Viele Frauen, die tagsüber oder nachts allein Auto fahren, kennen diese nagende Angst: Was, wenn ein Fremder sie nicht in Ruhe lässt? In einem viel geteilten Video erzählt Celia Dhn (@hytanie), wie ein Autofahrer sie verfolgte und belästigte, nachdem sie ihm ihre Social-Media-Profile nicht geben wollte. Besonnen und ohne Panik konnte sie die Situation entschärfen und erntete dafür viel Unterstützung und Bewunderung in den sozialen Medien.
Eine beunruhigende Begegnung auf der Straße
Alles begann, als Celia Dhn (@hytanie) auf einer ganz normalen Straße unterwegs war. Plötzlich schnitt ihr ein Mann den Weg ab und stellte sich dann vor ihr, um hinter einer Mautstelle zu warten. Als sie sich seinem Auto näherte, wirkte sein Tonfall bemüht, locker zu sein: Er meinte, sie sähe „gar nicht schlecht aus“ und fragte nach ihrem Instagram-Namen. Celia Dhn (@hytanie) lehnte ruhig, aber bestimmt ab.
Die Szene nimmt daraufhin eine dramatische Wendung: Celia erklärt ihm, dass sein Verhalten Belästigung sei, und fordert ihn auf, damit aufzuhören, doch er lässt nicht locker. Der Mann beharrt darauf, wiederholt seine Bitte, und angesichts ihrer mehrmaligen „Neins“ sagt er einen erschreckenden Satz: „Das ist mir egal, ich werde dir folgen.“
Anhaltende Belästigung… und eine entscheidende Entscheidung
Die junge Frau beschloss daraufhin, ihre Fahrt fortzusetzen. Der Fahrer gab nicht auf, setzte sich wieder hinter sie und verfolgte sie. Er blinkte mit den Scheinwerfern, klebte an ihrem Auto, und die Verfolgungsjagd dauerte mehrere Minuten. In diesem Moment traf Celia Dhn (@hytanie) eine folgenschwere Entscheidung: Sie wollte nicht nach Hause fahren.
Statt nach Hause zu fahren, änderte sie ihre Navigationsroute und fuhr zu einer Polizeiwache. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten, während derer der Mann ihr weiterhin folgte. Kurz vor der Wache wendete sich das Blatt. Der Fahrer erkannte, wohin sie fuhr und was ihm drohte, sollte er weiterfahren. Daraufhin fuhr er davon und beendete die nervenaufreibende Verfolgungsjagd.
Diesen Beitrag auf Instagram ansehen
Eine beeindruckende Ruhe, die von Internetnutzern gelobt wird.
Das Auffälligste an dem Video ist die Gelassenheit der jungen Frau. Trotz der offensichtlichen Angst, die solche Belästigung auslösen kann, bleibt Celia Dhn (@hytanie) ruhig, antwortet klar, beleidigt ihn nicht und gerät nicht in Panik. In den sozialen Medien loben viele Nutzer ihr Verhalten: ihre Weigerung, nach Hause zu gehen, ihre Ruhe, dass sie die Sache beim Namen nennt ( „Das ist Belästigung“ ) und dass sie sich einen sicheren Ort als Zufluchtsort ausgesucht hat.
Für viele verdeutlicht ihre Haltung sowohl die alltägliche Angst, der Frauen im öffentlichen Raum ausgesetzt sind, als auch die Stärke, die sie beweisen müssen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Mehrere Kommentare betonen zudem einen Punkt: Es ist nicht ihre Aufgabe, „mutig“ zu sein, sondern seine, ein „Nein“ zu respektieren.
Eine Geschichte, die die Debatte über Belästigung neu entfacht
Diese Szene verdeutlicht, dass Belästigung nicht auf Worte auf der Straße beschränkt ist: Sie kann auch in Form von Verfolgung im Auto, aggressivem Drängen oder Einschüchterung durch bloße Anwesenheit auftreten. Der Mann stellt sein Verhalten als „Flirtversuch“ dar, doch seine Handlungen sind eindeutig eine Form psychischer und potenziell auch physischer Gewalt. Die Geschichte zeigt zudem, wie man in einer solchen Situation angemessen reagiert: Gehen Sie nicht nach Hause, suchen Sie Schutz an öffentlichen oder sicheren Orten und verständigen Sie so schnell wie möglich die Polizei.
Über eine halbe Stunde lang wurde Celia Dhn (@hytanie) verfolgt und belästigt, doch sie behielt die Ruhe und nutzte ihre Angst als Strategie, um sich zu schützen. Ihr vielfach geteiltes Video sollte nicht nur ihre Gelassenheit würdigen, sondern auch alle eindringlich daran erinnern, dass ein einfaches „Nein“ genügen sollte und keine Frau fliehen muss, um ihre Grenzen zu wahren.
