Die südkoreanische K-Pop-Sängerin, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin IU (Lee Ji-eun) sieht sich seit mehreren Monaten einer Welle von Online-Belästigungen und persönlichen Drohungen ausgesetzt. Als Reaktion darauf kündigte ihre Agentur EDAM Entertainment die Einleitung „strenger rechtlicher Schritte gegen diejenigen an, die für diffamierende Nachrichten, bösartige Gerüchte und bedrohliches Verhalten“ gegen die Künstlerin und ihre Familie verantwortlich sind.
Eine großangelegte juristische Operation gegen Verleumdung
Laut einer Mitteilung der Behörde reichte IU im Jahr 2025 über die Anwaltskanzlei Shinwon 96 Straf- und Zivilklagen ein. Diese Klagen richten sich gegen Internetnutzer, die auf Plattformen wie Naver, Theqoo, DC Inside, YouTube, X (ehemals Twitter) und Instagram beleidigende Äußerungen, Falschinformationen oder diffamierende Inhalte veröffentlicht haben.
Mehrere Gerichtsurteile wurden bereits verkündet:
- Sieben Zuwiderhandelnde erhielten Geldstrafen.
- Eine Person wurde wegen der Verbreitung falscher Spionagegerüchte mit einer Geldstrafe von 5 Millionen Won (etwa 3.700 US-Dollar) belegt.
- Ein anderer musste 30 Millionen Won (knapp 22.000 US-Dollar) zahlen, weil er falsche Plagiatsvorwürfe verbreitet hatte.
- Ein dritter Mann erhielt eine zehnmonatige Bewährungsstrafe von zwei Jahren wegen wiederholter Verbreitung von Falschinformationen und hasserfüllten Kommentaren.
Physische Bedrohungen, die nicht ungestraft bleiben
Neben den Cyberangriffen gab EDAM Entertainment bekannt, dass mehrere Personen versucht haben, IU oder ihre Familie in ihren Wohnungen und sogar in der Nähe der Agenturbüros aufzusuchen. Einige drohten ihr oder forderten Geld. Diese Personen wurden von der Polizei festgenommen, die Ermittlungen dauern an. Die Agentur bezieht eine klare Position: „Wir werden ohne Ausnahme rechtliche Schritte gegen jede Handlung einleiten, die die Sicherheit unserer Künstlerin gefährdet“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.
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Ständige Wachsamkeit gegenüber böswilligem Verhalten
EDAM erklärte außerdem, dass es soziale Medien, Foren und Musikplattformen kontinuierlich überwacht, um neue schädliche Inhalte zu identifizieren. Gegen sogenannte „Cyber-Wrecker“-YouTube-Kanäle, also solche, die sich auf die Verbreitung reißerischer Gerüchte spezialisiert haben, wurden bereits Beschwerden eingereicht. Die Behörde hat sogar im Ausland, insbesondere in den Vereinigten Staaten, rechtliche Schritte eingeleitet, um die Identität der beteiligten Nutzer auf internationalen Plattformen wie Threads zu ermitteln.
Angesichts der zunehmenden Online-Belästigung und -Bedrohungen verkörpert IU den wachsenden Entschluss von Künstlern gegen Cybermobbing. Mit zahlreichen rechtlichen Schritten will sie nicht nur ihre eigene Sicherheit und die ihrer Angehörigen schützen, sondern auch ein klares Signal senden: Verleumdung und Belästigung, ob digital oder physisch, bleiben nicht länger ungestraft.
