Paris Tier (@pazlenka) wurde lange Zeit wegen ihres Aussehens kritisiert. Heute erzählt die australische Content-Creatorin, wie sie diese schwierige Zeit in eine Quelle innerer Stärke verwandelt hat. Ihre Geschichte erinnert uns daran, wie wichtig Selbstakzeptanz und Respekt vor dem eigenen Körper sind.
Cybermobbing, das seine Spuren hinterlassen hat
Mit gerade einmal 23 Jahren geriet Paris Tier durch ihre Präsenz in den sozialen Medien und ihre Beziehung zum australischen Footballspieler Conor Stone ins Rampenlicht. Dieser gestiegenen Bekanntheit folgte schnell eine Welle negativer Kommentare zu ihrem Aussehen. Hinter den Kulissen wurden einige Bemerkungen besonders bösartig und eskalierten zu Beleidigungen und Drohungen. Diese Situation belastete Paris Tier zutiefst und gefährdete ihr psychisches Wohlbefinden.
Im Jahr 2025, angesichts dieses ständigen Drucks, beschloss sie schließlich, ihre Instagram-Posts vorerst einzustellen. Diese schwierige Zeit ließ sie erkennen, welchen Einfluss die Meinungen anderer auf ihr Selbstwertgefühl haben konnten. Paris Tier erinnert sich an Zeiten, in denen sie nicht einmal die Kraft hatte, morgens aufzustehen.
Diesen Beitrag auf Instagram ansehen
Eine Auszeit nehmen, um wieder besser in Kontakt zu treten
Um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, traf Paris Tier eine wichtige Entscheidung: Sie zog sich für mehrere Monate von den sozialen Medien zurück. Diese Auszeit gab ihr den nötigen Freiraum, sich fernab von den Urteilen anderer wieder auf sich selbst zu konzentrieren.
Unterstützt von ihrem Partner und ihren Angehörigen lernte sie allmählich, nicht mehr die Anerkennung anderer zu suchen. Diese Zeit der Selbstreflexion ermöglichte es ihr, ein positiveres Verhältnis zu sich selbst aufzubauen. Heute bestätigt sie, dass sich ihre Perspektive verändert hat: „Ich spreche nicht mehr davon, gehasst zu werden, weil ich mich selbst liebe.“ Diese Aussage verdeutlicht ihren Fortschritt und das wiedergewonnene Selbstvertrauen.
Selbstakzeptanz im Mittelpunkt ihrer Rekonstruktion
Für Paris Tier geht es bei wahrer Veränderung nicht um ihr Aussehen, sondern um ihre Selbstwahrnehmung. Sie erklärt, dass sie verstanden hat, dass Glück nicht von der Meinung anderer abhängt, sondern von der Fähigkeit, sich selbst vollkommen anzunehmen. Ihrer Meinung nach ist der Versuch, es allen recht zu machen, ein unmögliches Unterfangen.
Der Schlüssel liegt darin, ein starkes Selbstwertgefühl aufzubauen, das auf den eigenen Werten und nicht auf der Meinung anderer beruht. Paris Tier räumt jedoch ein, dass manche Wunden bestehen bleiben. Sich selbst wieder aufzubauen bedeutet nicht, vergangene Schwierigkeiten vollständig auszulöschen, sondern zu lernen, mit mehr Selbstmitgefühl voranzugehen.
Diesen Beitrag auf Instagram ansehen
Um ein neues Bild von Frauen im Sport zu vermitteln
Aufgrund dieser Erfahrung möchte Paris Tier auch die Einstellung gegenüber sogenannten „WAGs“ verändern, einem Begriff für die Partnerinnen von Sportlern („Ehefrauen und Freundinnen“). Sie weigert sich, diese Frauen ausschließlich über ihre Beziehung zu einem Sportler zu definieren.
Mit ihrem Podcast und ihren Social-Media-Aktivitäten möchte sie die Ambitionen, Projekte und Persönlichkeiten anderer Frauen in den Vordergrund rücken. Für Paris Tier bedeutet die Nähe zur Sportwelt nicht, im Schatten ihres Partners zu stehen. Ihre Botschaft ist klar: Jede Frau kann ihren eigenen Weg gehen, ihre Talente entfalten und ihren Platz einnehmen – unabhängig von ihrer Beziehung oder den Meinungen anderer.
Paris Tiers Geschichte zeigt, dass man nach wiederholter Kritik das Selbstvertrauen zurückgewinnen kann. Sie unterstreicht eine wichtige Erkenntnis: Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seinem Aussehen oder der öffentlichen Meinung. Sie ist eine Einladung, Selbstwertgefühl zu entwickeln, den eigenen Körper anzunehmen und mit mehr Selbstmitgefühl voranzugehen.
