Dieser wenig bekannte japanische Trick entfernt 80 % der Pestizide von Obst und Gemüse.

Bei der aktuellen Hitzewelle ernähren Sie sich vielleicht fast ausschließlich von Salaten. Von der Vorspeise über den Hauptgang bis zum Dessert – Obst und rohes Gemüse prägen Ihre Mahlzeiten von Anfang bis Ende. Um Ihre erfrischenden Rezepte zuzubereiten, durchstöbern Sie die Supermarktregale und waschen die Zutaten sorgfältig, die jedoch nicht so natürlich sind, wie sie scheinen. Für eine Speisekarte ohne Pestizide haben die Japaner eine vielversprechende Methode.

Obst und Gemüse, durch Pestizide geschädigt

Gesundheitsorganisationen empfehlen, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen, um gesund zu bleiben. Doch diese Schätze der Erde sind durch Pestizide belastet. Landwirte bewässern ihre Felder längst nicht mehr nur mit einer einfachen Gießkanne. Die heutige Landwirtschaft hat mit einer idyllischen Landschaft wie in „Unsere kleine Farm“ nichts mehr zu tun. Statistiken zufolge enthalten mehr als sechs von zehn konventionell angebauten Obst- und Gemüsesorten mindestens einen nachweisbaren Pestizidrückstand. Besonders stark belastet sind Kirschen , Weintrauben, Erdbeeren und Äpfel. Sofern man nicht über einen paradiesischen Garten verfügt oder sich selbst versorgt, lässt sich diese bittere Realität kaum vermeiden.

Deshalb waschen wir diese Zutaten gründlicher als uns selbst. Trotz intensiver Reinigung, unzähligem Abspülen unter fließendem Wasser und einer kräftigen Massage, die unseren Partner vor Neid erblassen ließe, bleiben Pestizide zurück. Laut einer weiteren Studie , die in der Fachzeitschrift „Nano Letters“ der American Chemical Society veröffentlicht wurde, hat das Abspülen von Obst und Gemüse mit klarem Wasser keinerlei Wirkung auf Pestizide.

„Anstatt unbegründete Ängste zu schüren, legen Forschungsergebnisse nahe, dass Schälen – im Gegensatz zum häufig empfohlenen Waschen – nahezu alle Pestizidrückstände effektiv entfernt“, heißt es. Nur: Nicht alle Früchte eignen sich für den Sparschäler in unserer Schublade. Wenn man sich entscheidet, eine Blaubeere zu schälen, bleibt nicht mehr viel zum Essen übrig.

Die japanische Technik, die verspricht, 80 % der Pestizide zu eliminieren

Dieser Tipp ist gerade viral gegangen. Dabei geht es nicht darum, Obst und Gemüse mit Essig im Spülbecken einzuweichen, sondern darum, die in einer Wolke aus Chemikalien gewachsenen Produkte mit einer bewährten Mischung zu reinigen, die schon unsere Großmütter kannten. Man braucht dafür Zutaten, die jeder im Küchenschrank hat: Salz und Natron. Und die Methode ist kinderleicht.

  • Geben Sie einfach zwei Esslöffel Salz in eine Schüssel mit acht Tassen warmem Wasser.
  • Als Nächstes fügen wir einen Esslöffel Backpulver hinzu, ein vielseitiges Pulver mit reinigenden Eigenschaften.
  • Das Obst und Gemüse lässt man, wie vom Medienportal Top Santé empfohlen, 5 bis 10 Minuten in dieser antiseptischen Mischung ruhen.
  • Es wird außerdem empfohlen, alles umzurühren, damit sich das Pulver nicht am Boden der Schüssel absetzt.
  • Zum Schluss müssen die Früchte und das Gemüse nur noch durch ein Sieb gegeben und abgespült werden. Dies sollte unmittelbar vor dem Verzehr geschehen.

Weitere gute Praktiken, um Pestizide in Ihren Lebensmitteln zu vermeiden

Diese japanische Methode besticht zwar durch ihre Einfachheit, ersetzt aber nicht die Einhaltung bestimmter Gewohnheiten im Alltag, um die Belastung durch chemische Rückstände zu minimieren. Denn durch die Behandlung von Nutzpflanzen, den Transport und die Lagerung reichern sich auf Obst und Gemüse weit mehr als nur ein wenig Erde an.

Als Erstes sollten Sie Ihre Ernährung abwechslungsreicher gestalten. Wer immer nur die gleichen Obst- und Gemüsesorten isst, nimmt ständig dieselben Stoffe auf. Durch den Wechsel von Produkten, Herkunft und Jahreszeiten können Sie Ihre Mahlzeiten vielfältiger gestalten und gleichzeitig das Risiko einer unbemerkten Anreicherung von Schadstoffen verringern.

Die Bevorzugung saisonaler und regionaler Produkte kann ebenfalls einen Unterschied machen. Obst aus der näheren Umgebung muss oft weniger verarbeitet werden, um es für lange Transporte oder wochenlange Lagerung haltbar zu machen. Ohne sich in Perfektionismus zu verlieren, ist die Wahl regionaler Produkte, wann immer möglich, ein lohnenswerter Ansatz.

Bioprodukte, die oft wegen ihrer höheren Preise kritisiert werden, sollten auch für besonders belastete Lebensmittel reserviert bleiben. Nicht alle Obst- und Gemüsesorten enthalten die gleichen Mengen an Pestiziden. Der Kauf von Bio-Erdbeeren, -Äpfeln, -Trauben oder -Spinat kann ein realistischerer Kompromiss sein als ein kompletter Bio-Einkauf.

Der Verzehr von Obst und Gemüse ist gesund, vorausgesetzt, sie sind nicht mit Pestiziden belastet. Es geht nicht darum, übermäßig auf Lebensmittel zu achten, sondern lediglich darum, die Risiken zu minimieren, ohne sich von Bequemlichkeit leiten zu lassen.

Émilie Laurent
Émilie Laurent
Als Wortkünstlerin jongliere ich täglich mit Stilmitteln und perfektioniere die Kunst feministischer Pointen. Mein leicht romantischer Schreibstil hält in meinen Artikeln so manche fesselnde Überraschung für Sie bereit. Ich liebe es, komplexe Themen zu entschlüsseln, ganz wie ein moderner Sherlock Holmes. Geschlechterminderheiten, Gleichberechtigung, Körpervielfalt … Als Journalistin am Puls der Zeit stürze ich mich kopfüber in Themen, die Debatten entfachen. Ich bin ein Workaholic, und meine Tastatur wird ständig auf die Probe gestellt.

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