Beim Fliegen steht für die meisten Passagiere Komfort an erster Stelle. Flugbegleiter raten jedoch davon ab, bestimmte Kleidungsstücke zu tragen, da diese in Notfällen, bei Temperaturschwankungen oder aus hygienischen Gründen Probleme verursachen können. Hier erfahren Sie, warum sie empfehlen, bestimmte Kleidung an Bord nicht zu tragen.
Enge Kleidung behindert die Durchblutung.
Enge Jeans, sehr enge Hosen oder extrem enge Leggings sind in 10.000 Metern Höhe alles andere als ideal. Sie drücken auf Taille und Beine, fördern Schwellungen und können das Risiko von Durchblutungsstörungen oder sogar einer tiefen Venenthrombose auf Langstreckenflügen erhöhen. Flugbegleiter empfehlen daher lockere, bequeme Kleidung wie Jogginghosen oder weite Hosen, um auch bei stundenlangem Sitzen bequem zu sitzen und Krämpfe und Beschwerden zu minimieren.
Shorts, kurze Röcke und Jumpsuits: ein falsches Schnäppchen
Ein weiteres Kleidungsstück, das Sie vermeiden sollten: Shorts, Miniröcke oder sehr kurze Kleider. Da Sie direkt auf dem Sitz sitzen, kommen Sie mit Oberflächen in Kontakt, die selten gründlich desinfiziert werden. Dadurch erhöht sich Ihr Risiko, Bakterien und Pilzen auf Stoffen und Armlehnen ausgesetzt zu sein. Dasselbe Problem besteht in beengten Toiletten, wo Boden und Wände oft unhygienisch sind. Overalls hingegen stellen ein praktisches Problem dar: Sie lassen sich in kleinen Toiletten nur schwer ausziehen und bergen die Gefahr, den schmutzigen Boden zu berühren und darüber zu schleifen, wovon das Kabinenpersonal dringend abrät.
Brennbare Materialien, synthetische Leggings und Risiken bei der Evakuierung
Neben dem Tragekomfort weisen Flugbegleiter und Sicherheitsexperten darauf hin, dass bestimmte Stoffe im Brandfall oder bei einer Notfall-Evakuierung gefährlich sein können. Leggings aus Polyester, Nylon oder Acryl sowie Kleidung mit Fransen oder aus leicht entzündlichen Materialien können bei starker Hitzeeinwirkung auf der Haut schmelzen und schwere Verbrennungen verursachen. Sie empfehlen Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Leinen, die einen besseren Wärmeschutz bieten und im Notfall das Verletzungsrisiko minimieren.
Sandalen, Flip-Flops und High Heels: ein Risiko für Ihre Füße
Offene Sandalen, Flip-Flops und Stilettos sind für die Kabinenbesatzung absolut tabu. Erstens schützen sie nicht vor der Kälte in der Kabine, und zweitens behindern sie eine schnelle Evakuierung über Notrutschen oder Metalltreppen erheblich. Flugbegleiter empfehlen daher geschlossene, stabile Schuhe wie Turnschuhe oder Slipper, die sich an den Sicherheitskontrollen leicht aus- und wieder anziehen lassen, damit Passagiere sicher gehen, laufen oder eine Rutsche hinunterrutschen können.
Zusammenfassend empfehlen Luftfahrtexperten Kleidung, die bedeckend, bequem und praktisch ist. Dabei sollten Hygiene, Sicherheit und die mitunter unvorhersehbaren Bedingungen an Bord berücksichtigt werden. Die Wahl der Kleidung im Flugzeug ist daher nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Körpers und zu einem angenehmeren Flug – vom Start bis zur Landung.
