Die Namenswahl für ein Kind ist oft ein emotionaler Moment, der von Diskussionen und manchmal auch von Zögern geprägt ist. Eine amerikanische Künstlerin beschloss, mit dieser Tradition zu brechen und überließ diese Entscheidung gewissermaßen ihrer Tochter von Geburt an. Fünfundzwanzig Jahre später sorgt diese ungewöhnliche Geschichte immer noch für Erheiterung und regt zum Nachdenken an.
Eine völlig unerwartete Vorgehensweise
Während viele werdende Eltern stundenlang Namenslisten durchforsten oder Freunde und Familie um Rat fragen, wählte Brenda Zlamany einen viel persönlicheren Weg. Vor der Geburt bereitete sie etwa hundert Kärtchen vor, jedes mit einem anderen Namen. Auf der Entbindungsstation las sie diese ihrem Baby einzeln vor und beobachtete aufmerksam dessen Reaktionen. Ihr Ziel? Den Namen zu finden, der am besten zu ihrer kleinen Tochter passte. Diese ebenso originelle wie intuitive Methode spiegelte perfekt die kreative Persönlichkeit der Mutter wider, die diese Namenswahl zu einem einzigartigen Moment machen wollte.
Zwei Namen im Finale
Im Laufe der Tage kristallisierten sich zwei Namen heraus: Imogen und Oona. Während der fünf Tage auf der Entbindungsstation setzte die Mutter, Brenda Zlamany, ihr kleines Ritual fort, überzeugt davon, dass sich einer der beiden Namen letztendlich durchsetzen würde. Laut der jungen Frau, die diese Anekdote in einem viralen Video erzählte, schien ein Name eine stärkere Reaktion hervorzurufen als die anderen. Am Ende ihres Aufenthalts war die Entscheidung gefallen: Es sollte Oona werden. Heute erklärt Oona humorvoll, dass sie vielleicht einfach von der Musikalität des Namens und dem weichen Klang seiner Vokale bezaubert war.
Eine Entscheidung, die in den letzten Augenblicken getroffen wurde
Diese sorgfältige Überlegung hätte beinahe zu einem administrativen Problem geführt . Das Personal der Geburtsstation erinnerte die Mutter angeblich daran, dass unbedingt ein Vorname in die Geburtsurkunde eingetragen werden müsse. Angesichts des Risikos, dass ihr ohne ihre Zustimmung ein Name zugewiesen würde, traf sie ihre Wahl schließlich in letzter Minute. Diese Erinnerung amüsiert Oona heute noch. Sie wurde von ihrer Mutter allein erzogen, die mit 40 Jahren Mutter wurde und deren Kreativität sie noch immer bewundert.
Ein Vorname, der Teil seiner Geschichte ist
Oona glaubt heute, dass ihr ungewöhnlicher Vorname ihre Persönlichkeit mitgeprägt hat. Wenn sie sich vorstellt, weckt er oft Neugier und führt leicht zu einem Gespräch. Für die Content-Creatorin hat ihr einzigartiger Name sie darin bestärkt, ihre Einzigartigkeit voll und ganz anzunehmen und ihre eigene Identität zu entwickeln. Sie ist sogar überzeugt, dass ihr Leben mit einem gebräuchlicheren Namen anders verlaufen wäre. Anstatt ihn ändern zu wollen, hängt sie sehr an ihm.
Eine wunderschöne Übergabe des Staffelstabs zwischen den Generationen.
Diese Geschichte könnte sogar die nächste Generation inspirieren. Wenn Oona jemals Mutter wird, möchte sie ihre Tochter Imogen nennen, den Namen, den sie selbst bei ihrer Geburt gewählt hatte. Ihren jetzigen Namen würde sie ohne zu zögern wieder wählen, sagt sie.
Abgesehen von ihrer ungewöhnlichen Natur erinnert diese Anekdote daran, dass ein Vorname oft eine Familiengeschichte erzählt, Werte verkörpert und Erinnerungen weckt. In diesem Fall wurde er zum Symbol einer besonderen Verbindung zwischen einer Mutter (Brenda Zlamany) und ihrer Tochter (Oona) – eine Geschichte, die auch heute noch Tausende von Internetnutzern berührt.
