Am 26. Februar 2026 schuf Isabelle Adjani im Olympia einen der unvergesslichsten Momente der51. César-Verleihung, indem sie alle anwesenden Männer einlud, sich mit den weiblichen Opfern von Gewalt weltweit zu solidarisieren. Diese symbolische Geste, gefolgt von stehenden Ovationen, elektrisierte das Publikum und hallte weit über die Filmwelt hinaus nach.
Eine eindrucksvolle Antrittsrede zum Thema Kino
Isabelle Adjani, eine lebende Legende des Kinos und Gewinnerin von fünf César-Preisen – ein absoluter Rekord in der Geschichte der Preisverleihung –, würdigte zunächst den Schauspielberuf, bevor sie Laurent Laffite den Preis für den besten Schauspieler überreichte. „Ich war dem Ausdruck ‚beste‘ immer gegenüber skeptisch. Beste wofür? Es gibt Filme, die einen prägen, einen in ihren Bann ziehen und einen dann wieder verlassen. Die Welt ist beängstigender denn je. Das Kino muss sie weiterhin ungeschönt zeigen“, erklärte sie sichtlich bewegt.
Feierlicher Appell an die universelle Brüderlichkeit
Mit einer feierlichen Geste wandte sich Isabelle Adjani an die Männer im Raum: „Ich bitte alle Männer hier, aufzustehen und sich Gehör zu verschaffen, damit die Frauen, wirklich alle Frauen, die Opfer von Gewalt sind, von Gewalt in all ihren Formen, wissen, dass Sie an ihrer Seite stehen. Und dass Ihre Solidarität nicht an den Grenzen unseres Landes endet. Sie setzen sich auch für iranische Frauen und afghanische Frauen ein, um unsere Rechte und die Rechte aller Frauen zu verteidigen, die Opfer einer Welt im Krieg sind. Vielen Dank dafür.“
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der ganze Raum erhob sich in einem Murmeln der Zustimmung, was vor den Augen von Isabelle Adjani, die von dieser Solidarität sichtlich bewegt war, eine seltene Welle der Energie erzeugte.
Isabelle Adjani, eine langjährige Aktivistin
Diese Rede ist Teil von Isabelle Adjanis kontinuierlichem Engagement für Frauenrechte. Als Vorreiterin im Kampf gegen sexuelle Belästigung im französischen Kino seit den 2010er Jahren und aktive Unterstützerin der #MeToo-Bewegung hatte sie bereits bei den César-Verleihungen 2020 mit ihrem öffentlichen Auftritt gegen Gewalt einen starken Eindruck hinterlassen.
Die Schauspielerin aus „Possession“, „Camille Claudel“ und „Margot Robbie“ unterstreicht damit ihr Engagement als Künstlerin und macht die Preisverleihung zu einer globalen Plattform für Solidarität unter Frauen weltweit. Diese Geste wird als einer der Höhepunkte der César-Verleihung 2026 in Erinnerung bleiben: ein Moment, in dem sich das französische Kino im wahrsten Sinne des Wortes für Frauen in aller Welt einsetzte.
