Lisa Oxenham, eine 50-jährige Mutter, stillte ihr Neugeborenes mehrere Jahre lang – eine Entscheidung, die in den sozialen Medien heftige Diskussionen auslöste. Ihr offener Bericht zeugt von ihrer tiefen Überzeugung, trotz der Vorurteile und Tabus, die diese Praxis umgeben.
Eine uneingeschränkt bejahte mütterliche Entscheidung
Lisa Oxenham erklärt, dass sie ihre Tochter bis zum dritten Lebensjahr gestillt hat und bekräftigt ihre Absicht, dies auch mit ihrem Sohn zu tun. Sie sagt, dass ihr das lange Stillen tägliche Freiheit schenkt, da sie die Einschränkungen des Flaschenfütterns vermeidet, und gleichzeitig eine starke und tröstliche Bindung zu ihrem Kind ermöglicht. Dieser natürliche und instinktive Akt bereitet ihr große persönliche Zufriedenheit, trotz der Schwierigkeit, ihn mit ihrem Berufs- und Sozialleben zu vereinbaren.
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Gegensätzliche Reaktionen und hartnäckige Tabus
In den sozialen Medien hat ihr Vorgehen heftige Kritik ausgelöst, von Unverständnis bis hin zu bösartigem Spott, die mitunter von Männern wie Frauen verstärkt wird, die strengen gesellschaftlichen Normen anhängen. Diese Ablehnung scheint tief in einer kulturellen Perspektive verwurzelt zu sein, in der Brüste sexualisiert werden und ein sehr frühes Abstillen erwartet wird. Dennoch verteidigt die Mutter ihre Entscheidung und betont die schützende Wirkung des Langzeitstillens für die Gesundheit des Kindes und das Wohlbefinden der Mutter.
Eine Debatte, die im weiteren Sinne unsere Beziehung zur Mutterschaft in Frage stellt
Über die Frage der persönlichen Entscheidung hinaus wirft diese Debatte wichtige Fragen auf: die Freiheit von Müttern, ihre Kinder nach eigenem Ermessen zu ernähren, und die Hinterfragung von Urteilen über ihren Körper und ihre Praktiken. Sie verdeutlicht auch die Schwierigkeiten, mit denen viele Frauen konfrontiert sind, wenn sie Mutterschaft, Beruf und gesellschaftlichen Druck unter einen Hut bringen müssen. Diese Aussagen regen zu einer notwendigen Reflexion über die Vielfalt mütterlicher Liebe und die Infragestellung starrer Normen an.
Die Geschichte von Lisa Oxenham, einer 50-jährigen Mutter, erinnert uns daran, dass Erziehungsentscheidungen zutiefst persönlich sind und weder von den Meinungen anderer diktiert noch verurteilt werden sollten. Indem sie ihre Erfahrungen teilt, hebt Lisa Oxenham die Vielfalt der Erziehungsstile hervor und ermutigt zu mehr Toleranz gegenüber jenen, die von traditionellen Modellen abweichen. Ihr Bericht regt uns dazu an, darüber nachzudenken, welchen Freiraum wir Eltern geben, um frei zu entscheiden, was das Beste für ihre Kinder ist, und wie wichtig es ist, Tabus zu überwinden, um den Weg für einen offeneren und respektvolleren Dialog über Erziehung zu ebnen.
