„Danke, dass Sie das gezeigt haben“: Eine Influencerin enthüllt, was wirklich hinter Fitnessstudio-Fotos steckt.

In den sozialen Medien vermitteln Fitnessfotos oft den Eindruck von „perfekt geformten“ Körpern. Einige Content-Creator versuchen nun, eine differenziertere Realität zu zeigen. So auch die Fitness-Influencerin Emily Barker, die kürzlich auf Instagram daran erinnerte, dass die Bilder in den Newsfeeds nicht immer die Realität des Körpers im Alltag widerspiegeln.

Ein Vergleich zweier Bilder desselben Körpers

In einem viralen Post präsentiert Emily Barker zwei Versionen von sich: ein gestelltes Foto, typisch für Fitness-Inhalte, und ein natürlicheres. Dazu schreibt sie eine klare Botschaft: „Der Körper, den du im Fitnessstudio in deinem Feed siehst, im Gegensatz zu dem, den du im Spiegel erblickst.“

Mit anderen Worten: Der Körper, den wir beim Scrollen durch soziale Medien sehen, entspricht oft einer bestimmten Körperhaltung, einem bestimmten Winkel oder einer bestimmten Pose, während der Körper, den wir täglich im Spiegel beobachten, einfach derjenige in seiner natürlichen Position ist.

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Bilder, die häufig für soziale Medien erstellt werden

Experten für soziale Medien weisen regelmäßig darauf hin, dass viele Online-Inhalte auf Posen, bestimmten Blickwinkeln, sorgfältig gestalteter Beleuchtung und mitunter auch auf Retusche basieren. Diese Elemente können die Wahrnehmung eines Körpers auf einem Foto verändern.

Laut diversen Analysen der Instagram-Nutzung spielt die Inszenierung von Bildern eine zentrale Rolle dabei, wie Nutzer ihr Aussehen und ihren Lifestyle online präsentieren. Gerade im Fitnessbereich kann die Körperhaltung das Erscheinungsbild drastisch verändern: Anspannen der Bauchmuskeln, ein Hohlkreuz oder eine veränderte Hüftposition können Muskeln betonen oder bestimmte Bereiche kaschieren. Genau diesen Kontrast wollte Emily Barker hervorheben.

Eine Botschaft gegen ständiges Vergleichen

In ihrer Nachricht appelliert Emily Barker vor allem an die Internetnutzer, die Bilder, die sie online sehen, kritisch zu hinterfragen. Sie schreibt insbesondere: „Wenn du durch deinen Instagram-Feed scrollst und dich fragst, warum dein Körper nicht so aussieht wie der all der Mädchen in deinem Feed … dann liegt es daran, dass sie dir nicht ihr ganzes Ich zeigen .“

Anders ausgedrückt: Die veröffentlichten Fotos zeigen oft eine sorgfältig inszenierte Version des Körpers, nicht das natürliche Aussehen, das wir die meiste Zeit sehen. Diese Beobachtung knüpft an eine breitere Debatte über den Einfluss sozialer Medien auf das Körperbild an.

Soziale Medien und Körperbild

Mehrere Studien haben den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Körperbild untersucht. Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit, die in der Fachzeitschrift Body Image veröffentlicht wurde, hebt hervor, dass „die wiederholte Konfrontation mit idealisierten Körperbildern in sozialen Medien bei manchen Nutzern zu sozialen Vergleichen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper beitragen kann“.

Weitere Studien zeigen, dass der Vergleich mit Bildern anderer Nutzer zu den gängigsten Mechanismen auf diesen Plattformen gehört. In diesem Zusammenhang entscheiden sich manche Content-Ersteller dafür, realistischere Bilder zu veröffentlichen, um die natürlichen Variationen des Körpers darzustellen.

„Auch in deiner entspannten Version bist du ganz du selbst.“

Im weiteren Verlauf ihrer Nachricht betont Emily Barker, dass wir den Körper in seiner natürlichen Haltung am häufigsten sehen. Sie schreibt: „Eure entspannte Version von euch selbst ist die, die ihr in 99 % der Fälle seht, und sie ist genauso wertvoll wie die Version, mit der ihr für ein Foto posiert.“

Sie ermutigt die Menschen außerdem dazu, nicht jedes Detail ihres Körpers, insbesondere ihres Bauches, zu analysieren, und erinnert sie daran, dass dieser lebenswichtige Funktionen erfüllt und es normal ist, dass sein Aussehen je nach Körperhaltung variiert. Diese Botschaft ist Teil eines breiteren Trends in den sozialen Medien, bei dem einige Influencer die Unterschiede zwischen gestellten Fotos und natürlicheren Momentaufnahmen hervorheben möchten.

Mit diesem Beitrag erinnert uns Emily Barker daran, dass die in den sozialen Medien geteilten Fitnessbilder oft nur einen einzigen, sorgfältig inszenierten Moment zeigen. Der Körper, der auf diesen Fotos zu sehen ist, entspricht nicht unbedingt dem, den wir im Alltag sehen. Ihre Botschaft ermutigt uns, Vergleiche zu relativieren und zu erkennen, dass die natürlichen Variationen des Körpers – ob entspannt, sitzend oder in Bewegung – zur Realität eines jeden Menschen gehören.

Fabienne Ba.
Fabienne Ba.
Ich bin Fabienne, Autorin für die Website „The Body Optimist“. Ich bin begeistert von der Kraft der Frauen und ihrer Fähigkeit, die Welt zu verändern. Ich glaube, Frauen haben eine einzigartige und wichtige Stimme, und es ist mir ein Anliegen, meinen Beitrag zur Gleichberechtigung zu leisten. Ich unterstütze nach Kräften Initiativen, die Frauen ermutigen, sich Gehör zu verschaffen.

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