Glückliche Frauen haben eine Geheimwaffe gegen schlechte Laune: die Freundschaft unter Freundinnen. Wenn sie sich niedergeschlagen fühlen, gönnen sie sich keinen Wellnesstag oder eine Shoppingtour, sondern Zeit mit ihren Freundinnen. Seriöse Studien belegen, dass Treffen mit Freundinnen eine hervorragende Therapie sind. Ein Rezept für gute Gesellschaft, das alle 22 Tage erneuert werden sollte.
Mädelsabende: Ein von der Wissenschaft anerkanntes Wellness-Ritual
Was wäre, wenn dein bestes Antidepressivum den Namen einer WhatsApp-Gruppe hätte und aussähe wie eine Szene aus „Gossip Girl“? Was, wenn die Lösung für deine Alltagssorgen in einer Pyjamaparty mit Klatsch, Lockenwicklern und Schokolade läge? Deine Notfallnummer, wenn alles schiefgeht oder das Leben zu ernst wird, ist unbestreitbar die Handynummer deiner Freundinnen. Sprachnachrichten, die wie Podcasts klingen, und sentimentale Brainstorming-Sitzungen sind jedoch kein Ersatz für einen Mädelsabend. Du weißt schon, die Art von Abend, die Männer kitschig und langweilig finden, die aber eine unglaublich beruhigende Wirkung hat.
Ob gemütliche Teestunde, ausgelassene Karaoke-Session , entspanntes Abendessen zu Hause oder ein gemeinsamer Hautpflege-Abend – Mädelsabende zu Hause sind gerade dann besonders wichtig, wenn man sich mal nicht so gut fühlt. Man braucht einfach mal wieder Zeit mit seinen Freundinnen, um sich wieder richtig auszutauschen, so wie die Upper-East-Side-Elite in Blair Waldorfs Wohnzimmer. Studien belegen sogar, dass Mädelsabende allein den Dopaminspiegel wieder auffüllen können. Sie sind so erholsam wie Klangbäder und Meditation – viel mehr als Klatschgespräche oder Verkaufsgespräche für die Wohnung.
Laut einer Umfrage von Talker Research aus dem Jahr 2011 gaben 78 % der befragten Frauen an, alle 22 Tage einen Mädelsabend zu brauchen, um neue Energie zu tanken. Und aus Erfahrung weißt du, dass du nach so einem Treffen unter dem Motto „Girl Power“ beschwingt, selbstbewusst und gut gelaunt sein wirst. Und das ist nicht nur ein angenehmes Gefühl. Mädelsabende, die oft als oberflächlich und bedeutungslos abgetan werden, sind tatsächlich ein wirksames Mittel gegen schlechte Laune.
Momente der Schwesternschaft, die so wohltuend sind wie eine Therapiesitzung.
Frauen würden lieber mit ihren Freundinnen ausgehen und sich abwechselnd bei „Who Run the World“ austauschen, als an einem romantischen Abendessen bei Kerzenschein teilzunehmen – selbst wenn es an das in „La La Land“ erinnert. Die Zahlen sprechen für sich: 62 % der Befragten gaben an, einen Mädelsabend einem romantischen Abendessen mit ihrem Partner vorzuziehen.
Außerdem können Mädchen im Kreise ihrer besten Freundinnen völlig entspannen. Tatsächlich bevorzugen 83 % der Frauen ungezwungene Gespräche gegenüber geplanten Aktivitäten. Mädelsabende, unvorhersehbar und gespickt mit Anekdoten, die sonst niemand hören würde, sind bereichernd, befreiend, aufregend und erfüllend. Kurz gesagt: Es gibt nicht genug Adjektive, um die unzähligen Vorteile aufzuzählen. Es ist ein Rundum-Sorglos-Paket.
Eine Studie aus dem Jahr 2022 , durchgeführt von zwei Forscherinnen der Universität Santa Barbara in den USA, beschreibt diese Abende als Entspannungskammer, Zufluchtsort vor dem Chaos und Möglichkeit, Dampf abzulassen. „Frauen vertrauen sich einander eher an, teilen ihre Gefühle und stützen sich in stressigen Zeiten gegenseitig“, was laut der Studie zu „erheblichen psychologischen Vorteilen“ führt. All dies dank der Strategie des „Fürsorgens und Freundschaften pflegens“ – also der gegenseitigen Unterstützung und des Zusammenhalts. Diese Mädelsabende sind so befreiend wie das Austoben in einem flauschigen Zimmer und so wohltuend wie das Umarmen von Bäumen tief im Wald.
Die Moral von der Geschichte: Freunde anrufen ist gut, sie aber persönlich treffen ist besser.
Manchmal ist es echt schwierig, Mädelsabende zu organisieren. Da ist zum Beispiel die eine, die jeden Abend zum Töpferkurs geht, die andere, die bis 22 Uhr im Fitnessstudio abhängt, und die Anführerin der Clique, die immer ausgebucht ist – es ist gar nicht so einfach, alle Termine unter einen Hut zu bringen. Man muss quasi ein Jahr im Voraus planen, um den richtigen Termin zu finden, während in der Pubertät ein einziger Codename reichte, um alle zusammenzutrommeln.
Was man im Zeitalter von Textnachrichten und digitalen Einzelgesprächen vielleicht als optionalen Abend betrachtet, sollte wieder Priorität bekommen. Wir werden uns ein zweistündiges Gespräch, in dem wir gemütlich im Pyjama über Gott und die Welt diskutieren, nicht entgehen lassen. Dramatische Sprachnachrichten, geflüsterte „Warte, ich erzähle dir was!“ unter der Bettdecke, kurze Nachbesprechungen zwischen U-Bahn-Haltestellen – all das ist wertvoll. Es spart Zeit, lindert Sorgen und hält die Verbindung aufrecht. Aber seien wir ehrlich: Nichts ersetzt das echte Leben, die dreidimensionale Erfahrung, die Anwesenheit, die Platz auf dem Sofa einnimmt.
Freunde zu sehen ist ein Erlebnis für alle Sinne. Es sind ihre Gesichtsausdrücke, wenn sie jemanden wortlos beurteilen. Es sind die Blicke, die Bände sprechen. Es ist die spürbare Energie, die Stille, die nicht peinlich ist, das laute und intensive Lachen. Am Telefon redet man. Im echten Leben lebt man zusammen.
Anrufe halten die Freundschaft am Leben. Sich zu sehen, befeuert sie zusätzlich. Beides ist wichtig, aber ein gemeinsames Lachen am Tisch ist immer noch schöner als ein lachendes Emoji. Manchmal ist das gemütliche Bett unserer Freunde genauso einladend wie die Couch beim Therapeuten.
