Mit Tics zu leben, hindert einen nicht daran zu lieben, zu träumen oder zu strahlen. Die 23-jährige Baylen Dupree zeigt auf authentische Weise, wie ihr Hund ihr zu einem treuen Verbündeten wird, der ihr hilft, Körper und Geist zu beruhigen, und sensibilisiert gleichzeitig Millionen von Menschen für die Realität des Tourette- Syndroms.
Eine visuelle Demonstration, die für sich selbst spricht
- In einem Video, das Anfang Februar auf TikTok und Instagram geteilt wurde, zieht Baylen Dupree einen ebenso einfachen wie berührenden Vergleich. Am Flughafen filmt sie sich in zwei verschiedenen Momenten. Im ersten hält sie ihren kleinen weißen Hund Fluffy, der es sich auf ihrem Schoß gemütlich gemacht hat. Sie streichelt ihn; ihr Körper ist entspannt, ihr Gesichtsausdruck gelassen, und ihre motorischen und verbalen Tics sind kaum noch wahrnehmbar.
- Im zweiten Ausschnitt erscheint sie allein, ohne ihren vierbeinigen Begleiter: Unwillkürliche Bewegungen tauchen wieder auf, Geräusche entstehen, ohne dass sie sie kontrollieren kann.
Dieser markante Kontrast verdeutlicht eindrücklich die beruhigende Wirkung der Anwesenheit eines Tieres auf das Nervensystem. Es ist keine Magie, sondern ein starker emotionaler Mechanismus: Kontakt, emotionale Geborgenheit und Sanftmut reduzieren Stress und damit die Intensität der Tics.
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Fluffys wichtigste Rolle: mehr als ein Tier, eine emotionale Stütze
Fluffy ist nicht einfach nur ein liebenswerter Hund. Er ist ein wahrer emotionaler Anker. Seine Anwesenheit beruhigt, stabilisiert und vermittelt Geborgenheit. Indem er Ängste lindert, trägt er indirekt dazu bei, die Häufigkeit und Intensität der Tics zu verringern. Diese Bindung zwischen Mensch und Tier verdeutlicht die therapeutische Kraft emotionaler Beziehungen, ob zwischen Menschen oder zwischen verschiedenen Arten.
Ein Leben im Rampenlicht, das sich jedoch nie auf eine Diagnose reduzierte.
Mit Millionen von Followern auf TikTok und Instagram teilt Baylen Dupree offen ihren Alltag. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und dokumentiert ihren Weg in der Reality-TV-Serie „Baylen Out Loud“ auf dem Sender TLC. Die zweite Staffel begleitet sie bei ihren Bemühungen, ihre Tics, ihre Zwangsstörung, ihre Beziehungen, ihre Emotionen und ihr Liebesleben besser in den Griff zu bekommen.
Seit Februar 2025 ist sie mit Colin Dooley verlobt und plant eifrig ihre Hochzeit. Sie beschreibt das bevorstehende Fest als „großes Familienfest“, bei dem sie sich schön, stark und ganz sie selbst fühlen möchte. Schon lange vor der Festlegung des Hochzeitstermins hatte sie sogar Blumenkleider für ihre Hunde geplant. Ein freudiges Zeugnis dafür, dass ihr Leben nicht von ihrer Erkrankung bestimmt wird, sondern voller Pläne, Lachen und Liebe ist.
Aufklärung von Missverständnissen über das Tourette-Syndrom
Mit seinen Veröffentlichungen kämpft Baylen auch gegen hartnäckige Stereotypen rund um das Tourette-Syndrom. Anders als oft angenommen, beschränkt er sich dabei nicht auf vulgäre Sprache. Er umfasst:
- Motorische Tics, wie zum Beispiel plötzliche Bewegungen des Nackens, der Schultern oder des Gesichts.
- Vokale Tics, wie zum Beispiel unwillkürliche Laute, Wörter oder Phrasen.
- Eine erhöhte Stressempfindlichkeit, die die Symptome verstärkt.
Indem sie uns ihren ungefilterten Alltag zeigt, erinnert sie uns daran, dass diese neurologische Störung zwar ein Teil von ihr ist, aber weder ihren Wert noch ihre Schönheit oder ihre Fähigkeit, das Leben in vollen Zügen zu genießen, definiert.
Letztendlich geht Baylens Video weit über die sozialen Medien hinaus. Es bietet eine wertvolle Darstellung einer oft missverstandenen Erkrankung. Indem sie das Bewusstsein dafür schärft, persönliche Projekte verfolgt und im Alltag Stärke beweist, verkörpert Baylen Dupree eine Generation, die sich weigert, sich zu verstecken. Sie entscheidet sich dafür, das Leben in vollen Zügen zu genießen, tief zu lieben und ihre Verletzlichkeit in Stärke zu verwandeln. Und Fluffy, ihr treuer Begleiter, ist eines der schönsten Symbole dafür.
