Mattierendes Puder hat manchmal einen schlechten Ruf: ein maskenhafter Teint, trockene Haut und deutlicher sichtbare Fältchen… Richtig angewendet, kann es jedoch für mehr Tragekomfort und ein länger anhaltendes Make-up sorgen. Und vor allem muss es die Haut nicht in eine perfekt glatte Oberfläche verwandeln: Ihr Teint kann sich bewegen, verändern und dabei natürlich bleiben.
Was ist der eigentliche Zweck von Mattierungspuder?
Um es gleich vorwegzunehmen: Mattierendes Puder ist weder Foundation noch Concealer. Es dient nicht dazu, Unreinheiten abzudecken, sondern vor allem dazu, überschüssiges Öl auf der Hautoberfläche zu absorbieren und zuvor aufgetragene Cremeprodukte zu fixieren. Daher trägt man es am besten erst am Ende der Make-up-Routine auf, wenn der Teint perfektioniert ist.
Es ist nicht nötig, das ganze Gesicht zu pudern.
Dieser Reflex ist wahrscheinlich der entscheidende Faktor für das Ergebnis: Sie müssen nicht jede Hautpartie abdecken. Konzentrieren Sie das Puder auf die Stellen, die zu Glanz neigen, in der Regel Stirn, Nase und Kinn. Wangen und Augenpartie hingegen können natürlicher belassen werden. Diese Bereiche benötigen oft mehr Elastizität, um frisch und strahlend auszusehen. Es geht nicht darum, jeglichen Glanz zu eliminieren, sondern ihn gezielt zu kontrollieren.
Das richtige Werkzeug macht den entscheidenden Unterschied.
Für ein leichtes Finish empfiehlt sich ein großer Pinsel mit weichen Borsten. Er trägt das Produkt zart auf und ist besonders gut für den Alltag geeignet. Wenn Sie sich mehr Halt wünschen, vor allem an langen Tagen, ist eine Puderquaste eine gute Wahl. Sie gibt mehr Puder ab und ist daher besonders bei glänzender Haut von Vorteil. Entfernen Sie in jedem Fall überschüssiges Puder, bevor Sie Ihr Gesicht berühren. Ein leichtes Abtupfen auf dem Handrücken genügt.
Eine leichte Geste zur richtigen Zeit
Puder kommt nach Foundation und Concealer. Lassen Sie diese Texturen einfach einwirken und halten Sie sie geschmeidig. Tragen Sie den Puder mit einem Pinsel sanft auf die Haut auf, ohne zu reiben. Mit einem Puderquaste drücken Sie ihn leicht an und heben ihn dann ab. Ziel ist es, das Make-up zu fixieren, nicht zu verschieben. Zu kräftige Bewegungen können die Foundation verrutschen lassen und ungleichmäßige Stellen verursachen. Sanftheit und ein leichter Druck sind daher Ihre besten Verbündeten.
Was wäre, wenn Sie einfach kein Puder verwenden würden?
Das ist auch eine Möglichkeit. Mattierendes Puder ist für einen schönen Teint absolut nicht notwendig. Einen „perfekten“ oder „makellosen“ Teint gibt es im Alltag nicht. Zwischen Retusche, Filtern, Photoshop und stark bearbeiteten Bildern vergisst man leicht, dass echte Haut eine Struktur hat. Sie verändert sich im Laufe des Tages und zeigt Poren, Fältchen, Unreinheiten oder Flecken. Und das ist völlig normal.
Deine Haut muss nicht „unsichtbar“ sein, um schön zu sein. Mattierendes Puder kann eine tolle Hilfe sein, wenn du den Effekt und den Tragekomfort magst, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden. Das beste Make-up ist vor allem das, mit dem du dich wohlfühlst: ob mit einem deckenden Puder-Finish, ein paar Highlights oder ganz ohne Puder.
Konzentrieren Sie sich vor allem auf die glänzenden Stellen, verwenden Sie nur eine kleine Menge Produkt und tragen Sie es mit leichten Strichen auf. Der Rest kann unbehandelt bleiben. Denn ein natürlicher Teint ist nicht einfach nur ein Teint ohne Struktur, sondern spiegelt Ihre Persönlichkeit wider.
