Das Smartphone ist längst nicht mehr nur ein praktisches Accessoire. Es ist Ausdruck unserer Persönlichkeit, ein soziales Statussymbol. Es gibt iPhone-Nutzer und die ewig Missverstandenen: diejenigen, die Android bevorzugen. Diese Technologiepräferenz ist nicht nur eine Frage der Benutzeroberfläche oder Gewohnheit. Das Smartphone in Ihrer Handfläche offenbart faszinierende Details über Ihr wahres Wesen.
Eine bahnbrechende Studie zu einem Thema voller Spannungen
Eine Studie hat dieses kontroverse Thema untersucht, und die gute Nachricht ist: In diesem technologischen Wettstreit gibt es keine Verlierer. Es ist die erste ihrer Art, die sich mit der psychologischen Sprache von Smartphones auseinandersetzt und eine Debatte ernst nimmt, die so alt ist wie diese Allzweckgeräte selbst. Während iPhone-Besitzer versuchen, Android-Nutzer zu bekehren und umgekehrt, geht es in diesem kleinen Technologiekrieg nicht nur um Design oder Funktionen.
Um in ihrer Analyse Objektivität zu gewährleisten, befragten fünf Forscher aus ganz Großbritannien 500 iPhone- und Android-Besitzer. Während eingefleischte iPhone-Nutzer oft als materialistisch und charakterlos und Android-Fans als geizig und uncool gelten, sind dies tatsächlich Missverständnisse.
Android-Besitzer sind ehrlicher
Android-Nutzer werden mal als Außenseiter, mal als altmodische Boomer abgestempelt und leiden unter zahlreichen Stereotypen. In der allgemeinen Vorstellung gelten diejenigen, die ein Android-Smartphone in der Tasche tragen, als Nerds, die immer noch den veralteten Ausdruck „ça roule“ (Alles gut) verwenden. Es ist an der Zeit, mit den Vorurteilen aufzuräumen, die iPhones als „Spielerei verwöhnter Kinder“ oder gar als etwas für „Schafe“ abtun.
Android-Nutzer folgen ungern der Masse und lassen sich nicht leicht beeinflussen. Für sie würde der Kauf eines iPhones bedeuten, all ihre Prinzipien zu verraten und sich den Reihen der „Trendfolger“ anzuschließen. Was sie nicht sind.
Laut dieser Studie sind Android-Nutzer überwiegend männlich und älter. Sie haben klare Prioritäten und sehen keinen Sinn darin, ein ganzes Monatsgehalt für ein Smartphone auszugeben, das kaum sechs Jahre hält. Ehrlich gesagt, stellen sie Praktikabilität über ihr öffentliches Image. Es ist ihnen egal, ob sie in der Öffentlichkeit als Versager gelten, solange sie finanziell davon profitieren.
Eingefleischte iPhone-Fans, eher extrovertiert
Auch iPhone-Fans werden in eine Schublade gesteckt. Viele zählen sie zur Elite und folgen dem Trend, ohne jemals eine eigene Meinung zu äußern. Sie lassen sich von Marketingversprechen verführen. Oft als oberflächlich und verschwenderisch abgestempelt, werden sie mitunter sogar als „reiche Kinder“ bezeichnet. Stereotypen zufolge sind sie oberflächliche Menschen, die sich eher sozialen Status als einen funktionalen und nützlichen Gegenstand kaufen. Der angebissene Apfel gilt fast als Heiliger Gral, als Symbol für finanziellen Erfolg . Die Studie fällt jedoch eher positiv für sie aus, auch wenn da etwas Wahres dran ist.
Viele Menschen schätzen die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit des Apple-Systems, nicht nur das Logo. Wer iPhones sammelt und sofort in den Laden stürmt, sobald ein neues Modell erscheint, ist tendenziell extrovertierter und kontaktfreudiger. Gleichzeitig nehmen sie die Meinungen anderer sehr ernst und legen Wert darauf, wie sie von anderen wahrgenommen werden. Ein iPhone zu besitzen, ist gewissermaßen ein Statussymbol . Sie bevorzugen ein geschlossenes, aber stabiles System gegenüber komplexen Anpassungsmöglichkeiten. Zudem haben sie ein ausgeprägtes ästhetisches und organisatorisches Gespür.
Ob Android- oder iPhone-Nutzer, Ihr Smartphone ist wie ein Spiegelbild Ihrer selbst, ein Abbild Ihrer selbst. Doch manche Menschen, die der Vergangenheit nachtrauern oder unter der digitalen Überforderung leiden, greifen wieder zu einfachen Handys. Diese Rückbesinnung wirft Fragen nach der Rolle neuer Technologien in unserem Alltag auf.
