Anders als oft angenommen, stellen manche Universitätsabschlüsse eine sehr hohe Investition dar, ohne eine entsprechende finanzielle Rendite zu garantieren. Laut aktuellen Daten der Federal Reserve Bank of New York führen Bereiche wie Pädagogik, Sozialarbeit und Kunst sogar zu den niedrigsten Durchschnittseinkommen nach fünf Jahren Berufstätigkeit.
Die am schlechtesten bezahlten Studienabschlüsse nach dem Universitätsabschluss
Laut aktuellen Daten der Federal Reserve Bank of New York zählen folgende Studiengänge zu den Universitätsabschlüssen, die nach fünf Jahren Berufstätigkeit die geringste finanzielle Rendite abwerfen:
- „Fremdsprachen“ mit einem mittleren Gehalt von etwa 40.000 US-Dollar pro Jahr (34.500 € = 2.875 € pro Monat).
- „Allgemeine Sozialwissenschaften“ mit ca. 41.000 US-Dollar (35.320 € = 2.943,33 € pro Monat)
- „Darstellende Künste“ zu etwas über 41.900 US-Dollar (36.170 € = 3.014 € pro Monat).
- „Anthropologie“ und „Frühkindliche Bildung“ mit einem Betrag von rund 42.000 US-Dollar (36.240 € = 3.020 € pro Monat ).
Es ist wichtig, diese Zahlen im Kontext zu betrachten: Zwar führen diese Studienfächer laut der Federal Reserve Bank of New York nach fünf Jahren zu den niedrigsten Durchschnittseinkommen, doch ein Gehalt von beispielsweise 2.875 € pro Monat für einen Absolventen der Fremdsprachen ist immer noch höher als das, was viele Menschen verdienen. Alles ist also relativ, und diese Studiengänge können andere Vorteile bieten, wie etwa Arbeitszufriedenheit, Kreativität oder vielfältige Karriereperspektiven.
Eine Inflation der Abschlüsse, die deren Wert auf dem Markt verwässert.
Laut der Federal Reserve Bank of New York lässt sich dieses Phänomen durch den Ausbau des Hochschulwesens und das Überangebot an Ausbildungsprogrammen erklären, das die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitsplätzen übersteigt. Gleichzeitig steigen die Studiengebühren rasant an, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo die durchschnittliche Verschuldung für einen Master-Abschluss fast 50.000 US-Dollar (43.000 Euro) beträgt – eine hohe Summe, die nicht immer durch höhere Gehälter ausgeglichen wird.
Technische Berufsfelder führen weiterhin bei den Gehältern.
Im Gegensatz dazu führen STEM-Abschlüsse (Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik) dank der starken Nachfrage im Technologie- und Finanzsektor durchweg zu besser bezahlten Karrieren. Diese Tatsache, so die Federal Reserve Bank of New York, regt dazu an, die Studienwahl im Hinblick auf den zu erwartenden Return on Investment zu überdenken.
Zusammenfassend verdeutlichen diese Daten, wie wichtig es ist, den eigenen Karriereweg nicht nur aus Leidenschaft, sondern auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Realitäten des Arbeitsmarktes zu wählen.
