Leider werden die Körper von Prominenten in den sozialen Medien immer wieder kommentiert. Das amerikanische Model Bella Hadid musste dies kürzlich nach einem auffälligen Auftritt auf dem roten Teppich am eigenen Leib erfahren. Zahlreiche Online-Kommentare kritisierten ihre Figur und bezeichneten sie als „zu dünn“, was die immer wiederkehrende Debatte um „Skinny Shaming“ neu entfachte – eine Form der Stigmatisierung von Menschen, die als „zu dünn“ wahrgenommen werden.
Reaktionen nach einem öffentlichen Auftritt
Bella Hadid sorgte kürzlich bei einer Veranstaltung in Los Angeles für Aufsehen mit einem Outfit, das in den sozialen Medien schnell viral ging. Während viele ihren Stil lobten, konzentrierten sich einige Kommentare auf ihre Figur. Unter manchen Beiträgen verwendeten Nutzer Ausdrücke wie „Hautknochen“ oder „Skelett“, um das Model zu beschreiben. Diese Reaktionen lösten eine breitere Diskussion darüber aus, wie Frauenkörper, auch die von Prominenten, in der Öffentlichkeit kommentiert werden.
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Was versteht man unter „Skinny Shaming“?
Der Begriff „Skinny Shaming“ bezeichnet negative, hasserfüllte und spöttische Bemerkungen gegenüber Menschen, die als „zu dünn“ gelten. Diese Form des Body Shamings beinhaltet die Beurteilung oder Kritik des Aussehens einer Person aufgrund ihrer Dünnheit. Sie kann sich in Kommentaren zum Gewicht, Annahmen über ihren Gesundheitszustand oder Bemerkungen über ihr Aussehen äußern. Experten erklären, dass diese Kritik psychologische Auswirkungen haben kann, insbesondere auf das Selbstwertgefühl und das Körperbild.
Widersprüchliche Gebote bezüglich des Körpers von Frauen
Die Reaktionen auf Bella Hadid verdeutlichen einen Widerspruch, der in Diskussionen über Schönheitsideale häufig thematisiert wird. Frauen können sowohl dafür kritisiert werden, als auch – im Gegenteil – dafür, dass sie bestimmte Schlankheitskriterien nicht erfüllen. Solche Kommentare tragen zu einer umfassenderen Form des Body Shamings bei, bei der der Körper einer Person öffentlich beurteilt wird. Mehrere Forscher weisen darauf hin, dass diese widersprüchlichen Standards den sozialen Druck in Bezug auf das Aussehen verstärken können.
Eine breitere Diskussion über Schönheitsideale
Bella Hadid hat sich bereits in verschiedenen Interviews zu dem Druck geäußert, der mit dem Körperbild in der Modebranche einhergeht. Insbesondere das Modeln wird oft mit sehr spezifischen Schönheitsidealen in Verbindung gebracht, was Kommentare über das Aussehen von Models verstärken kann. Die Debatten um Bodyshaming und Skinnyshaming sind daher Teil einer umfassenderen Diskussion über Körpervielfalt in den Medien und der Mode.
Zusammenfassend zeigen die Reaktionen auf Bella Hadids Auftritt, wie häufig Frauenkörper in der Öffentlichkeit kommentiert werden. Ob die Kritik sich nun auf Schlankheit oder andere körperliche Merkmale bezieht, diese Diskussionen entfachen regelmäßig die Debatte um Schönheitsideale und die Beurteilung des Aussehens von Frauen, insbesondere in den Medien und sozialen Netzwerken.
