Während der Londoner Fashion Week ereignete sich ein unerwarteter Zwischenfall. Bei der Show von Erica Myat zersplitterte vor den Augen des Publikums ein Schaufenster, was in den sozialen Medien eine Welle von Reaktionen auslöste.
Ein spektakuläres Finale der London Fashion Week
Vom 19. bis 23. Februar 2026 präsentierte die London Fashion Week die Herbst/Winter-Kollektionen 2026/2027. Zu den meistdiskutierten Momenten dieser Ausgabe zählte die Londoner Premiere der Designerin Erica Myat. Die junge Designerin, die 2024 ihr Studium am Central Saint Martins abschloss, präsentierte ihre Kollektion mit dem Titel „Antechamber“.
Die Show endete mit einer eindrucksvollen Szene: Ein in Weiß gekleidetes Model zerschlug in einem geschlossenen Raum mit einem Hammer eine Glaswand. Das Geräusch des zersplitternden Glases ließ das Publikum erschaudern. Innerhalb weniger Stunden kursierten Aufnahmen des Finales auf X (ehemals Twitter), Instagram und TikTok und katapultierten Erica Myats Show in die Riege der viralsten Momente der Woche.
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„Vorzimmer“, eine Geschichte der Emanzipation
Laut den veröffentlichten Informationen zur Show erkundete „Antechamber“ den inneren Weg einer Frau von Unterdrückung zu Selbstakzeptanz. Die Show begann mit dunklen, strukturierten Silhouetten, bevor gewagtere Stücke enthüllt wurden: Satinminikleider, leichte Blusen mit sichtbarer Unterwäsche, mit Federn verzierte Kreationen und aufwendig gearbeitete Lederjacken.
Die abschließende Geste – das Zerbrechen des Glases – wurde als Metapher für den Bruch mit gesellschaftlichen Normen und Zwängen inszeniert. Das Bild des Models, erst gefangen und dann befreit, wurde weithin als Symbol persönlicher Emanzipation interpretiert. Diese performative Dimension trug dazu bei, Erica Myats Show in ein authentisches Erzählerlebnis zu verwandeln, das weit über die bloße Präsentation von Kleidung hinausging.
Das Vermächtnis spektakulärer britischer Shows
Erica Myats Inszenierung steht in der Londoner Tradition, Mode zur Performance zu machen. Auch der Designer Alexander McQueen schrieb Modegeschichte mit seinen inszenierten, oft theatralischen und symbolträchtigen Modenschauen. Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre verwandelte McQueen seine Laufstege in immersive Räume und experimentierte mit Glaskäfigen und eindrucksvollen Bühnenbildern.
Dieser Ansatz hat mehrere Generationen britischer Designer maßgeblich beeinflusst. Indem sie während einer Modenschau ein Schaufenster zerschlug, scheint Erica Myat dieses Erbe, in dem Spektakel und Botschaft eine zentrale Rolle spielen, wieder aufzugreifen.
Eine Szene, die in den sozialen Medien für Furore sorgte.
Die Sequenz löste umgehend gemischte Reaktionen aus. Einige Internetnutzer lobten die Kühnheit und die symbolische Kraft des Finales. Andere stellten die Sicherheitsvorkehrungen und die spektakuläre Inszenierung infrage. Ungeachtet dessen erlangte die Show beträchtliche Aufmerksamkeit. In einer Zeit, in der virale Verbreitung die Karriere junger Designerinnen und Designer entscheidend beeinflussen kann, könnte dieser eindrucksvolle Moment für Erica Myat einen Wendepunkt markieren.
Indem sie bei ihrer ersten Londoner Modenschau ein Schaufenster zerschlug, schuf Erica Myat einen der meistdiskutierten Momente der Fashion Week 2026. Mehr als nur ein spektakulärer Effekt, ist diese Geste Teil einer britischen Tradition, in der Mode zum Geschichtenerzählen und zur Performance wird.
