Sharon Stone erklärte sich bereit, offen über einen der schmerzhaftesten Momente ihres Lebens zu sprechen. In dem amerikanischen Podcast „ The Person Who Believed In Me “, moderiert von David Begnaud, enthüllte die amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin die Gründe für das Scheitern ihrer zweiten Ehe.
Eine Diagnose, die alles verändert
Alles begann Anfang der 2000er-Jahre. Damals erfuhr Sharon Stone, dass sie mehrere Tumore hatte. Einer davon war besonders beunruhigend. „Er war größer als meine gesamte linke Brusthälfte“, vertraute sie an. Der Arzt kam zu ihr nach Hause, um ihr das weitere Vorgehen zu erklären: Er empfahl eine dringende beidseitige Mastektomie.
„Wenn sie diese Größe erreichen, wissen wir in der Regel schon vor der Operation, dass es Krebs ist“, erklärte er ihr. Sharon Stone wusste jedoch tief in ihrem Inneren, dass es kein Krebs war. „Ich sagte zu ihm: ‚Ich habe keinen Krebs.‘ Und er antwortete: ‚Das können Sie nicht entscheiden.‘ Und ich sagte: ‚Doch, das kann ich. Ich entscheide.‘“ Eine Intuition, die sich später als richtig erweisen sollte.
Die Entscheidung zur Durchführung einer beidseitigen Mastektomie
Trotz ihrer Überzeugungen entschied sich die Schauspielerin aus „Basic Instinct“ für die Operation. „Weil ich es ernst meine“, erklärte sie schlicht. Eine Entscheidung, die eher von Vernunft als von Angst geleitet war – und die Ärzte begrüßen würden: „Wenn ich mehr Patientinnen wie sie hätte, gäbe es heute mehr lebende Frauen“, vertraute ihr Chirurg ihr an. Doch eine Stimme fehlte: die ihres damaligen Ehemanns. Und genau da änderte sich alles.
Die Reaktion, die das Ende signalisierte
„Mein Mann sagte: ‚Das ist doch lächerlich.‘ Dann stand er auf und verließ das Zimmer“, erzählt sie. Auf die Frage nach dem Grund für seinen Zorn gibt Sharon Stone eine unmissverständliche Antwort: Ihr Mann war wütend, nicht etwa, weil sie krank sein könnte, sondern weil sie sich die Brustimplantate entfernen lassen wollte. „Ich treffe die Entscheidungen, nicht er“, entgegnet sie. Der Schaden war jedoch angerichtet. „Das war das Ende der Ehe. Es war aus. Er hatte genug von mir. (...) Er fand, ich würde zu viele Entscheidungen allein treffen“, resümiert sie.
Eine Ehe zwischen 1998 und 2004 und ein später enthülltes Detail
Obwohl Sharon Stone den betreffenden Mann nicht namentlich nannte, lässt sich aus dem Kontext leicht ihr Ex-Mann identifizieren: Es handelt sich um Phil Bronstein, einen amerikanischen Journalisten, den sie 1998 heiratete, bevor sich das Paar 2004 offiziell trennte. Die Tumore erwiesen sich letztendlich als gutartig – die Schauspielerin benötigte daher keine beidseitige Mastektomie.
Im Jahr 2021 enthüllte sie jedoch eine weitere schmerzhafte Episode im Zusammenhang mit demselben Eingriff: Ihr damaliger Chirurg soll ihr ohne ihre Zustimmung größere Brustprothesen eingesetzt haben als vereinbart. Diese Ereignisse verdeutlichen eindrücklich, welche Erfahrungen Frauen in ihrem Verhältnis zu ihrem eigenen Körper machen können.
Mit ihrem Zeugnis macht Sharon Stone auf ein Thema aufmerksam, das für viele immer noch ein Tabu ist: die Schwierigkeiten, mit denen manche Frauen konfrontiert sind, wenn es darum geht, dass ihre medizinischen Entscheidungen von ihrem Umfeld respektiert werden. Sie erinnert uns auch daran, dass keine so persönliche Entscheidung jemals dem Urteil anderer unterliegen sollte, selbst nicht von nahestehenden Personen.
