Paare brechen mit Traditionen und etablierten kulinarischen Regeln. Manche engagieren Foodtrucks an ihrer Hochzeitslocation, andere entscheiden sich für Themenbuffets, und wieder andere präsentieren Pasta in allen erdenklichen Variationen. Dieses Gericht, das man eher in Studentenküchen als auf eleganten Festtafeln findet, erhebt nicht den Anspruch, mit typischen Gourmetmenüs mithalten zu können. Doch es besticht durch seine Unkonventionalität.
Pasta als Hauptgericht – eine gewagte Wahl
Stellen Sie sich einen perfekt gedeckten Tisch vor, geschmückt mit einem vergoldeten Kandelaber, Wildblumen und Kristallgeschirr. Pasta, ein günstiges und schnell zubereitetes Gericht für gemütliche Tage, wirkt in diesem eleganten Ambiente fast fehl am Platz. Denkt man an ein Hochzeitsmenü, hat man spontan ein wunderschönes Hähnchen auf einem Bett aus Bio-Gemüse oder eine Entenbrust mit Kartoffelgratin vor Augen.
Man erwartet, auf seinem Pergament prestigeträchtige kulinarische Titel in romantischer Schrift zu lesen. Etwas weniger, ein einfaches Gericht zu genießen, das man auswendig kennt. Die Content-Creatorin @chlosertoyou überraschte die Gaumen ihrer Gäste mit einer raffinierten Pasta-Variante. Wie viele Paare, die veraltete Bräuche und kulinarische Normen satt haben, fand sie Originalität in purer Einfachheit.
Und sie hat dieses Menü nicht gewählt, um vor den wachsamen Augen des Fotografen Susi und Strolch nachzuspielen. Pasta, dieses Grundnahrungsmittel, das immer dann zur Hand ist, wenn die Inspiration fehlt und das ständig auf den Lippen von Studenten auftaucht, ist in Italien eine wahre Institution. Hier sprechen wir nicht von einfachen Makkaroni mit Käse oder Spaghetti mit Ketchup, sondern von aufwendigeren Rezepten. Die Influencerin hat diesem zu Unrecht unterschätzten Gericht alle Ehre gemacht. Während ihre Freunde beim Anblick des Menüs zunächst das Gesicht verzogen, als wollten sie sagen: „Das geht gar nicht“, änderten sie schnell ihre Meinung.
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Eine Hochzeit mit dem guten Geschmack von Dolce Vita
Während einige mutigere Bräute die traditionelle Hochzeitstorte durch einen riesigen Mozzarella oder ein XXL-Tiramisu ersetzten, wählte Chloé etwas vernünftigere und pragmatischere Gerichte. Wie sie in ihrem Video erklärt, war das Motto des Hochzeitsessens italienisch. Pasta, die sich leichter aufwerten lässt als die beliebte Pizza, war daher die naheliegende Wahl.
Die Content-Erstellerin, die Klischees vermied und das Hochzeitsmenü geschmackvoll neu interpretierte, begnügte sich nicht mit ein paar Antipasti und etwas Parmesan. Zur Vorspeise gab es gegrillten Oktopus, Rindercarpaccio, Trüffel-Arancini, ein Duo aus Burrata und Tomaten… Das Erlebnis begann mit dem ersten Bissen. Diese Gerichte, deren Aromen schon an die Mailänder Kopfsteinpflastergassen erinnerten, waren nur ein kleiner Vorgeschmack. Der Rest des Menüs war ebenso vielversprechend.
Wer sagt, Pasta könne nicht schick sein und mit den feinsten Gerichten der französischen Küche mithalten? Chloé wählte für ihre Hochzeit drei Pasta-Variationen: Trüffelpasta, Pasta mit Venusmuscheln und Ragù-Pasta. Diese italienisch inspirierten Spezialitäten beweisen, dass Pasta nicht nur zur Schürze der Großmutter, sondern auch zu eleganten Kleidern und Kostümen passt.
Der Wunsch nach einer wirklich individuellen Hochzeit
Heutzutage streben Paare nach mehr Freiheit und nehmen die Gebote ihrer Verwandten weniger ernst. Sie geben sich in Satinpyjamas vor dem Altar das Ja-Wort, veranstalten spontan riesige Grillfeste auf Schlossgeländen und stoßen mit Picknicks inmitten von Feldern auf ihre Ehe an.
Während Hochzeiten früher weitgehend von den Eltern bestimmt wurden, werden sie heute als ganz persönliche Angelegenheit erlebt. Vom Menü über die Aktivitäten bis hin zum Tanz – moderne Hochzeiten folgen einem Leitprinzip: Individualität . Paare versuchen nicht mehr, den älteren Familienmitgliedern zu gefallen; sie wollen ihre kühnsten Träume verwirklichen, selbst wenn dies einige der älteren Gäste schockiert. Sie übernehmen wieder die Kontrolle und lassen ihrer Kreativität freien Lauf, von der Kleidung bis zum Essen.
Bei der Hochzeit Pasta servieren, beim Verlassen der Kirche Seifenblasen pusten, anstelle der üblichen kandierten Mandeln Päckchen mit Saatgut zum Anpflanzen anbieten… Das ist keine Provokation, sondern einfach ein Zeichen angenehmer Emanzipation.
