Sollte dieser Durchbruch im Kampf gegen Krebs finanziert werden? Die Forderung eines Forschers spaltet die Gemüter.

Mariano Barbacid, ein prominenter spanischer Forscher und Pionier im Kampf gegen Krebs, verkündete kürzlich einen bedeutenden Durchbruch im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs und rief in einer Fernsehansprache zu Spenden in Höhe von 30 Millionen Euro auf, um klinische Studien am Menschen zu starten. Nachdem die Krankheit bei Mäusen jedoch vollständig ausgerottet werden konnte, spaltete dieser Aufruf die Öffentlichkeit.

Ein vielversprechender Durchbruch (bei Mäusen)

Mariano Barbacid und sein Team, Leiter der experimentellen Onkologiegruppe des CNIO in Spanien, haben eine Dreifachtherapie entwickelt, die drei Wirkstoffe kombiniert, die auf Schlüsselproteine (KRAS, EGFR, STAT3) abzielen. Bei Mäusen verschwanden Pankreastumoren ohne signifikanten Rückfall, selbst nach Beendigung der Behandlung, und ohne schwerwiegende Nebenwirkungen. Diese in PNAS veröffentlichten Ergebnisse geben Hoffnung im Kampf gegen diese extrem aggressive Krebsart mit einer niedrigen Fünf-Jahres-Überlebensrate (unter 10 %).

Finanzierung, eine gewaltige Herausforderung

Mariano Barbacid schätzt die Kosten für den Übergang zu klinischen Studien am Menschen – ein komplexer, zwei- bis dreijähriger Prozess mit drei parallel getesteten Medikamenten – auf mindestens 30 Millionen Euro. Er fordert daher dringend Unterstützung und betont, dass „Verzögerungen Tausende von Menschenleben kosten könnten“. Experten weisen zwar darauf hin, dass vielversprechende Ergebnisse aus Tierversuchen nicht immer auf den Menschen übertragbar sind und einer strengen Validierung bedürfen.

Kontroverse in den sozialen Medien

  • Die Reaktionen im Internet waren leidenschaftlich und geteilt. Auf der einen Seite herrscht Begeisterung: „Ein Boxer verdient 30 Millionen in ein oder zwei Kämpfen. Ein Fußballer in einem Jahr. Es wäre eine Schande für die Menschheit, diesem Mann nicht 30 Millionen zu geben, damit er Studien durchführen kann, die Millionen von Leben retten könnten.“
  • Andererseits gibt es Skepsis: „Alle fragen sich: ‚Wo sind die Milliardäre?‘ Sie wissen, dass es Unsinn ist. Studien am Menschen würden eine Milliarde kosten. Anstatt zu fragen: ‚Wo soll man investieren?‘, sollte man sich fragen: ‚Warum nicht investieren?‘ Genau das tun Milliardäre.“

Mariano Barbacids Spendenaufruf um 30 Millionen Euro hat eine wichtige Debatte entfacht: Sollten massive Investitionen in diese an Mäusen erprobte Dreifachtherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs getätigt werden oder sollten weitere Garantien abgewartet werden? Zwischen berechtigter Hoffnung und wissenschaftlicher Vorsicht unterstreicht diese Kontroverse die dringende Notwendigkeit, die Forschung gegen diesen „stillen Killer“ zu finanzieren und damit potenziell Millionen von Leben zu retten.

Julia P.
Julia P.
Ich bin Julia, Journalistin mit Leidenschaft für fesselnde Geschichten. Mit meinem kreativen Schreibstil und meinem scharfen Blick beleuchte ich die unterschiedlichsten Themen – von aktuellen Trends und gesellschaftlichen Fragen bis hin zu kulinarischen Genüssen und Schönheitsgeheimnissen.

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