Aus Zeit-, Geld- oder Selbstzweifeln schneiden immer mehr Frauen ihre Haare selbst und verwenden dafür einfach, was gerade da ist. Eine Content-Creatorin, die Mode und Bauarbeiten kombiniert, griff dabei zu einem Gegenstand, der eher in einen Werkzeugkasten als in eine Kosmetiktasche gehört. Kleiner Tipp: Ihr Haarschnitt war messerscharf.
Ein Laser zum Haareschneiden
Sich selbst die Haare zu schneiden, ist ein riskantes Unterfangen, besonders wenn man in Geometrie völlig unbegabt ist und keine Erfahrung mit Haaren hat. Manche Frauen folgen gewissenhaft zuverlässigen Online-Tutorials, während andere improvisieren und auf ihren Einfallsreichtum vertrauen. Eine DIY-Beauty-Enthusiastin namens @makristia tauschte ihren Kamm gegen einen Baulaser, um ihre Schere zu führen und einen asymmetrischen Stufenschnitt zu vermeiden.
Die Content-Creatorin, die sowohl mit Mascara als auch mit dem Akkuschrauber gleichermaßen geschickt ist und sich in Latzhose wie in Satinkleid gleichermaßen wohlfühlt, ist eher an das Bearbeiten von Holzbrettern als an Keratinbehandlungen gewöhnt. Für diese kleine Haarveränderung griff sie jedoch zu ihren besten Mitteln und plünderte nicht etwa ihre Badezimmerschubladen, sondern ihre Werkbank in der Garage. Und man muss sagen: Diese vom Bauwesen inspirierte Technik wirkt wahre Wunder!
Dieses im Maurerhandwerk häufig verwendete Messwerkzeug zieht eine klare Linie durch das ungewöhnlich lange Haar der erfahrenen Arbeiterin. Ihr Kollege, der keine Friseurkenntnisse besitzt, hilft ihr bei dem kniffligen Teil. Mit dem hinteren Teil des Haarschneiders schneidet er die Spitzen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen .
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Der ungewöhnliche und kostengünstige Trick, der anspricht
In der Bildunterschrift, die Humor und Fachjargon gleichermaßen vereint, rechtfertigt die Content-Erstellerin ihre Arbeit: „Friseursalons sind zu teuer.“ Und damit hat sie nicht ganz unrecht. Frauen geben durchschnittlich 40 € für einen einfachen Haarschnitt aus, während Männer beim Friseur um die Ecke kaum 10 € zahlen. Diese junge Frau, mit ihrem handwerklichen Geschick und ihrem Beruf, hat ihr Werkzeug clever eingesetzt. Und der Erfolg ist überwältigend.
Während manche Frauen ein Haargummi benutzen, um ihre Frisur zu richten, entschied sich diese Alleskönnerin für einen vertrauteren Gegenstand, dessen Präzision sie versteht. In den Kommentaren lobten Internetnutzer diese ungewöhnliche Lösung und verglichen die junge Frau mit Kim Possible. „Das ist vielleicht das Genialste, was ich je im Internet gesehen habe“, hieß es in einem Kommentar. Selbst Profis aus der Branche sind von der Idee angetan. „Als Friseurin finde ich das super, und wir könnten das gut gebrauchen“, fügte eine hinzu.
Stereotypen über Frauen, die sich für Heimwerken begeistern, abbauen
In ihrem Video gibt die alleinerziehende Mutter nicht nur einen Haartipp, sondern interpretiert auch ihren Beruf neu, der immer wieder mit Männern in Verbindung gebracht wird. Sie definiert nicht nur ihre Frisur neu, sondern auch die damit verbundenen Stereotype. Cargohosen und Kampfstiefel gehören zu ihrer Alltagskleidung. Weit entfernt davon, nur am Wochenende zu basteln oder als „Hilfskraft“ im Büro lediglich Tapezieren zu können, packt sie selbst mit an (oder besser gesagt: mit Zement).
Anders als man vielleicht vermuten würde, ist dieses Werkzeug, das seinen ursprünglichen Zweck umfunktioniert hat, nicht nur ein gelegentliches Accessoire, das in ihrer Garage verstaubt. Es ist ein Werkzeug, das sie immer bei sich trägt. Denn wenn sie zur Arbeit geht, greift sie nicht zu einer Designerhandtasche, sondern zu einem Aktenkoffer voller Schraubenschlüssel und Schraubendreher. Mit ihrer Frisur beweist sie, dass nicht alle Frauen in der Baubranche burschikose Kurzhaarfrisuren und „maskuline“ Manieren haben.
Falls du jemals darüber nachgedacht hast, dir selbst die Haare zu schneiden, weißt du jetzt, was zu tun ist. Dieses Tutorial, anders als alles, was du bisher in den sozialen Medien gesehen hast, ist perfekt, um deinem Haar einen frischen, neuen Look zu verpassen.
