Bestimmte unbewusste Gewohnheiten, die wir häufig wiederholen, können laut Haut- und Kopfhautspezialisten den Haarausfall mit der Zeit sogar verschlimmern. Normaler Haarausfall ist weit verbreitet, aber ungeeignete Haarpflege- oder Stylinggewohnheiten können ihn verstärken.
Ein häufiger Fehler, so ein Dermatologe: ein zu enges Accessoire.
Laut diesem Dermatologen kann das Tragen bestimmter enger Accessoires, insbesondere von Mützen oder zu eng geschnittenen Frisuren bei körperlicher Aktivität, dem Haar und seiner Verankerung an der Kopfhaut schaden. Diese Accessoires stauen oft Schweiß, fördern die Ansammlung von Talg und Schmutz und üben wiederholten Druck auf die Haarfollikel aus.
Bei anhaltender mechanischer Spannung kann es zu sogenannter Traktionsalopezie kommen – einer Form des Haarausfalls, die durch übermäßiges Ziehen an den Haarfollikeln verursacht wird. Dermatologen und Haargesundheitsverbände empfehlen, enge Frisuren und Accessoires zu vermeiden, die an der Kopfhaut ziehen oder sie komprimieren.
Warum bestimmte Gewohnheiten Haarausfall verschlimmern
Ein Haarausfall von 50 bis 100 Haaren pro Tag gilt als physiologisch normal, darüber hinaus kann Haarausfall jedoch Anlass zur Sorge geben.
Neben engen Frisuren können auch andere alltägliche Gewohnheiten – wie die wiederholte Verwendung von Hitzestylinggeräten, aggressiven Produkten oder zu häufiges bzw. zu seltenes Haarewaschen – das Haar schwächen und die Kopfhaut reizen. Diese Faktoren allein verursachen zwar keinen schweren Haarausfall, tragen aber zu einer allmählichen Schwächung der Haarfasern bei.
Gute Gewohnheiten zur Begrenzung von Haarausfall
Dermatologen betonen, wie wichtig es ist, die Haarpflegeroutine anzupassen, um gesundes Haar zu erhalten. Zu den von Experten empfohlenen Tipps gehören:
- Um die Zugkraft auf die Haarfollikel zu reduzieren, sollten Sie Frisuren vermeiden, die zu stark ziehen, wie zum Beispiel sehr enge Pferdeschwänze oder bestimmte Haargummis, die an den Haaren ziehen.
- Bevorzugen Sie lockerere Frisuren und weiche Accessoires, die die Kopfhaut nicht einengen.
- Achten Sie auf regelmäßige Hygiene und verwenden Sie ein Shampoo, das zu Ihrem Kopfhauttyp passt, um Talgablagerungen und Irritationen zu vermeiden.
Diese Maßnahmen mögen zwar einfach erscheinen, werden aber im Alltag oft vernachlässigt, spielen jedoch eine konkrete Rolle bei der Erhaltung der Haardichte.
Wann sollte man einen Dermatologen aufsuchen?
Verschlimmert sich der Haarausfall, tritt er fleckenweise auf oder hält er länger als drei Monate an, sollte er ärztlich untersucht werden. Nur ein Spezialist kann feststellen, ob der Haarausfall auf Telogen-Effluvium, androgenetische Alopezie oder eine andere Kopfhauterkrankung zurückzuführen ist.
Ein Dermatologe kann entsprechende Untersuchungen durchführen, eine individuelle Beratung anbieten und, falls erforderlich, spezifische Behandlungen durchführen, um den Haarausfall zu verlangsamen oder das Haarwachstum anzuregen.
