Ein glamouröses schwarzes Abendkleid, ein schimmerndes goldenes Outfit: Naomi Osaka machte ihren Einzug auf den Suzanne-Lenglen-Platz zu einer wahren Modenschau. Bei den French Open erntete ihr Look ebenso viel Beifall wie Kritik.
Ein Auftritt im schwarzen Galakleid auf dem Platz
Vor ihrem Erstrundenmatch gegen die Deutsche Laura Siegemund sorgte Naomi Osaka für einen fulminanten Auftritt auf dem Court Suzanne-Lenglen. Die Japanerin erschien in einem langen, schwarzen Kleid des Schweizer Modedesigners Kevin Germanier, das einem roten Teppich alle Ehre gemacht hätte. Auf dem Pariser Sandplatz angekommen, legte die viermalige Grand-Slam-Siegerin ihr Kleid ab und enthüllte ihr Match-Outfit: ein schimmerndes goldenes Ensemble.
Ein virales Video und Standing Ovations
In nur etwas mehr als einer Stunde hatte das Video, das von den offiziellen Social-Media-Kanälen des Turniers veröffentlicht wurde, bereits über 140.000 Aufrufe und rund 2.000 Likes erzielt. Naomi Osaka, die bei Grand-Slam-Turnieren immer wieder für Furore sorgt, scheint ihren Status als Modeikone voll und ganz angenommen zu haben, der mittlerweile weit über den Sport hinausreicht. Mit einem Augenzwinkern gestand sie, dass sie sich beim Anprobieren ihres Kleides wie „der um Mitternacht blinkende Eiffelturm“ gefühlt habe und sich sogar Sorgen gemacht habe, dass die Sonnenreflexionen den Schiedsrichter stören könnten.
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Diese Beiträge stoßen nicht bei allen auf Zustimmung.
Viele loben zwar seine „Kreativität“, doch diese inszenierten Auftritte überzeugen nicht alle. Wie schon bei früheren Auftritten sehen manche Beobachter darin lediglich den Versuch, „Aufsehen zu erregen“, und die Debatte um den Umgang mit Stars im Showgeschäft ist erneut entbrannt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Naomi Osaka für Kontroversen sorgt. Im Januar letzten Jahres erschien sie bei den Australian Open in der Rod Laver Arena in einem plissierten Kleid über einer weiten weißen Hose, dazu trug sie einen riesigen Schleierhut und einen Sonnenschirm – das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Hongkonger Designer Robert Wun. Auch diesmal bezeichneten einige Tennisfans dies als PR-Gag.
Es ist wichtig zu bedenken, dass die Körper von Sportlerinnen, wie die jedes anderen Menschen, nicht Gegenstand von Debatten oder Urteilen sein sollten. Naomi Osakas Kleiderwahl ist in erster Linie Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Dass sie in einem Kontext wie den French Open überraschend wirken mag, liegt hauptsächlich an den etablierten Normen des Tennissports und nicht an dem Wunsch, zu „provozieren“, extravagant zu sein oder „Aufsehen zu erregen“. Letztendlich haben diese Outfits keinen Einfluss auf ihre sportliche Leistung und zeigen lediglich eine andere Art, mit dem Tennisplatz umzugehen.
Naomi Osaka ist bereit, auf dem Platz ihr Können zu zeigen.
Die ehemalige Weltranglistenerste und aktuell auf Platz 16 rangierende Naomi Osaka bestätigte ihre starke Form und besiegte Laura Siegemund glatt in zwei Sätzen (6:3, 7:6) bei ihrem Debüt in Paris. Dieser Sieg kommt für die viermalige Grand-Slam-Siegerin, die auf dem Pariser Sandplatz oft Probleme hat, zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Er dürfte zumindest vorerst die Kritik an ihren früheren, oft übertrieben theatralischen Auftritten verstummen lassen.
Mit ihrem glamourösen Abendkleid, dem goldenen Outfit und hitzigen Debatten sorgte Naomi Osaka bei den French Open erneut für einen gelungenen Medienauftritt. Und obwohl ihre Entscheidungen weiterhin die Meinungen spalten, bestätigen sie eines: Auf und neben dem Platz lässt sie niemanden kalt.
