Die amerikanische Country-Sängerin und Songwriterin Carly Pearce gab dem Podcast „The Person Who Believed in Me “ des Journalisten David Begnaud ein offenes Interview. Darin sprach sie über ihre kurze Ehe mit dem ebenfalls amerikanischen Country-Sänger und Songwriter Michael Ray, die im Oktober 2019 begann und nur acht Monate später, im Juni 2020, mit der Scheidung endete.
Eine Erkenntnis, die am Abend der Hochzeit begann
Im Zentrum ihrer Aussage steht eine brisante Enthüllung: Carly Pearce gibt an, bereits am Abend der Zeremonie gewusst zu haben, dass ihre Ehe scheitern würde. „Manchmal spürt man einfach, wenn etwas nicht stimmt. Ich glaube, jeder in meinem Umfeld wusste, dass ich einen großen Fehler begangen hatte“, vertraut sie an. Auf die Frage, warum sie die Hochzeit dennoch durchgezogen hat, erklärt sie, dass sie eine andere Seite ihres Ex-Mannes viel zu spät entdeckt habe.
Die Scheidung wurde trotz des Drucks akzeptiert.
Mit bemerkenswerter Klarheit erklärt Carly Pearce, dass sie sich weigerte, in dieser Vernunftehe zu bleiben. „Ich bin nicht geblieben, weil die Gesellschaft es von mir verlangte. Ich bin nicht geblieben, weil ich eine Person des öffentlichen Lebens bin. Ich hatte genug“, erklärt sie. Und sie fügt mit entwaffnender Entschlossenheit hinzu: „Mir wurde sehr schnell klar, dass ich das nicht verdient hatte, und ich habe mein Leben zerstört, um da rauszukommen.“ Eine Aussage, zu der sie voll und ganz steht.
Musik als Ventil
Um diese Zeit zu verarbeiten, wandte sich Carly Pearce ihrer Kunst zu. 2021 veröffentlichte sie das Album „29“, auf dem sechs Songs die Folgen ihrer Scheidung thematisieren. „Ich bin im echten Leben nicht besonders kommunikativ. Deshalb habe ich sechs sehr intensive Songs über diese Geschichte geschrieben“, erklärt sie. Zu ihrer Überraschung fanden diese Lieder großen Anklang beim Publikum und zeigten, dass es vielen anderen ähnlich ging.
Mit ihrem Zeugnis bietet Carly Pearce eine seltene und differenzierte Perspektive. Indem sie diese Lebensabschnitte öffentlich teilt, trägt sie dazu bei, die Diskussion über komplexe persönliche Lebenswege zu öffnen.
