Der französische Schriftsteller und Verleger Richard Millet sorgte am 23. Februar 2026 während der CNews-Sendung „L'Heure des pros“ für einen Skandal, als er Aya Nakamura als „riesige malische Sängerin“ bezeichnete. Diese Äußerungen, die von vielen Beobachtern als rassistisch, sexistisch und fettfeindlich eingestuft wurden, veranlassten sogar den Moderator Pascal Praud, eine öffentliche Entschuldigung zu fordern.
Aufhetzende Äußerungen
Auf die Einladung, die Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina zu kommentieren, erklärte Richard Millet: „Ich ziehe La Traviata dieser riesigen malischen Sängerin vor, die vor der Académie française aufgetreten ist.“ Er bezog sich damit auf Aya Nakamuras Auftritt bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2024 in Paris, wo sie auf der Pont des Arts mit der Republikanischen Garde „Djadja“, „Pookie“ und Klassiker wie Aznavours „For Me Formidable“ sang.
Die Runde reagierte umgehend: Kolumnistin Sarah Saldmann nannte die Äußerungen respektlos, und Pascal Praud versuchte, die Diskussion zu beruhigen, indem er darauf hinwies, dass man jemanden nicht so äußerlich beschreibe. Richard Millet beharrte darauf und sprach von einer „Provokation“, was die ohnehin schon angespannte Atmosphäre weiter verschärfte.
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Pascal Prauds Intervention und erzwungene Entschuldigung
Pascal Praud beharrte: „Sie bringen uns, den Sender und mich in eine schwierige Lage, denn letztendlich trage ich die Verantwortung.“ Er forderte ausdrücklich: „Ich möchte einfach, dass Sie sich bei dieser jungen Frau (Aya Nakamura) entschuldigen.“ Widerwillig kam Richard Millet der Bitte nach, nachdem er seine Offenheit verteidigt hatte: „Ich nenne die Dinge beim Namen, und als Schriftsteller sage ich, was Sache ist. Ich entschuldige mich.“ Dieser Austausch findet vor dem Hintergrund statt, dass CNews von Arcom wegen diskriminierender Äußerungen bereits 26 Bußgelder in Höhe von insgesamt über 630.000 Euro verhängt hat.
Online-Fanreaktionen
Die Äußerungen lösten in den sozialen Medien schnell einen Sturm der Entrüstung aus. Tausende Nutzer verurteilten den unverhohlenen Rassismus und die schamlose Fettphobie. Auf X (ehemals Twitter) kursierten Screenshots des Beitrags in großem Umfang, begleitet von Hashtags wie #AyaNakamura und #CNewsRacist, die Richard Millet als „fremdenfeindlichen Ex-Star“ bezeichneten. Fans verteidigten die Sängerin und hoben ihren weltweiten Erfolg hervor.
Aya Nakamura, ein häufiges Ziel von Rassismus
Der französisch-malische Superstar, dem 4,6 Millionen Menschen auf Instagram folgen und deren fünftes Album „Destinée“ im November 2025 erscheinen soll, hatte bereits nach ihrem Auftritt bei den Olympischen Spielen 2024 Anzeige wegen Cybermobbing erstattet. Zehn Rechtsextreme wurden im September 2025 wegen schwerer öffentlicher Beleidigung zu Geldstrafen zwischen 1.000 und 3.000 Euro verurteilt. Diese Angriffe sind leider Teil einer Welle rassistischer Kritik an ihrer Olympiateilnahme, die als Symbol französischer Vielfalt verurteilt wurde.
Letztlich verdeutlicht dieser Fall die immer wiederkehrenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Mediendiskurs auf CNews und hebt Aya Nakamuras Widerstandsfähigkeit angesichts von Rassismus hervor, wodurch ihr Status als wichtige kulturelle Figur trotz der Kontroversen gefestigt wird.
