Khloé Kardashian teilte in einer kürzlich erschienenen Folge ihres Podcasts „Khloé in Wonder Land“ ein seltenes, fast schmerzhaftes und offenes Statement. Die Geschäftsfrau und Reality-TV-Darstellerin sprach über etwas, das sie lange für sich behalten hatte: wie sich die Wahrnehmung anderer nach ihrer körperlichen Transformation drastisch verändert hatte. Ihr Bericht spricht Bände über die Vorurteile gegenüber dem Aussehen in unserer Zeit.
Ein Vorher-Nachher-Vergleich, der weh tut.
Khloé Kardashian begann ihre Transformation Mitte der 2010er-Jahre. Eine persönliche Reise, die sie über die Jahre in den sozialen Medien dokumentierte. Hinter dieser sichtbaren Veränderung verbirgt sich eine subtilere Realität: die veränderte Art und Weise, wie Menschen sie wahrnehmen. „Als ich kurviger war, wurde ich ganz anders behandelt als Kourtney und Kim. Nachdem ich viel Gewicht verloren und mein Aussehen sich verändert hatte, wurde die Behandlung, die ich erfuhr, viel besser“, vertraute sie in ihrem Podcast an. Sie macht diese Bemerkung nicht, um sich zu beschweren, sondern um auf eine gesellschaftliche Dynamik hinzuweisen, die ihr zutiefst unangenehm ist.
"Ich bin dieselbe Person."
Das ist wohl der Satz, der ihre Gefühle am besten ausdrückt. Khloé Kardashian erinnert sich noch genau an die Menschen, die sie früher ignoriert oder verachtet hatten und die sie plötzlich anlächelten, nachdem sich ihre Figur verändert hatte. „Ich habe diejenigen nie vergessen, die gemein oder unangenehm zu mir waren, aber lieb zu Kourtney und Kim“, erklärte sie.
Für sie ist die Schlussfolgerung klar: „Ich bin dieselbe Person, aber ästhetisch sehe ich anders aus. Ihre Behandlung mir gegenüber ist so anders, und das macht mich unwohl. Das ist die Welt, in der wir leben, und ich mag sie nicht.“
Kommentare, die nicht entwaffnen
Auch heute noch, trotz ihrer öffentlichen Äußerungen und ihres persönlichen Werdegangs, sieht sich Khloé Kardashian regelmäßig kritischen Kommentaren zu ihrem Aussehen unter ihren Beiträgen ausgesetzt. Manche Internetnutzer beurteilen sie als „zu verändert“, während andere jedes Foto, jede Veränderung genauestens unter die Lupe nehmen. Viele Frauen erleben dies in kleinerem Rahmen, doch in den sozialen Medien einer Berühmtheit mit Hunderten von Millionen Followern nimmt es eine ganz besondere Dimension an.
Aus diesem Grund hat sich auch die Gründerin von „Good American“, einer Marke, die für ihr Engagement für „alle Körpertypen“ bekannt ist, entschieden, sich zurückzuziehen. Der Körper einer Frau – ob berühmt oder nicht – sollte nicht Gegenstand öffentlicher Debatten sein: Jede Frau hat das Recht, mit ihrem Körper so umzugehen, wie sie es für richtig hält, sei es bei der Wahl ihrer Kleidung, bei der Gewichtszunahme oder -abnahme oder bei der Veränderung ihres Aussehens im Laufe der Zeit gemäß ihren persönlichen Vorlieben.
Mit ihrem Zeugnis spricht Khloé Kardashian etwas an, das viele spüren, aber nicht immer auszusprechen wagen: die Art und Weise, wie die Gesellschaft Körper belohnt oder bestraft. Ihre ruhigen und klaren Worte erinnern uns daran, dass neben körperlichen Veränderungen vielleicht auch unsere kollektive Perspektive sich weiterentwickeln muss.
