Fast 70 % der Menschen spülen ihre Zahnbürste vor dem Auftragen von Zahnpasta unter Wasser ab, weil sie glauben, dadurch besser putzen zu können. Mehrere Zahnärzte warnen jedoch davor, dass diese Angewohnheit die Reinigungswirkung verringert. Eine im International Journal of Dental Hygiene veröffentlichte Studie bestätigt dies.
Wasser verdünnt die Wirkstoffe in der Zahnpasta.
Durch das Anfeuchten der Borsten verändert sich deren Oberflächenspannung, wodurch die Haftung der Zahnpasta verringert wird. Fluorid, antibakterielle Wirkstoffe und Abrasivstoffe werden dadurch zu schnell abgespült und verlieren laut der Studie 20–30 % ihrer Wirksamkeit. Speichel allein genügt, um das Produkt zu aktivieren – das Vorbefeuchten mit Wasser verschwendet dessen Hauptbestandteile.
Die Haare werden weich, das Bürsten wird weniger effektiv.
Weiche Zahnbürsten werden bereits empfohlen, und angefeuchtete Borsten machen sie noch weicher. Die Studie ergab eine 15%ige Reduzierung der Plaqueentfernungskapazität. „Trockenes“ Zähneputzen (direktes Auftragen der Zahnpasta) entfernt Rückstände besser, insbesondere an Backenzähnen und Zahnfleisch.
Zu schnelles Schäumen = vorzeitiges Abspülen
Das Wasser schäumt sofort stark. Instinktiv spucken wir das Produkt zu früh aus, wodurch die Einwirkzeit des Fluorids auf den Zahnschmelz (idealerweise 2 Minuten) verkürzt wird. Spülen Sie Ihren Mund nach dem Zähneputzen nicht aus: Lassen Sie das Fluorid weitere 30 Sekunden einwirken.
Gute, wissenschaftlich validierte Routine
- Trockenbürsten + Zahnpasta.
- 2 Minuten, von allen Seiten weich und geschmeidig.
- Kein sofortiges Ausspülen des Mundes.
- Bürstenkopf nach unten, 24 Stunden trocknen lassen.
Das Anfeuchten der Zahnbürste vor dem Auftragen von Zahnpasta mag hygienisch erscheinen, doch diese Studie beweist das Gegenteil: Verdünnung, weiche Borsten und Fluoridverlust. Putzen Sie Ihre Zähne trocken für eine optimale Reinigung – Ihr Zahnarzt wird es Ihnen danken!
