Make-up ist in erster Linie ein Spielplatz, ein Raum für Ausdruck und Freude. Unabhängig von Alter, Gesichtszügen oder Stimmung hat jeder das Recht zu experimentieren, mutig zu sein und Spaß zu haben. Die „Halo-Eyes“-Technik bildet da keine Ausnahme: Sie richtet sich nicht an eine bestimmte Altersgruppe, sondern an alle, die ihre Augen zum Strahlen bringen und ihnen mehr Ausdruck verleihen möchten.
Was sind „Halo-Augen“?
Die „Halo-Eye“-Technik basiert auf dem Spiel von Licht und Kontrast. Dabei werden dunklere Farbtöne auf die inneren und äußeren Augenwinkel aufgetragen, während die Mitte des Lids mit einer helleren, leuchtenderen Farbe betont wird. Diese Anordnung lenkt den Blick auf natürliche Weise zur Mitte des Auges und erzeugt so einen optischen Eindruck von Offenheit und Tiefe.
Diese Technik eignet sich für alle Augenformen, Stile und Vorlieben: von einem sehr natürlichen Make-up bis hin zu einem raffinierten Look ist alles möglich. Wichtig ist, die Texturen und Farben an Ihren persönlichen Stil anzupassen, nicht an die Vorgaben anderer.
Wie erzeugt man ganz einfach „Halo-Augen“?
- Alles beginnt mit der Basis. Eine dünne Schicht Primer oder gut verblendeter Concealer bereitet das Augenlid vor und sorgt für besseren Halt des Make-ups. Außerdem bietet sie eine glatte Oberfläche, ideal für das Erstellen von Farbverläufen.
- Tragen Sie anschließend einen sanften Übergangston in der Lidfalte auf. Ein Taupe, ein warmes Beige oder ein rosiges Braun eignen sich beispielsweise perfekt, um die Augen zu definieren, ohne sie zu beschweren. Dieser Schritt dient als Basis für das restliche Make-up und erleichtert das Verblenden.
- Nun wird eine intensivere Farbe auf den inneren und äußeren Augenwinkel aufgetragen. Der Trick besteht darin, das Produkt sanft einzuklopfen und so eine Art Klammer um die Mitte des Augenlids zu formen. Dabei sollte man nicht zu nah an den inneren Augenwinkel kommen, um einen leichten Druck zu gewährleisten.
- Tragen Sie in der Mitte des Lids einen helleren, leuchtenderen Farbton auf: Champagner, zartes Gold, Satin-Beige oder je nach Stimmung auch ein helles Rosa. Dieser zentrale Akzent fängt das Licht ein und erzeugt den schmeichelhaften Halo-Effekt.
- Abschließend werden alle Übergänge sorgfältig verblendet, um einen nahtlosen, luftigen und harmonischen Effekt zu erzielen. Keine scharfen Linien, keine harten Übergänge: Das Geheimnis der „Halo-Augen“ liegt in der Weichheit.
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Eine Technik, keine Verpflichtung
Der „Halo-Eye“-Look ist weder eine Regel noch eine Universallösung oder eine Reaktion, die auf ein bestimmtes Alter beschränkt ist. Er ist einfach eine von vielen Techniken, die Sie anwenden können, wenn sie Ihnen gefällt, und beiseite lassen, wenn sie Ihnen nicht steht. Ob Sie 20, 40, 60 oder älter sind – Sie können Glitzer, matte Finishes, leuchtende Farben, tiefes Schwarz oder einen sehr hellen Nude-Ton tragen.
Schönheit kennt kein Alter, keine Grenzen und keine festen Standards. Sie entsteht jeden Tag aufs Neue, je nach Stimmung, Persönlichkeit und dem Wunsch, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Der „Halo-Effekt“ ist ein wunderbares Mittel, um mit Licht und Blick zu spielen, doch Ihr größtes Kapital bleibt natürlich Ihr Selbstvertrauen.
Kurz gesagt: Entgegen der landläufigen Meinung gibt es keine strengen Regeln für das Make-up ab 50. Falten, Fältchen oder auch geschmeidigere Augenlider sind weder Makel, die korrigiert werden müssen, noch Einschränkungen, die man respektieren sollte – sie sind einfach natürliche Merkmale Ihres Gesichts. Diese Technik verleiht Ihrem Blick mehr Tiefe; ob Sie sie anwenden oder nicht, bleibt Ihnen überlassen, denn die einzige Regel, die beim Schminken wirklich zählt, ist, sich wohlzufühlen.
