Raclette, der Inbegriff von Wohlfühlessen, erfüllt in diesen kalten Tagen die Häuser mit seinem verlockenden Duft. Wenn Sie Ihre guten Vorsätze über Bord werfen und sich ganz dem Genuss widmen möchten, freuen Sie sich sicher schon darauf, den Käse über Ihren Kartoffeln zu schmelzen. Bevor Sie Ihre Raclettepfannen herausholen und sich diesem kulinarischen Ritual hingeben, lesen Sie bitte diese Hinweise aufmerksam durch.
Die Wahl des Käses, ein entscheidender Faktor
Zu Jahresbeginn wandeln sich manche zu Vegetariern und stopfen sich mit grünen Detox -Säften voll, während andere, die lieber gutes Essen und Trinken genießen, die kulinarische Tradition feiern und sich mit herzhaften Gerichten wärmen. Wenn Essen Ihre größte Leidenschaft ist, haben Sie vielleicht schon einen Raclette-Abend geplant. Dieses Gericht, das Menschen am Tisch zusammenbringt und jeden Gaumen erfreut, sollte man nicht einfach so genießen. Es ist eine Kunstform.
Trotz seiner scheinbaren Einfachheit erfordert Raclette einiges an Sorgfalt. Greifen Sie nicht einfach zum erstbesten Käse im Supermarkt. Er ist die Hauptzutat, daher ist Wachsamkeit geboten, und Sie sollten die Etiketten genau lesen. „Ein wirklich gutes Raclette wird mit Rohmilch zubereitet“, betont Küchenchef Christophe Martin vom Restaurant Le Ramoneur Savoyard in Annecy gegenüber Madame Figaro .
Raclette-Puristen überlassen diese Aufgabe tatsächlich ihrem Käsehändler. Die großen Raclette-Packungen aus dem Supermarkt bieten nicht die gleiche aromatische Fülle wie „authentisches“ Raclette. „Kaufen Sie es am besten scheibenweise und schneiden Sie es selbst. Wenn es bereits geschnitten und vakuumverpackt ist, hat es seine Textur und Frische verloren“, erklärt der kulinarische Experte und passionierte Raclette-Liebhaber.
Käse zu lange zu kochen, ist ein Sakrileg.
Im Eifer des Gefechts kann es schon mal passieren, dass man den Raclettekäse versehentlich auf dem heißen Grill vergisst und ihn fast verbrannt vorfindet. Manchmal ist diese längere Garzeit aber auch Absicht. Grundsätzlich gibt es zwei Meinungen: Die einen mögen ihren Raclettekäse lieber etwas weicher, die anderen lieber fast braun.
Wer sein Raclette am liebsten halb angebrannt und knusprig im Mund mag, bricht mit der Tradition. Das ist Käseverschwendung! „Der größte Fehler ist, darüber zu reden und den Käse zu lange braten zu lassen. Dann wird er ölig und ungenießbar“, erklärt der Koch. Auch wenn es manche überraschen mag, empfiehlt er, den Backofen zu benutzen, um die köstlichen Aromen des Raclettes voll zu genießen. Und wie gelingt das gemeinsame Essen auch ohne den Backofen? „Man gibt die Kartoffeln in eine Auflaufform, verteilt die Käsescheiben darauf und überbackt sie im Ofen.“
Die Kruste entfernen oder dranlassen? Das ist hier die Frage.
Auch hier ist das Thema Kartoffeln und Wurstplatten ein heikles Thema. Manche hüten die Rinde wie einen Schatz, andere können sie gar nicht leiden. Dabei ist sie das Beste am Raclettekäse. Sie zu entfernen ist, als würde man die Kruste vom Brot abschneiden: Es zerstört seinen Reiz. Und Köche werden dem sicherlich zustimmen. Dasselbe gilt für Kartoffeln, die man mit Schale essen sollte. „Sie ist unerlässlich. Erstens, weil sie Vitamine liefert, aber auch, weil sie ein hervorragendes Röstaroma hat“, argumentiert der Koch.
Damit Sie das Ganze besser verdauen können und sich nach diesem herzhaften Essen nicht zu schwer fühlen, vergessen Sie nicht, zwischen den Bissen ein paar Gewürzgurken oder anderes eingelegtes Gemüse zu essen. Diese Gurken, die von Ihren Gästen manchmal kritisiert werden, helfen Ihnen tatsächlich, das Raclette besser aufzunehmen und zu verdauen. So einfach ist das – Raclette ist kein Geheimnis mehr für Sie!
