Die Schweizer Fußballnationalspielerin Alisha Lehmann, die in den sozialen Medien eine große Fangemeinde hat, wird regelmäßig sowohl für ihr Aussehen als auch für ihre sportlichen Leistungen kommentiert. Angesichts der Kritik, sie trage „zu viel Make-up“, reagierte die Schweizerin öffentlich.
Wiederkehrende Kommentare über ihr Aussehen
Alisha Lehmann, Schweizer Nationalspielerin und Spielerin von Aston Villa Women, gehört zu den meistgefolgten Fußballerinnen der Welt auf Instagram. Ihr hoher Bekanntheitsgrad hat jedoch auch viel Kritik im Netz hervorgerufen. Einige Nutzer argumentieren, sie trage „zu viel Make-up für eine Profispielerin“. Diese Kommentare wurden sowohl in der Sportpresse als auch in den allgemeinen Medien ausführlich aufgegriffen.
Abgesehen vom Thema Make-up spiegeln diese Kommentare eine breitere Debatte über die Rolle des Images im Frauensport wider. Anders als ihre männlichen Kollegen werden Sportlerinnen häufig nicht nur nach ihren Leistungen, sondern auch nach ihrem Aussehen, ihrem Kleidungsstil und ihrer Präsenz in den sozialen Medien beurteilt. Im Fall von Alisha Lehmann verstärkt ihre umfangreiche Online-Aktivität – eine Mischung aus Sportinhalten, Werbepartnerschaften und persönlicheren Beiträgen – diese doppelte Wahrnehmung: die einer Spitzensportlerin und die einer Influencerin.
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„Ich bin ein Mädchen und ich trage gerne Make-up.“
In einem Interview mit talkSPORT ging Alisha Lehmann direkt auf die Kritik ein und erklärte: „Ich bin ein Mädchen und trage gerne Make-up.“ Sie fügte hinzu, dass ihr Aussehen keinen Einfluss auf ihr Spiel habe und dass allein ihre Leistung auf dem Platz zähle. In anderen Interviews erklärte die Spielerin außerdem, dass sie sich trotz der Urteile anderer treu bleiben wolle.
Mehrere Beobachter weisen darauf hin, dass diese Kritikpunkte hartnäckige Stereotypen widerspiegeln. Ein gepflegtes Äußeres schmälert nicht die sportlichen Fähigkeiten einer Profispielerin. Im Gegenteil, manche argumentieren, dass die Medienaufmerksamkeit für Persönlichkeiten wie Alisha Lehmann dazu beiträgt, die Sichtbarkeit des Frauenfußballs zu erhöhen und neue Zielgruppen zu gewinnen.
Eine bewährte Sportkarriere
Die in der Schweiz ausgebildete Alisha Lehmann spielte für mehrere europäische Vereine, bevor sie in die englische Liga wechselte. Sie spielte unter anderem für Aston Villa und ist regelmäßiger Repräsentant der Schweizer Nationalmannschaft. Ihre große Reichweite in den sozialen Medien – mit mehreren Millionen Followern – macht sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten im heutigen Frauenfußball.
Sie hat sich bereits zu dem Druck aus den sozialen Medien geäußert und bekräftigt, dass sie sich weiterhin in erster Linie auf ihre sportliche Karriere konzentriert. Ihre Leistungen sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft beweisen ihr Engagement auf dem Spielfeld, unabhängig von jeglichen Urteilen über ihr Aussehen.
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Eine aufschlussreiche Kontroverse
Die Kritik, der sie ausgesetzt ist, verdeutlicht eine breitere Debatte über die Erwartungen an Sportlerinnen. Anders als ihre männlichen Kollegen werden Frauen im Sport oft sowohl nach ihrer Leistung als auch nach ihrem Aussehen beurteilt. Diese doppelte Erwartung, die bei Männern selten so vehement geäußert wird, spiegelt Stereotype wider, die tief im kollektiven Bewusstsein verankert sind.
Im Fall von Alisha Lehmann wird dieser Druck durch ihre große Instagram-Fangemeinde und die erhebliche Medienpräsenz, die sie insbesondere aufgrund ihrer Zeit bei Aston Villa Women genießt, noch verstärkt. Ihre Online-Präsenz, in der sie sowohl fußballbezogene Momente als auch persönlichere Aspekte ihres Lebens teilt, verwischt in den Augen mancher die Grenze zwischen sportlicher Leistung und öffentlichem Image.
Indem sie öffentlich auf Kritik reagiert, bekräftigt die Spielerin ihr Recht, persönliche Ausdrucksformen mit den Anforderungen des Leistungssports in Einklang zu bringen. Sie erinnert alle daran, dass Profisportlerin nicht ihre Identität oder ihr Selbstbild aufgeben muss. Diese Haltung trägt zu einem breiteren Einstellungswandel bei, in dem Sportlerinnen mehr Freiheit bei der Gestaltung ihres Images fordern, ohne dabei ihre Leistung auf dem Spielfeld zu beeinträchtigen.
Als Alisha Lehmann schließlich vorgeworfen wurde, beim Fußballspielen „zu viel Make-up“ zu tragen, reagierte sie klar: Ihr Aussehen definiert weder ihr Talent noch ihren Einsatz. Ein Beweis dafür, dass Leistung und individuelle Freiheit sich nicht ausschließen – selbst unter der ständigen Beobachtung der sozialen Medien.
