Laut einer Studie sind diese Duftnoten bei Frauen besonders beliebt.

Was wäre, wenn Ihre Nase ihre Lieblingsdüfte hätte? Eine Studie am Imperial College London untersuchte die von Verbrauchern am besten bewerteten Parfums. Das Ergebnis: Drei große Duftfamilien stachen hervor, und die Kombinationen, die den Unterschied wirklich ausmachten, sorgten für eine große Überraschung.

Eine Studie, die die beliebtesten Parfums genauer untersucht

Um zu verstehen, was einen Duft ansprechend macht, wählten die Forscher Vaiva Vasiliauskaite und Tim Evans eine ungewöhnliche Methode. Anstatt die Teilnehmer nach ihren bevorzugten Duftnoten zu fragen, analysierten sie Tausende von Rezensionen weiblicher Nutzerinnen zu Damendüften. Anschließend verglichen sie diese Bewertungen mit der detaillierten Zusammensetzung der Düfte, um die Inhaltsstoffe und Akkorde zu identifizieren, die statistisch mit den höchsten Bewertungen korrelierten. Dieser Ansatz ermöglichte es ihnen, Präferenzen anhand realer Erfahrungen zu beobachten, anstatt sich lediglich auf subjektive Meinungen zu verlassen.

Das Trio, das sich von der Masse abhebt

Drei Duftfamilien stechen besonders hervor: blumige Noten, Moschus und Vanille. Diese Noten werden mit einer positiveren Wahrnehmung von Düften in Verbindung gebracht, doch die Bedeutung der Studie reicht noch weiter. Forscher vermuten, dass diese Noten nicht nur aufgrund ihrer eigenen Qualitäten ansprechend sind, sondern auch als Verstärker wirken und die anderen Inhaltsstoffe des Parfums hervorheben können. Vanille beispielsweise verleiht einer Komposition eine warme und einhüllende Note, während blumige Noten Tiefe und Dimension hinzufügen. Moschus wiederum trägt oft zu einem sanften und harmonischen Dufterlebnis bei.

Das Geheimnis? Trauen Sie sich, unerwartete Kombinationen auszuprobieren.

Die vielleicht interessanteste Entdeckung liegt woanders. Bestimmte sehr beliebte Duftnoten wie Lavendel oder Geranie finden sich regelmäßig in hochgelobten Parfums. Doch es sind einige weniger offensichtliche Kombinationen, die enger mit den am besten bewerteten Kompositionen verbunden zu sein scheinen. Forscher heben hier insbesondere Jasmin in Verbindung mit Minze oder Moschus in Kombination mit Vetiver und Vanille hervor.

Das beweist einmal mehr, dass Duftkombinationen und Akkorde in der Parfümerie wunderbare Überraschungen bereithalten. Eine vertraute Note kann viel origineller wirken, wenn sie auf eine unerwartete Facette trifft. Vertrautheit ist zwar ansprechend, doch die Kombination kann jenes gewisse Etwas schaffen, das einen Duft unvergesslich macht.

Beschränken Sie sich nicht auf nur einen Ton.

Haben Sie eine Schwäche für Vanille? Das heißt aber nicht, dass Ihnen jedes Parfüm mit Vanille gefällt. Dasselbe gilt für Jasmin, Moschus oder holzige Noten. Um einen Duft zu finden, der zu Ihnen passt, sollten Sie am besten die gesamte Komposition betrachten und vor allem darauf achten, wie die verschiedenen Duftnoten miteinander harmonieren.

Vanille in Kombination mit holzigen, frischen oder blumigen Noten erzeugt einen ganz anderen Eindruck. Und vor allem: Lassen Sie den Duft auf Ihrer Haut wirken. Er kann nach wenigen Minuten neue Facetten offenbaren und sich dann im Laufe der Stunden erneut verändern. Ihre Haut, Ihre Erinnerungen und Ihre individuelle Geruchsempfindlichkeit spielen dabei eine Rolle.

Ein Parfüm hat kein Geschlecht.

Die Studie spricht zwar von „Damenparfums“, doch handelt es sich dabei lediglich um die von den Forschern untersuchte Kategorie und nicht um eine verbindliche Regel. Es gibt keine Duftnoten, die ausschließlich Frauen oder Männern vorbehalten sind. Sie können Vanille, Vetiver, Moschus, Rose, Lavendel oder jede andere Duftnote Ihrer Wahl tragen, unabhängig von Ihrem Geschlecht. Die Einteilung in „für sie“ und „für ihn“ ist hauptsächlich durch Markttrends und Marketingstrategien bedingt. Letztendlich ist Ihr eigenes Kriterium entscheidend: Wenn Ihnen ein Duft gefällt und Sie sich wohlfühlen, ist er perfekt für Sie.

Letztendlich unterstreicht diese Studie eine schöne Wahrheit: Die beliebtesten Parfums basieren nicht unbedingt auf einer einzigen Hauptnote, sondern auf dem subtilen Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe. Blumige, Moschus- und Vanillenoten scheinen zwar im Vorteil zu sein, doch letztendlich entscheidet Ihre Nase.

Léa Michel
Léa Michel
Meine Leidenschaft gilt Hautpflege, Mode und Film. Ich widme meine Zeit der Erkundung der neuesten Trends und teile inspirierende Tipps für mehr Wohlbefinden in der eigenen Haut. Für mich liegt Schönheit in Authentizität und Wohlbefinden – und genau das motiviert mich, praktische Ratschläge für die Verbindung von Stil, Hautpflege und persönlicher Erfüllung zu geben.

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