. Tipps von Fachleuten für Kindheit und Familie, Hintergründe und Erfahrungsberichte zeigen Elternsein ohne schlechtes Gewissen – egal, wie deine Familie aussieht.
Das findest du in der Rubrik Elternschaft
- Erziehung: Teilen lernen, Grenzen setzen ohne Schreien, Anstrengung statt Intelligenz loben und Kindern helfen, ihre Gefühle in Worte zu fassen – inspiriert von bedürfnisorientierter Erziehung.
- Schule und Mobbing: dein Kind dabei unterstützen, sich in der Klasse wohlzufühlen, Anzeichen von Mobbing erkennen und richtig reagieren.
- Wochenbett für beide Eltern: der Körper nach der Geburt, Erschöpfung und Einsamkeit junger Mütter und die noch wenig bekannte postpartale Depression bei Vätern.
- Vielfältige Familien: Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien, Eltern mit Behinderung – mehr dazu auch in unserer Rubrik LGBTQIA+.
- Familienbeziehungen: das Verhältnis zu den eigenen Eltern, toxische Familien, Großeltern, die sich zu sehr einmischen, Rivalität unter Geschwistern und das Älteste-Tochter-Syndrom.
- Lebensentscheidungen: der Wunsch nach einem Kind – oder kein Kinderwunsch –, ohne Urteil und ohne gesellschaftlichen Druck.
Wie setzt du deinem Kind Grenzen, ohne zu schreien?
Grenzen ohne Schreien funktionieren über Klarheit und Beständigkeit, nicht über Strenge. Formuliere kurze, positive Anweisungen („Im Flur gehen wir langsam“ statt „Renn nicht!“), auf Augenhöhe und mit Blickkontakt. Kündige Übergänge vorher an, um Wutanfälle am Ende einer Aktivität zu vermeiden. Benenne das Gefühl deines Kindes, ohne bei der Regel nachzugeben: „Du bist wütend, weil der Bildschirm ausgeht, das verstehe ich, und jetzt ist Badezeit.“ Wenn die Spannung steigt, verlass lieber ein paar Sekunden den Raum, statt laut zu werden. Keine Mutter und kein Vater ist perfekt: Wer sich nach einem Ausbruch entschuldigt, zeigt dem Kind auch, wie man eine Beziehung wieder kittet.
Unser Blick auf Elternschaft
Elternsein ist nicht allein Sache der Mütter: Wir sprechen auch über Väter, Co-Eltern, Patchwork-, Regenbogen- und Einelternfamilien sowie über Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Hier gibt es kein Einheitsmodell und keine „perfekte Mutter“: Unsere Artikel geben Orientierung, ohne Schuldgefühle zu machen. Bei Sorgen um die Gesundheit oder Entwicklung eines Kindes bleiben Kinderärztin oder Kinderarzt, Hausarztpraxis oder eine Kinderpsychologin die besten Ansprechpersonen.
Unsere Artikel für den Einstieg
- Anweisungen singen statt schreien: ein ungewöhnlicher Trick für entspanntere Alltagsmomente.
- Das Monster unter dem Bett: was hinter dieser typischen Kinderangst steckt.
- Kinderfotos in sozialen Medien: was du bedenken solltest, bevor du postest.
- „Mutter sein, aber schlank bleiben“: über den Druck, der auf jungen Müttern lastet.
- Geschwisterkonflikte: warum Streit unter Geschwistern Eltern so viel Kraft kostet.
Häufige Fragen
Können auch Väter eine postpartale Depression bekommen?
Ja. Auch Väter können nach der Geburt eines Kindes Phasen von Traurigkeit, Reizbarkeit oder Angst erleben, manchmal „Baby Blues bei Vätern“ genannt. Halten diese Beschwerden mehrere Wochen an, spricht man von einer postpartalen Depression beim Vater, die Fachleute inzwischen anerkennen. Starke Erschöpfung, das Gefühl, nutzlos zu sein, oder Rückzug sind Warnzeichen: Ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt hilft, Unterstützung zu finden.
Was ist bedürfnisorientierte Erziehung?
Bedürfnisorientierte Erziehung, oft auch „positive Erziehung“ genannt, begleitet Kinder durch Zuhören, Erklären und Ermutigen statt durch Strafen, Anschreien oder Demütigung. Sie ist kein Laisser-faire: Regeln gibt es, aber sie werden respektvoll vermittelt. In immer mehr Ländern ist Gewalt in der Erziehung gesetzlich verboten, auch der vermeintlich harmlose Klaps.
Woran erkennst du, dass dein Kind in der Schule gemobbt wird?
Mögliche Anzeichen sind: Es will nicht mehr zur Schule, klagt morgens immer wieder über Bauch- oder Kopfschmerzen, die Noten sinken, Sachen gehen kaputt oder verloren, es zieht sich zurück, schläft schlecht oder ist nach der Handynutzung verstört. Sprich es ruhig an, ohne zu dramatisieren, und nimm dann Kontakt zur Schule auf. In vielen Ländern gibt es zudem kostenlose Beratungsstellen und Hotlines gegen Mobbing und Cybermobbing.
Mehr zum Thema: Unter Psychologie findest du alles rund um Gefühle, Selbstvertrauen hilft, nach der Ankunft eines Kindes wieder zu dir zu finden, Body Positivity lädt zu einem freundlicheren Blick auf deinen Körper ein, und Schwangerschaft begleitet die Monate vor der Geburt.