Das von künstlicher Intelligenz erschaffene spanische virtuelle „Model“ Aitana Lopez mit fuchsiafarbenem Haar und stechenden Augen hat fast 400.000 Follower auf Instagram und revolutioniert die Modewelt.
Eine KI, die der Realität trotzt
Aitana, im November 2022 von der Madrider Agentur The Clueless ins Leben gerufen, ist eine fotorealistische 3D-Kreation: 25 Jahre alt, 1,70 m groß, athletisch gebaut und mit einem ausdrucksstarken Gesicht mit idealisierten hispanischen Zügen. Ihr Feed ist voll von Modeaufnahmen, virtuellen Reisen (Dubai, Bali) und Alltagsgeschichten, in denen sie beispielsweise einen Kaffee „genießt“ oder Yoga praktiziert. Internetnutzer interagieren mit ihr, als wäre sie eine echte Influencerin, und sind schockiert, wenn sie ihre KI-Herkunft erfahren.
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Eine blühende und lukrative Karriere
@fit_aitana macht echten Influencern Konkurrenz und posiert täuschend echt für die Kameras. Die Leute sind begeistert: „Ich dachte, sie wäre echt!“ „Nimmt uns die KI die Jobs weg?“ Ihr Realismus ist verblüffend: natürliche Mimik, professionelle Beleuchtung, ansprechende Bildunterschriften ( „Bereit für den Sommer!“ ). Die Madrider Agentur The Clueless feilt an ihrem Charakter (zielstrebig, positiv), um eine emotionale Verbindung herzustellen. Manche können es kaum glauben: „Unmöglich, sie ist viel zu gefühlvoll!“
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Gemischte Reaktionen: Bewunderung und Besorgnis
Ihre Fans vergöttern sie: „Du bist perfekt!“ Doch es gibt auch viel Kritik: Arbeitsplatzverluste für echte Models, die Oberflächlichkeit der KI. Und hinter dieser Begeisterung wächst die Sorge. Manche befürchten eine extreme Standardisierung von Schönheit, geprägt von Algorithmen statt menschlicher Vielfalt. Andere prangern sie als eine Form der Täuschung an und glauben, dass diese virtuellen Figuren die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischen.
Aitana Lopez, das KI-Model mit den pinken Haaren, fasziniert und schockiert zugleich und beweist, dass künstliche Intelligenz (leider) die virtuelle Mode erobert. Eine beunruhigende Reflexion über unser Verhältnis zum „perfekten“ und menschlichen Bild.
