Ein Video von Jihyo, der südkoreanischen Sängerin und Anführerin der südkoreanischen Girlgroup Twice, auf der Bühne löste eine hitzige Debatte auf X (ehemals Twitter) über Schönheitsideale im K-Pop aus, wobei ein Kommentar über ihren Körperbau die Fans in Befürworter von Körperpositivität und Gegner von Schlankheitsvorstellungen spaltete.
Eine umstrittene Veröffentlichung
Ein Internetnutzer auf X teilte ein Video von Jihyos Auftritt mit der Bildunterschrift: „So erfrischend, inmitten der Magersucht-Epidemie ein Idol wie sie zu sehen.“ Die Absicht schien eine natürlichere Figur zu feiern, doch die Formulierung wurde schnell als ungeschickt empfunden, da sie suggerierte, Jihyo sei „nicht dünn“.
Es ist so erfrischend, inmitten der Magersucht-Epidemie ein Idol wie dieses zu sehen . pic.twitter.com/Q5Axc2LrPh
– vava (@vavawonyoung) 8. März 2026
Empörte Reaktionen: „Sie? Nicht dünn?“
Es folgten zahlreiche Kommentare, viele mit Aussagen wie: „Sie? Nicht dünn? Das ist doch nicht euer Ernst?“ oder „Sie ist wirklich dünn, nicht kurvig. Ihr solltet mal aufhören, nur K-Pop zu konsumieren.“ Andere Internetnutzer meldeten sich zu Wort und wiesen auf die ihrer Meinung nach verzerrte Wahrnehmung von Schönheitsidealen im Internet hin. „Wenn sie als ‚nicht dünn‘ gilt, dann gilt das für niemanden“, schrieb jemand. „Wir sind wirklich an einem Punkt angelangt, an dem ein völlig normaler Körper als ‚dick‘ gilt, nur weil er nicht extrem dünn ist“, fügte ein anderer hinzu.
Mehrere Kommentare hoben die Diskrepanz zwischen den in bestimmten Kulturbranchen propagierten Schönheitsidealen und der Realität hervor. „Die Leute sind so an extrem dünne Figuren gewöhnt, dass sie jegliches Augenmaß verloren haben“, kommentierte eine Nutzerin. „Es ist erschreckend, wie Algorithmen und bestimmte Inhalte ganz bestimmte Körpertypen normalisieren können“, fuhr sie fort. Einige Internetnutzer wiesen zudem darauf hin, dass diese Art von Debatte vor allem den ständigen Druck offenbart, dem Frauen in Bezug auf ihr Aussehen ausgesetzt sind. „Egal welchen Körper man hat, es gibt immer jemanden, der sagt, er sei zu dünn oder zu dick“, schrieb eine Kommentatorin. „Manche werden kritisiert, weil sie zu dünn sind, und dann diejenigen, die angeblich nicht dünn genug sind. Es ist ein Teufelskreis.“
Letztendlich hat die Kontroverse vor allem eine breitere Diskussion über Schönheitsideale und darüber, wie soziale Medien unrealistische Erwartungen verstärken können, neu entfacht – bis hin zu dem Punkt, an dem „völlig normale“ Figuren als „atypisch“ wahrgenommen werden.
Jenseits der Debatte, ein Plädoyer für Körperpositivität
Diese Kontroverse erinnert uns daran, dass Schönheit nicht an eine einzige Konfektionsgröße gebunden ist. Jihyo verkörpert die Vielfalt der Körpertypen im K-Pop: muskulös, strahlend und kraftvoll auf der Bühne – sie glänzt, ohne gesellschaftlichen Schönheitsidealen zu entsprechen. Die eigentliche Botschaft? Hören wir auf, Körper in „dünn“ und „nicht dünn“ einzuteilen – jede Figur ist wertvoll, solange sie Gesundheit und Selbstbewusstsein ausstrahlt.
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Der Hype um Jihyo verdeutlicht die Gefahren voreiliger Urteile über das Aussehen von Idolen. Weit entfernt von reduzierenden Etiketten beweist sie, dass eine Künstlerin durch ihr Talent und ihre Energie glänzen kann und lädt alle dazu ein, Schönheit in all ihren Formen zu feiern – ohne Vergleiche oder Druck. Eine willkommene Lektion in Körperakzeptanz in der wettbewerbsorientierten Welt des K-Pop.
