Um Ihre Outfits bei kaltem Wetter aufzuwerten und unangenehmes Frieren zu vermeiden, ziehen Sie vielleicht eine Strumpfhose an, bevor Sie in Ihre Jeans schlüpfen. Das ist ein gängiger Modetrick für viele Frauen, die den niedrigen Wintertemperaturen ausgesetzt sind. Wenn Sie glauben, dass Sie mit diesem hautengen Accessoire wärmer werden, irren Sie sich höchstwahrscheinlich.
Strumpfhosen unter Jeans: ein falscher Freund
Es ist fast schon ein stiller Schlachtruf unter Fashionistas geworden. Jeden Morgen, bevor sie in die Kälte hinausgehen, perfektionieren sie die Kunst des Zwiebellooks und hüllen sich von Kopf bis Fuß in mehrere Schichten Kleidung. Sie tragen Pullover übereinander, vom engsten bis zum weitesten, und um die Beine warm zu halten, Strumpfhosen unter ihrer Lieblingsjeans. Vielleicht teilen auch Sie diese Ansicht und schwören auf diese vermeintliche Wärmewirkung. Sollten Sie darin tatsächlich einen Vorteil sehen, bedenken Sie, dass es sich höchstwahrscheinlich nur um einen Placebo-Effekt handelt.
Strumpfhosen als Schutzschild oder Kälteschutz zu verwenden, ist eher kontraproduktiv. Ich muss Sie leider enttäuschen, aber diese morgendliche Verrenkung, die Sie oft zu spät kommen lässt, ist völlig sinnlos. Zugegeben, Strumpfhosen sind trotz ihrer dünnen Nähte und ihrer offensichtlichen Transparenz unter einem Rock oder Wollshorts sehr praktisch. Unter einer Jeans hingegen sind sie weniger hilfreich.
Die meisten Strumpfhosen sind so konzipiert, dass man sie solo oder unter Kleidern trägt, nicht aber unter dicken, steifen Stoffen wie Jeans. Dadurch können sie sich zusammenknüllen, unsichtbare, aber unangenehme Falten bilden und die Luftzirkulation behindern. Anstatt die Wärme gleichmäßig zu speichern, können sie, insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit, ein anhaltendes Kältegefühl verursachen. Man fühlt sich eingemummelt, ohne wirklich warm zu sein.
Was es wirklich mit Ihrem Körper macht
Sobald man die Jeans über die Strumpfhose zieht, fühlt man sich unwohl, ja sogar eingeengt. Die Strumpfhose klafft ungewollt zwischen den Beinen und drückt unangenehm, ohne dass man es merkt. Sie schadet mehr, als sie nützt. Mehrere Lagen enger Stoffe schränken die Bewegungsfreiheit ein und können die Reibung erhöhen, besonders an Oberschenkeln und Knien. Langfristig kann dies zu Hautreizungen, Brennen oder allgemeinem Unbehagen führen, insbesondere bei empfindlicher Haut.
Auch die Durchblutung kann beeinträchtigt werden. Durch die Elastizität der Strumpfhose und die Steifheit der Jeans können sich die Beine eingeengt anfühlen, was das Gefühl schwerer Beine am Ende des Tages verstärkt. Hinzu kommt das Schwitzen : Synthetische Strumpfhosen, die unter schlecht atmungsaktiven Jeans eingeklemmt sind, speichern Feuchtigkeit. Der Körper erwärmt sich, schwitzt und kühlt dann wieder ab – ein Kreislauf, der alles andere als ideal für optimalen Wärmekomfort ist. Man fühlt sich dadurch in jeder Hinsicht frierend.
Was Sie stattdessen tun können
Statt im Winter Strumpfhosen unter der Jeans zu tragen und den ganzen Tag wie ein Pinguin herumzuwatscheln, weil der Stoff so dick ist, gibt es Alternativen. Stilvoll auszusehen, ohne im Winter zu frieren, ist kein Mythos, der nur in den sozialen Medien existiert. Auch dick eingepackt bis zum Hals können Sie gut aussehen.
Sie könnten sich beispielsweise für gefütterte Jeans oder Hosen aus natürlich weichen Materialien entscheiden. Glücklicherweise sind Cordhosen und Wollsocken in Zeitschriften häufig zu sehen.
Eine weitere, oft übersehene Option sind Thermoleggings. Im Gegensatz zu normalen Strumpfhosen sind sie so konzipiert, dass sie unter der Kleidung getragen werden. Ihr Material ist atmungsaktiver, ihr Schnitt ist besser angepasst und sie bieten mehr Halt und Komfort. Sie vermitteln ein angenehmes Wärmegefühl ohne übermäßige Kompression.
Strumpfhosen unter Jeans tragen? Das zeigt die Beine nicht. Für wohlige Wärme wie unter einer Decke solltest du lieber bequemere Alternativen zu Jeans wählen.
