Man muss nicht nach Perfektion streben oder einem idealisierten Bild von sich selbst hinterherjagen. Manchmal braucht es nur ein wenig Zeit, ein bisschen zuhören und viel Selbstmitgefühl. Genau diese Philosophie vertritt Schauspielerin und Fabletics-Mitbegründerin Kate Hudson mit einer einfachen, körperfreundlichen Routine.
Bewegung als natürliches Bedürfnis, nicht als Pflicht
Kate Hudson spricht ganz offen darüber: Stillsitzen ist ihr unangenehm. Nicht aus Angst vor dem Altern, sondern weil Bewegung zu ihrer Natur gehört. In einem Gespräch im Podcast „Table Manners“ erklärte sie, dass sie diese 20 Minuten täglich als intime Begegnung mit ihrem Körper betrachtet. Ein unverzichtbarer Moment, selbst an den stressigsten Tagen.
Diese Regelmäßigkeit ist nicht starr, sondern wirkt wie ein sanfter Anstoß. Sobald der Körper in Bewegung ist, entsteht ganz natürlich der Wunsch, öfter etwas mehr zu tun: länger zu gehen, sich länger zu dehnen, tiefer zu atmen. Ohne Zwang, ohne Druck. Einfach weil der Körper positiv reagiert.
Höre auf deine innere Stimme, bevor du auf die Regeln hörst.
Was diese Routine wirklich auszeichnet, ist ihre Flexibilität. Kate Hudson trainiert nicht jeden Tag mit der gleichen Intensität. Sie passt das Programm ihrem körperlichen, mentalen und emotionalen Zustand an. An ruhigen Morgen setzt sie auf langsame Bewegungen: sanftes Yoga, achtsames Dehnen und tiefes Atmen, um den Körper respektvoll zu wecken. An dynamischeren Tagen sind etwas anspruchsvollere Übungen wie leichte Gewichte oder funktionelles Training möglich.
Ziel ist es nie, sich bis an die Grenzen zu verausgaben, sondern sich im eigenen Körper wohl und lebendig zu fühlen. Gewichte dienen beispielsweise als Hilfsmittel, insbesondere zum Erhalt der Muskelmasse und Knochenstärke.
Vielfältige Vergnügungen zur Förderung der Freude
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ihrer Philosophie ist die Vielfalt. Um Langeweile zu vermeiden und motiviert zu bleiben, variiert Kate Hudson ihre Aktivitäten: Pilates, TRX, Boxen, Radfahren, Wandern, Skifahren oder Surfen – je nach Jahreszeit. Bewegung wird so zum Spiel, zur Entdeckungsreise, zu einer Möglichkeit, sich mit ihren Sinnen und ihrer Umgebung zu verbinden. Dieser vielseitige Ansatz stimuliert Körper und Geist gleichermaßen. Er erinnert uns daran, dass Freude ein weitaus stärkerer Motivator ist als Zwang, insbesondere langfristig.
Nach 40: Sich wohlfühlen statt „jung bleiben“
Die Botschaft ist nicht, dass man das Gleiche tun muss wie sie. Kate Hudson selbst verkörpert einen entscheidenden Punkt: Nur weil man 40 oder älter ist, heißt das nicht, dass man sich einem strengen Trainingsprogramm unterwerfen muss, um „fit“ zu sein. Jeder Körper ist einzigartig. Jeder Lebensweg ist ebenfalls einzigartig. Manche Menschen blühen bei täglicher Bewegung auf, andere bei gelegentlichen oder abwechslungsreichen Aktivitäten.
Altern ist kein Problem, das gelöst werden muss. Es ist ein natürlicher, legitimer und bereichernder Prozess. Es geht nicht darum, gegen die Zeit anzukämpfen, sondern darum, sich im eigenen Körper wohlzufühlen – unabhängig vom Alter. Sich im eigenen Körper wohlzufühlen bedeutet nicht, ständig mehr von ihm zu verlangen, sondern ihm aufmerksamer zuzuhören.
Kurz gesagt, Kate Hudsons Philosophie besagt Folgendes: Wohlbefinden steht an erster Stelle – ohne Vergleiche, ohne Schuldgefühle. Bewege dich, wenn du Lust dazu hast. Ruhe dich aus, wenn dein Körper es braucht. Bewege dich in deinem eigenen Tempo. Denn letztendlich entspringt wahre Vitalität dem Respekt, den du deinem Körper entgegenbringst – heute und morgen.
