Die amerikanische Singer-Songwriterin, Musikerin und Schauspielerin Olivia Rodrigo erklärt offen, dass man auch ohne Ehemann glücklich sein kann. Ihre Ansichten über Ehe und Lebensplanung finden bei vielen Frauen Anklang.
Eine perfekt getimte Antwort
In einem kürzlich geführten Interview mit der britischen Vogue brach Olivia Rodrigo in schallendes Gelächter aus, als sie hörte, dass man sie schon jetzt auf das Thema Heirat anspreche. „Was bin ich denn? Eine Kinderbraut?“, rief sie aus. Diese spontane Reaktion, weit entfernt von einer vorbereiteten Rede, zeigt, wie absurd sie es findet, sich so schnell in die Rolle der Ehefrau hineinversetzen zu sollen. Viele junge Frauen können das nachvollziehen: Kaum erwachsen, werden sie schon mit den ständigen Fragen konfrontiert, wann sie denn endlich heiraten würden.
Eine zentrale Botschaft: Im Leben dreht sich nicht alles nur um einen Ehemann.
Olivia schloss mit einer ernsteren Botschaft: Sie sagte, sie hoffe, dass junge Mädchen verstehen würden, dass das Leben auch ohne Ehemann oder Kinder voller Freude sein könne. Sie erinnerte sie daran, dass Glück aus Freundschaft, Arbeit, Leidenschaften, Reisen oder persönlicher Weiterentwicklung entstehen könne und nicht nur aus dem Familienstand.
Sie verachtet weder Liebe noch Familie; im Gegenteil, sie vertraut an, dass sie sich wünscht, eines Tages Mutter zu werden, sich aber keinen Zeitdruck auferlegen lässt. Sie trennt klar den Wunsch nach Mutterschaft vom gesellschaftlichen Druck, schnell eine Familie zu gründen, was ihre Aussagen differenziert und beruhigend macht.
Ein Leben, das bereits sehr schnell vorbeizieht
Olivia Rodrigo betont außerdem, dass ihre Zwanziger alles andere als „normal“ sind: Sie hat seit ihrer Kindheit gearbeitet, ist am Filmset aufgewachsen und hat früh Ziele erreicht, für die andere Jahre brauchen. Diese beschleunigte Reife führt dazu, dass sie das schützt, was sie noch nicht erlebt hat: eine unbeschwerte Jugend, alltägliche Erfahrungen und Beziehungen, die sie in ihrem eigenen Tempo angehen kann. Zu sagen, sie sei „noch weit von der Ehe entfernt“, ist daher für sie eine Möglichkeit, Grenzen zu setzen und sich selbst in den Vordergrund zu stellen.
Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der viele Frauen den traditionellen Zeitplan „Studium – Heirat – Kinder“ hinterfragen. Indem sie sagt, dass „das Leben auch ohne Ehemann schön sein kann“ und es nicht den einen richtigen Weg gibt, verleiht Olivia Rodrigo denjenigen Legitimität, die sich mit 20, 25 oder sogar 30 Jahren weder bereit noch besorgt um eine Heirat fühlen.
