Ein herzzerreißendes Video, das von @weatheredanystorm auf TikTok veröffentlicht wurde, hat in den letzten Tagen Millionen von Internetnutzern bewegt. Unter Tränen filmt die junge Mutter einen Moment tiefster Verzweiflung und erklärt, dass die Elternschaft „der größte Fehler ihres Lebens“ gewesen sei.
Ein unverfälschter und ungefilterter Hilferuf
Das Video von @weatheredanystorm, aufgenommen in einem Moment der Einsamkeit und sichtlich erschöpft, beleuchtet eine selten gesehene Realität: die einer Mutter, die von der emotionalen, mentalen und physischen Belastung der Erziehung eines möglicherweise autistischen Kindes überwältigt ist. Im Video sagt sie: „Wenn man nicht bereit ist, ein autistisches Kind zu haben oder was auch immer … dann sollte man keine Kinder bekommen.“ Sie vertraut an, dass sie nicht mehr weiß, wie sie damit umgehen soll: „Ich weiß nicht, ob ich das mein Leben lang aushalte. Ich werde ihn jetzt zu seinem Vater bringen, obwohl er nicht reagiert, und ihn einfach tagelang dort lassen.“ Diese Worte, gesprochen in einem Zustand völliger Erschöpfung, wurden vielfach geteilt und lösten Mitgefühl und Nachdenken aus.
@weatheredanystorm Ich weiß nicht, ob ich das mein Leben lang aushalte. Ich habe mich bisher davor gescheut, ihn zu seinem Vater zu bringen, obwohl er nicht reagiert, und ihn jetzt tagelang allein gelassen. #foryoupage #spectrum ♬ Originalton - Rani
Eine Welle der Unterstützung… und Warnungen
In den Kommentaren drücken viele Internetnutzer, oft selbst Eltern neurodiverser Kinder, ihr Verständnis aus: „Geben Sie ihn so schnell wie möglich in die Kita, Sie brauchen dringend ein Nickerchen!“ oder „Als Mutter eines autistischen Kindes … muss man erst einmal im Stillen betrauern, wie man sich die Mutterschaft vorgestellt hat. Aber ich verspreche Ihnen, dann wird Ihnen alles, was er tut, interessanter als schwierig vorkommen.“ Manche teilen auch ihre eigenen Erfahrungen und berichten von der Hilfe, die sie nach der Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt erhalten haben: „Ich war genau an diesem Punkt. Ich habe das Jugendamt angerufen und viele hilfreiche Informationen bekommen.“
Letztendlich mag das Video von @weatheredanystorm schockierend gewesen sein, doch es verdeutlicht vor allem ein hartnäckiges Tabu: das der elterlichen Reue, der mütterlichen Erschöpfung und des dringenden Unterstützungsbedarfs alleinerziehender Mütter. Es ist eine eindringliche Erinnerung daran, dass Mutterschaft nicht immer instinktiv oder unkompliziert ist – und dass ein vorurteilsfreies Gespräch darüber ein erster Schritt zu mehr Solidarität ist.
