Margaret Qualley hat eine Reihe von Projekten an Land gezogen und sich als eine der prominentesten Persönlichkeiten ihrer Generation etabliert. Hinter diesem rasanten Aufstieg verbirgt sich, wie die amerikanische Schauspielerin und das Model zugibt, Phasen tiefer Selbstzweifel durchlebt zu haben, insbesondere in ihren Anfängen. In einem ausführlichen Interview mit Vanity Fair spricht sie offen über die Ängste, die sie plagten, als sie in sehr jungen Jahren in der Filmbranche zu arbeiten begann.
Ein früher Start in einer einschüchternden Welt
Margaret Qualley, Tochter der amerikanischen Schauspielerin und des Models Andie MacDowell, wuchs in Hollywood auf. Ihr Filmdebüt gab sie noch vor ihrem 20. Lebensjahr. Ihre erste bedeutende Rolle auf der Leinwand folgte 2013 in „Palo Alto“ unter der Regie von Gia Coppola. Sie erinnert sich, wie überwältigt sie war: früh arbeiten zu müssen, schnell zu lernen und die ungeschriebenen Gesetze dieser glamourösen Branche zu verstehen.
Obwohl sie von Menschen aus der Filmbranche umgeben war, fühlte sie sich, wie sie sagt, „etwas verletzlich“. Die Aufmerksamkeit, die auf ihr Image, ihr Aussehen und ihre Persönlichkeit gerichtet war, veranlasste sie, sich zu schützen. Erst später, mit zunehmender Erfahrung, begann sie, die Kontrolle über ihren Karriereweg und ihre künstlerische Identität zurückzugewinnen.
Ein eindringliches Geständnis, durchdrungen von Angst
Im Laufe des Interviews brachte Margaret Qualley ihre damaligen Gefühle präzise zum Ausdruck: „Ich dachte, wenn ich ganz ich selbst wäre, würden Frauen mich hassen und Männer mich verletzen“, vertraute sie an. Diese Aussage verdeutlicht ihren damaligen Gemütszustand. Laut ihren Angaben führte diese Angst dazu, dass sie bestimmte Aspekte ihrer Persönlichkeit unterdrückte, insbesondere alles, was mit ihrer Weiblichkeit zu tun hatte.
Sie erklärt, dass sie früher das Gefühl hatte, „sich voll und ganz durchzusetzen, berge ein Risiko“, sei es in Bezug auf Verurteilung oder Sicherheit. Heute sagt sie, sie habe sich weiterentwickelt. „Jetzt, da ich mehr Kontrolle über mein Leben habe, kann ich meine Sinnlichkeit und Weiblichkeit freier ausleben“, erklärt sie im selben Interview. Damit bekräftigt sie, dass ihr Selbstvertrauen mit der Zeit gewachsen ist.
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Eine Karriere in voller Beschleunigung
Seit ihrem Debüt hat Margaret Qualley zahlreiche Rollen übernommen. Sie erlangte große Bekanntheit durch „Once Upon a Time… in Hollywood“ und später durch „The Substance“. Heute kann sie auf Dutzende von Film-, Fernseh- und Musikvideo-Produktionen zurückblicken. Sie gibt offen zu, dass dieses anspruchsvolle Tempo „schwer durchzuhalten“ sei.
Im Interview gibt sie zu, „sehr ehrgeizig“ mit sich selbst zu sein und „manchmal zu viele Projekte gleichzeitig anzugehen“. Sie erwähnt sogar Entscheidungen, die sie im Nachhinein als „Fehler“ bezeichnen würde – nicht weil sie schlecht waren, sondern weil sie sie heute nicht wieder treffen würde.
Das eigene Bild zurückgewinnen
Neben den Projekten steht in diesem Interview vor allem ihre persönliche Entwicklung im Vordergrund. Margaret Qualley spricht darüber, wie wichtig es für sie ist, an Selbstvertrauen zu gewinnen, insbesondere dank der Menschen in ihrem Umfeld, darunter ihr Ehemann, der Musiker Jack Antonoff, den sie 2023 heiratete. Sie erklärt, dass sie sich nun „freier fühlt, alle Facetten ihrer Persönlichkeit zu erkunden“.
Ihre Geschichte beleuchtet eine oft übersehene Realität: Der frühe Einstieg in eine stark in der Öffentlichkeit stehende Branche kann tiefsitzende Ängste hervorrufen. Indem sie diese Gefühle teilt, will die Schauspielerin keine Kontroverse auslösen, sondern vielmehr ihren Karriereweg erklären.
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Heute, da ihre Karriere weiterhin floriert, scheint Margaret Qualley ein besseres Gleichgewicht zwischen beruflichem Ehrgeiz und persönlicher Selbstbestätigung gefunden zu haben. Ihr Eingeständnis schadet ihrem Image keineswegs, sondern unterstreicht vielmehr die Komplexität eines Weges, der sich Schritt für Schritt entwickelt hat – zwischen anfänglicher Verletzlichkeit und wiedergewonnenem Selbstvertrauen.
