Die britische Designerin Stella McCartney spricht emotional über die harsche Kritik, die ihre Mutter Linda McCartney (amerikanische Fotografin, Sängerin und Keyboarderin) in der von ihrem Vater Paul McCartney gegründeten britischen Rockband "Wings" ertragen musste, und enthüllt in einer Prime-Video-Dokumentation, wie sehr diese Angriffe das Herz ihrer Mutter gebrochen haben.
Der Spott verletzte Linda.
In „Paul McCartney: Man on the Run“ beschreibt Stella die Schikanen, die ihre Mutter ertragen musste, isoliert und wegen ihrer Stimme bei Live-Auftritten verspottet wurde. Linda, eine talentierte Fotografin ohne formale musikalische Ausbildung, spielte Keyboard und sang Harmonien, doch Kritiker bezeichneten sie oft als Eindringling und bemängelten ihre mangelnde professionelle Technik. „Es bricht mir das Herz“, gesteht Stella, die den Schmerz ihrer Mutter trotz deren scheinbarer Stärke spürte.
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Eine Widerstandsfähigkeit, die Paul inspirierte
Trotz der spöttischen Bemerkungen – „Sie kann nicht singen, sie kann nicht spielen“ – gab Linda nicht auf und brachte laut Stella eine „Mutigkeit“ mit, die Paul nach der Auflösung der britischen Rockband The Beatles neuen Lebensmut gab. Das Paar, das von 1969 bis zu Lindas Tod 1998 verheiratet war, gründete spontan die Band Wings, und Paul ist noch heute stolz auf den „besonderen Klang“ seiner Stimme. Stella betont, wie diese Beharrlichkeit Paul, der eine Phase der Selbstzweifel durchmachte, wieder aufrichtete.
Ein bewegendes Familienzeugnis
Der Dokumentarfilm des amerikanischen Filmemachers Morgan Neville verknüpft Archivaufnahmen mit Interviews von Paul, Stella, Mary, James und Heather sowie von „Wings“, Sean Lennon, Mick Jagger und Chrissie Hynde. Linda selbst spielte die Anschläge 1973 herunter: „Mich persönlich stört das nicht.“ Doch Stella offenbart eine tiefere Verletzlichkeit in dieser Frau, die alles in Kauf nahm, um ihrem Mann auf die Bühne zu folgen.
Stella McCartney verwandelt diese schmerzhafte Geschichte somit in eine lebendige Hommage an mütterliche Stärke und beweist damit, dass ihre Mutter Linda McCartney trotz aller Kritik mit ihrem authentischen Mut Rockgeschichte geschrieben hat.
