Die Schauspielerin Emilia Clarke blickt auf die Tortur zurück, die sie glauben ließ, es sei das Ende ihres Lebens.

Die britische Schauspielerin Emilia Clarke sprach bewegt über die schweren gesundheitlichen Probleme, mit denen sie auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs bei „Game of Thrones“ zu kämpfen hatte. Sie erzählte von den zwei Hirnblutungen, die ihr Leben völlig veränderten und beinahe ihre Karriere beendeten.

Eine von Angst und Unsicherheit geprägte Zeit

Emilia Clarke, die durch ihre Rolle als Daenerys Targaryen in der erfolgreichen HBO-Serie berühmt wurde, musste während ihres kometenhaften Aufstiegs eine besonders schwere persönliche Krise durchstehen. Im Podcast „How To Fail with Elizabeth Day“ erzählte die Schauspielerin, wie sie lange Zeit geglaubt hatte, nach einer zweiten Hirnblutung nicht zu überleben.

Sie erklärte, dass diese Zeit ihr Verhältnis zu Leben und Tod tiefgreifend beeinflusst habe. Ihren Schilderungen zufolge hatte sie das Gefühl, etwas Unvermeidliches „entkommen“ zu sein, bis hin zu der Überzeugung, sie sei „zum Sterben bestimmt“. Dieser Gedanke verfolgte sie während ihrer Genesung täglich.

Nach der ersten Staffel von "Game of Thrones" löste sich eine plötzliche Welle der Unruhe aus.

Die erste Blutung ereignete sich kurz nach Abschluss der Dreharbeiten zur ersten Staffel von „Game of Thrones“. Emilia Clarke berichtete von einem schweren Zusammenbruch während des Trainings in einem Londoner Fitnessstudio. Zu dieser Zeit stand sie unter erheblichem beruflichem Druck und starkem persönlichem Stress.

Die Schauspielerin beschrieb einen „plötzlichen und extremen Schmerz“, vergleichbar mit dem „Schnalzen eines Gummibands im Gehirn“. Die Symptome verschlimmerten sich rasch, und ihr wurde klar, dass etwas Ernstes vorlag. Nach mehreren Untersuchungen diagnostizierten die Ärzte eine Hirnblutung, verursacht durch ein Aneurysma. Trotz der Schwere der Situation dachte Emilia Clarke weiterhin an ihre berufliche Zukunft. Sie fürchtete insbesondere, dass die Produzenten der Serie sie für „zu labil“ halten würden, um die Dreharbeiten fortzusetzen.

Der Wunsch, seinen Gesundheitszustand geheim zu halten

Emilia Clarke erklärte in ihren Stellungnahmen außerdem, dass sie mit ihrem beruflichen Umfeld kaum über diese schwierige Zeit gesprochen habe. Sie habe lediglich die Serienschöpfer David Benioff und D.B. Weiss informiert und dabei versucht, hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes ein gewisses Maß an Diskretion zu wahren.

Emilia Clarke gab zu, nach diesem medizinischen Zwischenfall „eine Art Scham“ empfunden zu haben, da sie befürchtete, „in einer Branche, in der der Druck konstant ist, anders wahrgenommen zu werden“. Dieser Wunsch zu schweigen veranlasste sie, trotz der körperlichen und psychischen Schwierigkeiten ihrer Genesung weiterzuarbeiten. Einige Jahre später gab Emilia Clarke öffentlich bekannt, dass sie eine zweite Hirnblutung erlitten hatte, die einen weiteren operativen Eingriff erforderlich machte.

Von dieser Tortur zu einem persönlichen Engagement

Nach ihrer Genesung beschloss Emilia Clarke, diese schmerzhafte Erfahrung in konkretes Handeln umzusetzen. 2019 gründete sie eine Organisation, die Menschen nach einer Hirnverletzung in der Rehabilitation unterstützt. Die Organisation konzentriert sich auf Themen wie Neurorehabilitation und die Isolation, die Patienten nach einem neurologischen Trauma erleben. Emilia Clarke möchte das öffentliche Bewusstsein für die oft unsichtbaren Folgen von Hirnverletzungen schärfen und die Versorgung von Betroffenen verbessern.

Seit einigen Jahren spricht Emilia Clarke offener über diese Zeit ihres Lebens. Ihre Schilderungen verdeutlichen die psychischen Narben, die solche Erlebnisse hinterlassen können, selbst nach der körperlichen Genesung.

Mit ihrer Schilderung der zwei Hirnblutungen, die sie während der Dreharbeiten zu „Game of Thrones“ erlitt, liefert Emilia Clarke ein besonders eindringliches Zeugnis über Angst, Verletzlichkeit und Genesung. Hinter dem weltweiten Erfolg der Serie durchlebte die Schauspielerin eine der schwierigsten Phasen ihres Lebens. Heute nutzt sie ihre Erfahrung, um das Bewusstsein für neurologische Traumata zu schärfen und Betroffene zu unterstützen.

Fabienne Baure
Fabienne Baure
Ich bin Fabienne, Autorin für die Website „The Body Optimist“. Ich bin begeistert von der Kraft der Frauen und ihrer Fähigkeit, die Welt zu verändern. Ich glaube, Frauen haben eine einzigartige und wichtige Stimme, und es ist mir ein Anliegen, meinen Beitrag zur Gleichberechtigung zu leisten. Ich unterstütze nach Kräften Initiativen, die Frauen ermutigen, sich Gehör zu verschaffen.

LAISSER UN COMMENTAIRE

S'il vous plaît entrez votre commentaire!
S'il vous plaît entrez votre nom ici

Da sie für eine Hauptrolle als „nicht attraktiv genug“ galt, prangert diese Schauspielerin Schönheitsstandards an.

In einem kürzlich erschienenen Podcast erzählte die amerikanische Schauspielerin Geena Davis von einem Vorsprechen aus dem Jahr 1985...

Nachdem sie Kritik an ihrem Aussehen einstecken musste, spricht dieses Model nun offen über ihren Körper nach der Geburt.

Zehn Monate nach der Geburt ihres vierten Kindes blickte das südafrikanisch-deutsche Model und Influencerin Nara Smith auf eine...

Da sie selbst unter einer körperdysmorphen Störung litt, reflektiert diese Schauspielerin über den Druck, der mit ihrem Aussehen einherging.

Die amerikanische Schauspielerin und Webvideoproduzentin Lana Condor gab Refinery29 Australia ein Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Films,...

Die 61-jährige Model Paulina Porizkova gewährt einen Einblick in ihre Hochzeit

Das tschechisch-schwedisch-amerikanische Model und Schauspielerin Paulina Porizkova gewährte Einblicke in ihre Hochzeit mit dem Comedy-Autor Jeff Greenstein, die...

„Älterwerden ist etwas Gutes“: Schauspielerin Olivia Wilde feiert die Vorzüge des Alters

Entgegen dem Druck, ewige Jugend zu bewahren, begrüßt Olivia Wilde den Lauf der Zeit. In einem Interview mit...

„Ein sehr muskulöser Rücken“: Diese Rugbyspielerin präsentiert ihre Figur am Wasser.

Stärke feiern und den Sommer in vollen Zügen genießen: Diese Botschaft vermittelt Ilona Maher erneut mit einem Instagram-Post,...