Der südkoreanische Schauspieler, Sänger und Tänzer Park Jihoon, der durch das Drama „Weak Hero“ bekannt wurde, sorgte bei der Pressekonferenz zum Film „The Man Who Lives With The King“ für Furore. Regisseur Jang Hang Jun gestand, bei ihrem ersten Treffen gezögert zu haben, da er Jihoon „zu korpulent für die Rolle eines jungen, abgesetzten Königs mit einem von der Verbannung gezeichneten, abgemagerten Körperbau“ empfand.
Ein überzeugendes Aussehen trotz der Zweifel
Jang Hang Jun entdeckte Park Jihoon dank „Weak Hero“, wo dessen Darstellung eines scheinbar zerbrechlichen, aber innerlich starken Protagonisten sofort an König Danjong, eine historische Figur der Joseon-Dynastie, erinnerte. Beim Vorsprechen stellte sich jedoch die Statur des Schauspielers – „etwas runder als nötig“ – als Problem heraus: Die Rolle verlangte eine „schlanke und wettergegerbte“ Figur, erklärt der südkoreanische Regisseur und Drehbuchautor Jang Hang Jun.
Trotz dieser Vorbehalte setzten sich Park Jihoons Charisma und sein ungeschliffenes Talent durch. „Sein Blick und seine emotionale Tiefe waren perfekt“, erklärte Jang Hang Jun, der diese Entschlossenheit als Zeichen von Professionalität wertete.
Ein drastischer Gewichtsverlust wurde behauptet
Park Jihoon zögerte nicht, sich einer kompletten Transformation zu unterziehen: In nur zweieinhalb Monaten nahm er 15 Kilo ab und erreichte so das „zerbrechliche und gequälte Aussehen des jungen Stars“. Diese Leistung beeindruckte das gesamte Team, und der Regisseur lobte sein „Engagement, das mein Vertrauen in ihn als Schauspieler stärkt“. Die Fans, die sich zwar manchmal Sorgen um seine Gesundheit machten, begrüßten diese persönliche Entscheidung überwiegend. „Das Wichtigste ist, dass es seine Entscheidung war“, sagten sie und bewunderten seine Disziplin für diese körperlich und emotional so anspruchsvolle Rolle.
Dies verdeutlicht, wie weit Schauspieler manchmal bereit sind zu gehen, Grenzen zu überschreiten und eine Rolle vollkommen zu verkörpern. Solange dieses Engagement ihre psychische und physische Gesundheit nicht beeinträchtigt, ist alles in Ordnung. Dennoch ist Wachsamkeit geboten: Sich in einer Rolle zu verlieren oder eine extreme Veränderung durchzumachen, kann langfristige Folgen haben. Leidenschaft und Professionalität müssen stets mit Vorsicht einhergehen.
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Ein uneingeschränktes Engagement für die Kunst
Diese Transformation ist Teil einer koreanischen Tradition, in der Schauspieler oft ihre körperlichen Grenzen ausloten, um Authentizität zu erreichen – man denke etwa an den südkoreanischen Schauspieler und Animator Song Joong-ki in „Space Sweepers“. Für Park Jihoon ist es nach seinen Erfolgen im Fernsehen ein wichtiger Schritt hin zur Anerkennung im Filmbereich.
Dies verdeutlicht, wie weit manche Schauspieler gehen, um eine Rolle vollkommen zu verkörpern – manchmal bis hin zur Überraschung oder gar Verstörung. Ihr Engagement ist bewundernswert, mahnt aber auch zur Einhaltung von Grenzen: Sich für die Kunst zu verändern ist lobenswert, solange die körperliche oder seelische Gesundheit nicht darunter leidet.
Von „zu groß“ bis zur „perfekten Verkörperung“ von König Danjong – Park Jihoon beweist, dass Talent und Entschlossenheit den ersten Eindruck übertrumpfen. Wir müssen „Der Mann, der mit dem König lebt“ abwarten, um das Endergebnis beurteilen zu können.
