Auf dem roten Teppich werden Outfits oft bis ins kleinste Detail geplant. Bei den César-Verleihungen 2026 entschied sich die französische Schauspielerin Leïla Bekhti jedoch, mit einem unerwarteten Modestatement die Erwartungen zu übertreffen.
Leïla Bekhti wagt bei der César-Verleihung einen lässigen Twist
Bei der César-Verleihung 2026 sorgte Leïla Bekhti mit einem Look, der mit traditioneller Abendgarderobe brach, für Aufsehen. Nominiert als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in Ken Scotts „Ma mère, Dieu et Sylvie Vartan“, schritt sie in einer maßgeschneiderten Kreation von Ami über den roten Teppich.
Ihr strukturiertes Kleid mit dem leicht ausgestellten Saum strahlte zeitlose Eleganz aus. Das Detail, das jedoch wirklich ins Auge stach, lag woanders: ein um ihre Schultern gebundener Pullover, der ihren Oberkörper umspielte und dem Outfit eine lässigere Note verlieh.
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Eine bis ins Detail durchdachte Silhouette.
Entworfen von Alexandre Mattiussi, Gründer und künstlerischer Leiter von Ami, spielte das Outfit mit Kontrasten. Das oben figurbetonte und ab der Hüfte ausgestellte Kleid erinnerte an die Linienführung der 1950er-Jahre. Offene Mules mit Absatz rundeten den Look ab, während eine auffällige Halskette und dezente Ohrringe für einen Hauch von Frische sorgten. Der über die Schultern geknotete Pullover durchbrach das erwartete Bild formeller Kleidung. Diese schlichte, fast alltägliche Geste brachte eine spontane Note in das ansonsten streng reglementierte Umfeld.
Der rote Teppich, ein Testgelände
Die französische Schauspielerin Leïla Bekhti ist bekannt für ihre auffälligen Stilentscheidungen. Bei den César-Verleihungen 2024 trug sie ein buttergelbes Satinkleid, das einen schönen Kontrast zum überwiegend schwarzen Outfit bildete. Ihr Stil auf dem roten Teppich zeichnet sich durch Konstanz aus: Sie bevorzugt markante Silhouetten, ohne dabei protzig zu wirken. Der geknotete Pullover verwischt hier die Grenzen zwischen Abendgarderobe und Alltagskleidung. Diese Wahl spiegelt einen allgemeinen Wandel im Stil auf dem roten Teppich wider, wo Prominente es wagen, legerere Elemente in elegante Outfits zu integrieren.
Eine neue Interpretation von Chic
Der über die Schultern geknotete Pullover, lange Zeit ein Symbol des Preppy-Stils, feierte in den letzten Saisons ein bemerkenswertes Comeback. Auf den Laufstegen von Jacquemus, Loewe und Ami zu sehen, hat sich dieses Detail als wirkungsvolles Element erwiesen, das ein Outfit komplett verändern kann. Zu Jeans getragen, strahlt er mühelose Eleganz aus. Über einem formellen Kleid, wie Leïla Bekhti demonstrierte, bildet er einen markanten Kontrast.
Leïla Bekhtis Look bei den César-Verleihungen 2026 verdeutlicht einen breiteren Trend: einen weniger strengen, persönlicheren Chic. Anstatt sich an eine strikte Vorstellung von formeller Kleidung zu halten, bietet sie eine zeitgemäßere Interpretation. Der Kontrast zwischen dem makellosen Kleid und dem über ihre Schultern drapierten Pullover erzeugt eine subtile Balance. In den sozialen Medien wurde ihr Look vielfach kommentiert und für seine Modernität gelobt.
Bei den César-Verleihungen 2026 bewies Leïla Bekhti, dass ein simples Detail ein Abendoutfit komplett verändern kann. Indem sie einen Pullover über ihr Kleid band, brach sie mit den Konventionen des roten Teppichs und bewahrte dabei ihre raffinierte Eleganz. Ein dezentes, aber dennoch wirkungsvolles Fashion-Statement, das uns daran erinnert, dass Stil manchmal von einer unerwarteten Note abhängt.
