Der Paris-Marathon 2026 war geprägt von einer sportlichen Leistung und einem starken Symbol. Am 12. April 2026 gewann die Äthiopierin Shure Demise das Frauenrennen in 2 Stunden, 18 Minuten und 34 Sekunden – ein neuer Streckenrekord. Diese Leistung bedeutete zugleich die Rückkehr an die Weltspitze nach ihrer Babypause.
Ein historischer Rekord in Paris
Auf der 42,195 km langen Strecke in Paris triumphierte Shure Demise mit einer Rekordzeit über ihre Konkurrentinnen. Der offizielle Veranstalter des Paris-Marathons bestätigte ihre Zeit von 2 Stunden, 18 Minuten und 34 Sekunden und erklärte, dies sei ein neuer Frauenrekord für diese Veranstaltung. AP und Olympics meldeten die gleichen Podiumsplätze: Misgane Alemayehu belegte mit 2 Stunden, 19 Minuten und 8 Sekunden den zweiten Platz, die Kenianerin Magdalyne Masai mit 2 Stunden, 19 Minuten und 17 Sekunden den dritten.
Die Rückkehr nach dem Mutterschaftsurlaub wurde von der Athletin bestätigt.
In einem Interview, das im September 2025 vom Toronto Waterfront Marathon veröffentlicht wurde, erklärt Shure Demise, dass sie zwei Jahre lang nicht an Wettkämpfen teilgenommen, in dieser Zeit ihre Tochter zur Welt gebracht und dann beim Mailand-Marathon 2025 wieder in den Wettkampf zurückgekehrt sei.
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Diese Ausgabe verzeichnete auch eine Rekordzahl an weiblichen Teilnehmerinnen.
Die Ausgabe 2026 schrieb mit ihren Teilnehmerzahlen ebenfalls Geschichte. Laut Veranstalter gingen 58.853 Läufer an den Start, 57.464 erreichten das Ziel. Der Frauenanteil lag bei 33 Prozent, verglichen mit 31 Prozent im Jahr 2025, 28 Prozent im Jahr 2024 und 25 Prozent im Jahr 2022. Die Organisatoren hoben damit das kontinuierliche Wachstum der weiblichen Teilnehmerzahlen hervor.
Shure Demises Sieg geht weit über eine bloße sportliche Leistung hinaus.
Mit dem Brechen des Frauenrekords beim Paris-Marathon wenige Monate nach ihrer Rückkehr in den Wettkampf nach der Babypause hat die äthiopische Marathonläuferin einen der Höhepunkte der Ausgabe 2026 erreicht. Ihre Leistung ist zudem Teil eines breiteren Trends: der stetig wachsenden Präsenz von Frauen bei großen Rennen.
