Schlafen statt Sightseeing: Warum der „Schlaftourismus“ immer beliebter wird

Mit den nahenden Sommerferien gewinnt ein neuer Reisetrend in Frankreich immer mehr an Bedeutung: der sogenannte „Schlaftourismus“. Das Konzept ? Reisen, nicht um eine Stadt oder ein Land zu besuchen, sondern einfach, um Schlaf nachzuholen. Dieser Ansatz verdeutlicht die Erschöpfung, die sich bei vielen Berufstätigen in den letzten Jahren angesammelt hat.

Was genau ist „Schlaftourismus“?

„Schlaftourismus“ – wörtlich übersetzt „Schlaftourismus“ – bezeichnet eine Urlaubsform, die ausschließlich einem einzigen Ziel dient: Reisenden zu besserem Schlaf zu verhelfen. Die Idee ist so einfach wie radikal: Anstatt die Freizeit für Aktivitäten zu nutzen, setzen Urlauber sie ein, um den im Laufe des Jahres angesammelten Schlafmangel auszugleichen.

Das Konzept, das vor zwei oder drei Jahren in mehreren Ländern entstand, hat sich seither verbreitet. Man findet es mittlerweile in Nordamerika, Asien, Skandinavien, der Schweiz, Spanien und sogar Frankreich, wo sich mehrere Betriebe in dieser besonders vielversprechenden Nische positioniert haben.

Warum tritt dieser Trend gerade jetzt auf?

Die Begeisterung für diesen Trend ist kein Zufall. Laut mehreren aktuellen Studien schlafen die Franzosen durchschnittlich nur 6 Stunden und 41 Minuten pro Nacht – weit weniger als die von Experten empfohlenen 7 bis 9 Stunden für Erwachsene. Zu diesem chronischen Schlafmangel gesellen sich die gut dokumentierten Folgen von langem Homeoffice, Bildschirmzeit und berufsbedingtem Stress für die Schlafqualität.

Die Folge: Immer mehr Menschen fühlen sich ständig erschöpft – und die Idee von Aktivurlauben, bei denen man Sehenswürdigkeiten besichtigt, spazieren geht, plant und von einem Museum zum nächsten hetzt, reizt nicht mehr jeden. Für viele bedeutet Urlaub heute vor allem Erholung.

Unterkünfte, die bis ins kleinste Detail durchdacht sind.

Auf der Angebotsseite konkurrieren die Betriebe um maßgeschneiderte Aufenthalte. Luxushotels, abgelegene Lodges inmitten der Natur, spezialisierte Retreats oder medizinische Schlafkliniken: Jedes Format findet mittlerweile seine Kundschaft.

Die Zimmer selbst sind wie erholsame Kokons gestaltet. Hochwertige Matratzen, maßgefertigte Kissen, Bettwäsche aus Naturfasern, perfekt schallgedämmte Räume, die dank technischer Verdunkelungsrollos in absolute Dunkelheit getaucht sind. Alles ist darauf ausgerichtet, dem Körper in nur wenigen Nächten einen tiefen und erholsamen Schlaf zu ermöglichen.

Gesundheitschecks, Yoga und spezielle Menüs

Über reinen Komfort hinaus bieten einige Einrichtungen mittlerweile wirklich umfassende Programme an. Zum Angebot gehören: Meditations- und Yoga-Kurse am Abend, gezielte Kräutertees zur Förderung des Schlafs, leichte, auf den natürlichen Schlafrhythmus abgestimmte Abendessen und sogar vollständige Untersuchungen durch Schlafmediziner, um die Ursachen von Schlaflosigkeit zu ermitteln.

Manche exklusive Wellness-Einrichtungen gehen sogar noch weiter und bieten biologische Analysen, individuelle Nachbetreuung oder Atemtechniken an. All dies, damit Sie nicht nur erholt abreisen, sondern auch besser gerüstet sind, Ihren Schlaf im Alltag zu verbessern.

Wenn der „Schlaftourismus“ weiterhin so beliebt ist, liegt das daran, dass er einem tiefen, kollektiven Bedürfnis entspricht: dem Bedürfnis, Körper und Geist in einer Welt, die dies kaum noch zulässt, eine Auszeit zu gönnen. Und letztendlich erinnert er uns daran, dass die schönsten Urlaube nicht immer die sind, von denen wir die meisten Erinnerungen mitnehmen – sondern manchmal die, von denen wir einfach erholt zurückkehren.

Fabienne Ba.
Fabienne Ba.
Ich bin Fabienne, Autorin für die Website „The Body Optimist“. Ich bin begeistert von der Kraft der Frauen und ihrer Fähigkeit, die Welt zu verändern. Ich glaube, Frauen haben eine einzigartige und wichtige Stimme, und es ist mir ein Anliegen, meinen Beitrag zur Gleichberechtigung zu leisten. Ich unterstütze nach Kräften Initiativen, die Frauen ermutigen, sich Gehör zu verschaffen.

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