Während die meisten Menschen ihre Gesichtsbehandlungen unter hellem LED-Licht durchführen, bevorzugen einige Beauty-Fans die sanfte Beleuchtung. Sie tragen Serum und Feuchtigkeitscreme bei Kerzenlicht oder unter einer dezenten Lampe auf. Dies intensiviert ihr Verwöhnritual und macht es zu einem wahrhaft entspannenden Erlebnis.
Ein Tipp, um zu vermeiden, dass Sie Ihre Haut zu oft berühren.
Unsere Hautpflege-Routine führen wir meist im grellen Licht der Badezimmerbeleuchtung durch. Das weiße Licht des Spiegels blendet uns wie Scheinwerferlicht mitten in der Nacht, aber wir arrangieren uns damit. Und selbst wenn es morgens in unseren noch verschlafenen Augen brennt, ist es ein Detail, das wir oft übersehen. Dabei brauchen wir gar kein so grelles Licht, um farblose Cremes und Lotionen aufzutragen, die nur einen dezenten Duft hinterlassen.
Anders als beim Schminken, das gutes Sehen erfordert, kann Hautpflege fast blind erfolgen. Das ist ideal für alle, die dazu neigen, jeden Mitesser unter den Augen auszudrücken und Pickel sofort zu drücken. Unter hellem Licht wirken selbst kleinste Hautunreinheiten riesig. Was normalerweise mikroskopisch klein erscheint, wird plötzlich gigantisch. Helles Licht lässt uns Unregelmäßigkeiten, Makel und Flecken erkennen, die uns im Dunkeln verborgen geblieben wären.
Die Kombination aus Vergrößerungsspiegel und grellem LED-Licht ist für Frauen mit Dermatillomanie, die an ihrer Haut kratzen und manchmal sogar bluten, verheerend. Um Ihrem Spiegelbild etwas Gutes zu tun, schalten Sie das grelle Deckenlicht aus und zünden Sie stattdessen warmes Kerzenlicht an. Das empfiehlt auch die Content-Creatorin @eva.cyclee, die sich für Selbstfürsorge einsetzt und die Theorie mit einer Salzkristalllampe in die Praxis umsetzt. So wird die Hautpflege zu einem sinnlichen Genuss und nicht zur Selbstkasteiung.
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Beruhige das Nervensystem vor dem Schlafengehen.
Die Hautpflege bei sanftem Licht ist nicht nur ein Akt der Selbstfürsorge, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Sie schafft optimale Bedingungen für den Schlaf, und dank dieser leichten Lichtanpassung schlafen Sie leichter ein, als wenn Sie zuvor stundenlang im Internet gescrollt hätten. Helles Licht, insbesondere blaues Licht, signalisiert dem Gehirn: „Es ist Tag, bleib wachsam.“
Bei gedämpftem Licht schaltet das Gehirn spontan in den Ruhemodus und interpretiert dies als Signal der Sicherheit. Nicht umsonst sind die meisten Spas gedämpft beleuchtet, mit Lichterketten, Kerzen und Fackeln. Sanftes Licht reduziert die visuelle Stimulation, fördert das parasympathische Nervensystem, unterstützt die Ausschüttung von Melatonin, dem Schlafhormon, und senkt allmählich den Cortisolspiegel , das Stresshormon. Es reduziert zudem die sensorische Überlastung und vermittelt dem Gehirn ein beruhigendes Gefühl. Ein doppelter Nutzen.
Künstliches Licht, der unsichtbare Feind der Haut
In einer Zeit, in der Lichttherapie immer häufiger in den Alltag Einzug hält und Schönheitsritualen einen Hauch von Glamour verleiht, erscheint Hautpflege bei schwachem Licht fast unlogisch, ja absurd. Doch obwohl Licht in bestimmten Formen die Haut mit positiven Eigenschaften versorgt und ihr neue Strahlkraft verleiht, ist es nicht immer schonend zur Dermis.
Wir sprechen oft von der Sonne als Hauptfeind unserer Haut, doch künstliches Licht, wie beispielsweise LED-Bildschirme , Leuchtstoffröhren und kaltweiße Glühbirnen, ist genauso heimtückisch. Es schädigt die Haut auf subtilere Weise und greift uns unmerklich an, wenn wir fernsehen, am Computer arbeiten oder unter hellen Straßenlaternen spazieren gehen. Es brennt nicht wie die Sonne, sondern zerstört die Hautbarriere ohne Vorwarnung. Kurz gesagt: Künstliches Licht greift die Haut nicht abrupt wie ein Sonnenbrand an, sondern wirkt tiefgreifend und über einen längeren Zeitraum.
- oxidativer Stress
- Kollagenveränderung
- Hyperpigmentierung
- Störung des nächtlichen Reparaturzyklus
- niedriggradige chronische Entzündung
Hautpflege bei gedämpftem Licht ist weder eine Modeerscheinung für besonders empfindliche Haut noch eine neue Idee. Es geht darum, sich rundum zu schützen. Das sollte man aber nicht beim Schminken beachten, sonst sieht man am Ende aus wie Simpson bei Tageslicht.
