Nachdem Puderrosa jahrelang den Ton angab, erobert nun ein kräftigerer Farbton unsere Wangenknochen: Tiefrot. Auf den Laufstegen der New Yorker Fashion Week dieses Jahr zu sehen, könnte er sich durchaus zum neuen Must-have-Teint der Saison entwickeln. Und die gute Nachricht: Er ist viel weniger gewagt, als er aussieht.
Das Rosa lässt etwas Platz
Lange Zeit galt rosa Rouge als Inbegriff eines zarten Teints. Doch die Beauty-Trends schlagen nun einen mutigeren Weg ein. Nach der Ära des dezenten Make-ups sind lebendigere, ausdrucksstärkere und selbstbewusstere Looks angesagt. Rotes Rouge passt perfekt zu diesem Wunsch, Farbe wieder in den Mittelpunkt des Make-ups zu rücken. Es muss nicht unbedingt dezent sein: Richtig angewendet, verleiht es dem Teint Ausdruck und sorgt gleichzeitig für ein natürlich strahlendes Ergebnis.
Warum Rot überraschend natürlich wirken kann
Roter Lippenstift wirkt in der Verpackung zwar auffällig, auf der Haut aber viel sanfter. Die Farbe erinnert an die natürliche Röte, die die Wangen bei Kälte, Bewegung oder einem Spaziergang an der frischen Luft annehmen. Das Geheimnis? Die richtige Menge. Ein Hauch gut verblendetes Produkt verleiht einen gesunden Glow, ohne übertrieben geschminkt zu wirken. Ziel ist es nicht, knallrote Wangen zu erzielen, sondern den Teint mit einem Hauch Farbe zum Strahlen zu bringen.
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Welchen Farbton sollten Sie entsprechend Ihrem Hautton wählen?
Wie bei allen Make-up-Farben gibt es auch Rot in unendlichen Variationen.
- Menschen mit heller Haut können zu sanften Rottönen, etwa Himbeerrot oder einem hellen Ziegelrot, greifen, um ein zartes Ergebnis zu erzielen.
- Mittlere bis olivfarbene Hauttöne kommen durch Terrakotta- oder Ziegelrottöne besonders gut zur Geltung. Ihre Wärme lässt das Gesicht sofort strahlen.
- Menschen mit dunkleren Hauttönen können ruhig kräftigere Rottöne wie Granatrot, Burgunderrot oder Nuancen, die von schwarzen Früchten inspiriert sind, tragen. Diese Farben verleihen dem Teint Tiefe und bilden einen wunderschönen Kontrast zur Haut.
Die richtige Technik: langsam anfangen
Bei rotem Rouge gilt: Weniger ist mehr. Bei Creme-Rouge nehmen Sie eine winzige Menge mit dem Finger auf. Bei Puder-Rouge streifen Sie überschüssiges Produkt vom Pinsel ab, bevor Sie es auftragen. Tragen Sie die Farbe auf die Wangenknochen auf und verblenden Sie sie sofort.
Für mehr Intensität tragen Sie das Produkt lieber nach und nach auf, anstatt ein zu starkes Ergebnis zu korrigieren. Für einen gesunden, frischen Teint, wie nach einem Spaziergang an der frischen Luft, können Sie die Farbe auch sanft zum Nasenrücken hin verblenden. Diese Technik, die man auf den Laufstegen sieht, sorgt für ein natürliches, müheloses Finish.
Die am einfachsten zu bändigenden Texturen
Falls Ihnen Rot noch etwas zu gewagt erscheint, sind cremige und flüssige Texturen eine gute Alternative. Sie lassen sich leicht verblenden und ermöglichen eine einfachere Dosierung. Sie können auch vor einem zarteren Rouge einen Hauch Rot auftragen. Durch diese Schichtung genießen Sie die Tiefe des Rots und erzielen gleichzeitig ein subtileres Ergebnis.
Und was, wenn Sie sie lieber nicht tragen möchten?
Natürlich ist kein Beauty-Trend Pflicht. Man braucht weder Rouge, um gut auszusehen, noch Make-up, um sich wohlzufühlen. Ein natürliches Gesicht mit seinen Farben, Texturen und einzigartigen Merkmalen ist genauso wertvoll. Rotes Rouge ist einfach eine neue Option für alle, die gerne mit ihrem Aussehen experimentieren. Es ist ein Trend, den man ausprobieren kann, wenn er einem gefällt, ihn dem eigenen Stil anpassen… oder ganz ohne schlechtes Gewissen ignorieren kann.
Seine wichtigste Lektion ist letztendlich ganz einfach: Trau dich, Farbe zu verwenden, wenn sie dir gefällt, aber vor allem sollte sie widerspiegeln, wer du bist.
