Die Normen in den sozialen Medien verändern sich rasant, auch die Art und Weise, wie Menschen vor der Kamera posieren. Nach Jahren, in denen der berühmte „Duckface“ dominierte, etabliert sich allmählich ein neuer Gesichtsausdruck: der „Gen Z-Schmollmund“. Diese in den sozialen Medien populär gewordene Pose zeichnet sich durch eine natürlichere Ausstrahlung aus und entspricht damit aktuellen Trends, die Authentizität schätzen.
Eine Evolution der Codes des fotografischen Posierens
Der sogenannte „Duck Face“, gekennzeichnet durch stark zusammengepresste Lippen, wird seit langem mit Selfies in Verbindung gebracht, die in den 2010er Jahren in den sozialen Medien gepostet wurden.
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Die Generation Z scheint heute einen eher zurückhaltenden Gesichtsausdruck zu bevorzugen, den sogenannten „Gen Z-Schmollmund“. Diese Pose besteht darin, die Lippen leicht zu öffnen und gleichzeitig einen entspannten Gesichtsausdruck beizubehalten.
Dieser Wandel verdeutlicht eine Entwicklung ästhetischer Online-Referenzen, bei der Ausdrucksformen, die als spontaner gelten, an Popularität gewinnen.
Content-Ersteller teilen regelmäßig Anleitungen, in denen erklärt wird, wie man diese Pose einnimmt, was zu ihrer rasanten Verbreitung beiträgt.
Ein Trend, der mit der Suche nach Natürlichkeit zusammenhängt
Der Erfolg des „Gen Z Schmollmundes“ ist Teil eines breiteren Trends, der ein als weniger perfekt wahrgenommenes Aussehen schätzt.
Mehrere Experten für visuelle Kommunikation stellen fest, dass junge Internetnutzer Bilder bevorzugen, die den Eindruck erwecken, spontan aufgenommen worden zu sein, ohne übermäßige Inszenierung.
Diese Entwicklung geht einher mit einem Interesse an minimalistischeren fotografischen Stilen, bei denen natürliches Licht und zurückhaltende Ausdrucksweise im Vordergrund stehen.
Die Popularität dieser Pose spiegelt somit das Bestreben wider, ein Gleichgewicht zwischen der Verschönerung des Bildes und der Vermittlung eines Eindrucks von Authentizität zu finden.
Die zentrale Rolle der sozialen Medien bei der Verbreitung des Trends
Wie viele visuelle Trends verbreitete sich auch der „Gen Z-Schmollmund“ dank Social-Media-Plattformen. Kurze Videoformate ermöglichen schnelle Demonstrationen von Posen und Tipps.
Schönheitsideale entwickeln sich oft zyklisch, wobei jede Generation ihre eigenen Standards prägt. Es muss anerkannt werden, dass die zunehmende Sichtbarkeit bestimmter Gesichtsausdrücke zur Standardisierung neuer visueller Codes beiträgt.
Eine neue Illustration der Evolution digitaler Codes
Trends im Zusammenhang mit Selfies zeigen, wie digitale Praktiken die Bildwahrnehmung beeinflussen.
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Der Wandel vom „Duckface“ zum „Gen Z-Schmollmund“ verdeutlicht, wie schnell sich ästhetische Codes verändern können. Diese Trends tragen dazu bei, die Art und Weise, wie Internetnutzer sich online präsentieren, neu zu definieren.
