Der Dachboden der Großeltern ist eine wahre Goldgrube. Während wir als Kinder aus Angst vor einem Monster keinen Fuß hineinsetzten, wagen wir uns als Erwachsene nur allzu gern dorthin, um vergessene Schätze zu entdecken und wertvolle Stücke unter einer Staubschicht freizulegen. Als eine Content-Creatorin diese Tür aufstieß, die eine ganze Welt verbarg, entdeckte sie einen begehbaren Kleiderschrank, der selbst den größten Hollywoodstars alle Ehre gemacht hätte. Der Dachboden ihrer Großmutter ist einzigartig.
Ein Dachboden voller außergewöhnlicher Outfits
Der Dachboden dient oft als Abstellraum. Kisten mit Erinnerungsstücken stapeln sich dort und verkümmern. Sie enthalten alte Dekorationen, die man nicht mehr sehen kann, Familiensilber, Spielzeug von großem sentimentalen Wert, das nur knapp dem Müll entgangen ist, oder Schmuckstücke, die die Spuren der Zeit tragen.
Bei uns zu Hause gleicht es eher einem Schrottplatz, aber bei meinen Großeltern ist dieser Raum ein kleines Paradies. Seit dem Vintage-Boom und der Beliebtheit von Auktionssendungen strömen junge Leute dorthin, in der Hoffnung, eine signierte Tasse, eine Sammlerlampe oder gar ein Möbelstück in limitierter Auflage zu ergattern. Selbst Ali Babas Höhle ist nicht so gut bestückt.
Manche kehren von ihrer Suche mit leeren Händen zurück, andere haben mehr Glück und machen unerwartete Entdeckungen. Als die Content-Creatorin @colinedlg diese Tür betrat, die Kinder erschreckt, entdeckte sie zu ihrer Überraschung einen unglaublichen Kleiderschrank. Auf den ersten Blick ähnelt dieser Dachboden einem Schmuggelwarenladen oder, noch besser, einer Kostümecke am Filmset. Doch in diesem einzigartigen Dachboden gibt es weder Geräte mit unbekanntem Zweck noch irgendwelchen nutzlosen Krimskrams.
Ihre Großmutter Kakita sammelte Kleidung wie andere Briefmarken. Und nicht irgendwelche Kleidung. Diese Stücke, die direkt aus den Kleiderschränken von Brigitte Bardot oder Marilyn Monroe zu stammen scheinen, sind Ikonen. Mehr als nur Kleidungsstücke, sind sie Zeitzeugen, Zeugnisse eines freien, ausdrucksstarken und mühelos eleganten Stils. Und ihre Enkelin, die selbst ein Gespür für Stil hat, erweckt diese Outfits, die viel zu lange an Kleiderbügeln hingen, zu neuem Leben.
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Wenn ein Kleidungsstück zu einem Bindeglied wird
In diesem herzerwärmenden Video nimmt Oma ihre Rolle als Stylistin sehr ernst. Sie freut sich, zu sehen, wie die Outfits, die mit Erinnerungen verbunden sind, an ihrer Enkelin zum Leben erwachen. Und Coline lässt sich ihrerseits führen, genau wie die Models backstage bei der Fashion Week. Sie vertraut dem offensichtlichen Geschmack ihrer ältesten Tochter. Und während die Outfits angezogen werden, entsteht ein wunderschöner Spiegeleffekt. Kakita erblüht in den Augen ihrer Enkelin. Sie entdeckt diese Outfits, die sie so gerne getragen hat, aus einer neuen Perspektive. Eines ist sicher: Sie hätte eine Karriere als Personal Shopperin machen sollen.
Während Coline als Model dient, kreiert Kakita emsig maßgeschneiderte Looks für sie. Ein makelloser Trenchcoat aus Krokodilleder, ein figurbetontes Polka-Dot-Kleid von makelloser Qualität, ein Anzug im Stil von Karl Lagerfeld, ein Retro-Schal, der schätzungsweise über 50 Jahre alt ist, und ein Leopardenmantel – diese Outfits sind der Diva, der sie gehören, würdig. Mit jedem neuen Ensemble beweist Kakita ihr ausgeprägtes Stilgefühl und inspiriert alle Generationen.
Wie Maler hat auch sie verschiedene Phasen durchgemacht: die glamouröse Ära, die verspielten Hippie -Jahre, die Rockjahre, die 80er und den Boom der Minikleider. Mit all ihren modischen Entscheidungen beweist sie, dass noch nichts erfunden ist. Es ist schwer, bei diesem generationsübergreifenden Schauspiel nicht zu schmunzeln.
Eine Bindung, die Alter und Stoff überdauert.
Coline selbst sagt: „Kakita spielt mit mir Puppen.“ Es ist fast schon ein Ritual geworden. Dieser Dachboden, der sich von allen anderen deutlich unterscheidet, ist ihr Treffpunkt. Er ist der Ausgangspunkt ihrer modischen Abenteuer. Während sich manche Enkelkinder damit begnügen, in alten Fotoalben zu blättern oder Videos vom Camcorder anzusehen, durchstöbert Coline den riesigen Kleiderschrank ihrer Großmutter und kreiert deren Looks nach deren Empfehlungen.
Nein, Großmütter kannten nicht immer nur die Dunkelheit gestrickter Westen oder die Wärme wärmender Wollröcke. Auch sie sind der Verlockung von Fuchsia, tiefen Ausschnitten, Pailletten und raffinierten Schlitzen erlegen. Kakita ihrerseits trug monumentale Hüte, die selbst Königin Elizabeth erröten ließen, Outfits, die mit denen von Beyoncé mithalten können, und Kleider, die von denen auf den großen Laufstegen kaum zu unterscheiden sind. Sie besitzt die perfekte Star-Ausstrahlung, und Coline ist auf dem besten Weg, in ihre Fußstapfen zu treten.
Jenseits der Kleidung und ihres ästhetischen Wertes birgt dieser Dachboden etwas viel Kostbareres: ein unsichtbares Erbe. Jedes Stück erzählt die Geschichte einer Ära, einer Stimmung, einer früheren Version von Kakita. Und indem Coline sie trägt, kleidet sie sich nicht nur ein, sondern führt eine Geschichte fort.
