Die Geschichte macht derzeit in den italienischen Medien die Runde. Anna Aksamit berichtete, am helllichten Tag in Mailand angegriffen worden zu sein. Nachdem sie von einem Fremden gerettet wurde, startete sie einen Aufruf in den sozialen Medien, um ihn zu finden – und um ihm ihre Dankbarkeit auszudrücken, die sie, wie sie sagt, „nie vergessen“ werde.
Ein Anschlag am helllichten Tag in Mailand
Die Ereignisse, wie Anna Aksamit gegenüber einem italienischen Lokalmedium schilderte, ereigneten sich im Viertel Porta Romana, einem Wohngebiet im Süden Mailands. Aksamit gab an, sie sei in einem Supermarkt gewesen, als sie bemerkte, dass ihr sechs bis acht junge Männer folgten. Die Männer umzingelten sie blitzschnell, belästigten sie und schlugen ihr dann ins Gesicht und in den Bauch.
Noch immer unter Schock, hat sie nur noch eine sehr vage Erinnerung an ihre Angreifer. „Ich erinnere mich nur, dass sie jung waren und Bier tranken“, erklärte sie in ihrer Aussage. Die Gewalt war umso schwerer zu ertragen, als sie in einem als sicher geltenden Viertel im Herzen einer europäischen Großstadt stattfand.
Die Heldentat eines unbekannten Passanten
In diesem Moment extremer Isolation griff ein Mann – von Anna Aksamit als „großer, muskulöser Italiener“ beschrieben – eigenhändig ein und vertrieb die Gruppe. Dank seines Eingreifens entging Anna Aksamit einem möglicherweise viel schlimmeren Schicksal. Damals dachte sie nicht daran, nach seinem Namen oder seinen Kontaktdaten zu fragen. Geschockt und fassungslos kehrte sie weinend nach Hause zurück. Einige Tage später hofft sie nun, diesen Fremden – den sie als „wahren Helden“ bezeichnet – zu finden, um ihm ihre Dankbarkeit auszudrücken.
Ein über soziale Medien verbreiteter Appell
Um ihn zu finden, startete Anna Aksamit einen Aufruf in den sozialen Medien und hoffte, dass die Online-Solidarität die beiden zusammenführen würde. Ihre Initiative wurde bereits von italienischen, polnischen und internationalen Internetnutzern vielfach geteilt. Das Ziel: diesem Mann – der sich der Tragweite seiner Taten vermutlich nicht bewusst ist – die Bedeutung seines Handelns vor Augen zu führen.
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Es wurde eine Beschwerde eingereicht und ein Appell zur Sicherheit von Frauen in der Stadt veröffentlicht.
Neben der Suche nach ihrem Retter kündigte Anna Aksamit auch an, Anzeige bei den italienischen Behörden zu erstatten. Über diesen Einzelfall hinaus entfacht ihre Aussage leider erneut die Debatte um die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum. In Mailand, wie in vielen europäischen Städten, warnen mehrere feministische Organisationen seit Jahren vor der zunehmenden Bandengewalt gegen alleinstehende Frauen – selbst am helllichten Tag und in vermeintlich ruhigen Vierteln.
Anna Aksamits Geschichte ist somit sowohl eine Erzählung von sogenannter „alltäglicher“ Gewalt, die unerträglich bleibt, als auch ein Zeugnis menschlicher Solidarität. Hoffen wir, dass dieser unbekannte Mann, der stille Held eines Mailänder Nachmittags, eines Tages die ihm gebührende Anerkennung erhält.
